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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
KI-Slop färbt auf die Marke ab - und nicht zum Besseren
10.08.2026 Minderwertige KI-Inhalte wirken sich negativ auf das Markenbild aus. Die Nähe von Anzeigen zu AI-Slop drückt bei 43 Prozent der KonsumentInnen das Markenbild. Noch schlimmer wird's, wenn die Werbung selbst KI ist.
Für den Report "2026 Global Insights: Media Quality in the Age of AI" wurden Einstellungen von Konsumenten und Marketern zum Einsatz künstlicher Intelligenz in digitalen Medien und in der Werbung untersucht. Dabei geht es sowohl um das Werbeumfeld als auch um KI-generierte Anzeigen und Werbung auf KI-Plattformen. In der EMEA-Region geben 41 Prozent der Befragten an, dass sie eine Marke negativer wahrnehmen würden, wenn deren Werbung neben minderwertigen oder spamartigen KI-Inhalten erscheint. 24 Prozent erwarten dagegen einen positiven Effekt. In Deutschland liegt der Anteil derjenigen mit negativer Reaktion bei 43 Prozent. 25 Prozent sprechen sogar von einem sehr negativen Einfluss.
Stuart Flint, SVP und Managing Director EMEA bei DoubleVerify, sieht darin ein Risiko für Werbetreibende. "AI Slop ist nicht nur eine Bedrohung für die Mediaqualität, sondern auch für den Markenwert", sagt Flint. Marken müssten darauf achten, nicht nur die gewünschten Zielgruppen zu erreichen, sondern auch in vertrauenswürdigen Umfeldern zu erscheinen. Auch die Qualität KI-generierter Werbemittel selbst beeinflusst die Markenwahrnehmung. 42 Prozent der deutschen KonsumentInnen reagieren laut Studie negativ auf Marken, deren KI-generierte Anzeigen minderwertig, befremdlich oder unheimlich wirken. 26 Prozent bewerten den Effekt als sehr negativ. Professionell wirkende KI-Werbung stößt dagegen nur bei 29 Prozent auf Ablehnung.
DACH-Marketer bleiben bei KI-Werbung vorsichtig
Auch auf Unternehmensseite bestehen Vorbehalte. 38 Prozent der befragten DACH-Marketer sorgen sich darum, dass ihre Werbung neben minderwertigen generativen KI-Inhalten ausgespielt werden könnte. 13 Prozent sind darüber sehr besorgt. Beim Einsatz von KI zur Erstellung von Anzeigentexten oder Werbemitteln äußern 41 Prozent Bedenken. Noch größer ist die Skepsis gegenüber Werbung direkt auf KI-Plattformen. 49 Prozent der DACH-Marketer sind darüber besorgt, darunter 19 Prozent sehr.Wichtige Voraussetzungen für eine stärkere Nutzung wären aus ihrer Sicht die Möglichkeit, KI-generierte Werbemittel vorab zu prüfen oder freizugeben. 43 Prozent nennen diesen Punkt. 37 Prozent verlangen klare Datenschutz- und Compliance-Regeln, 35 Prozent Kontrolle über kontextbezogenes Targeting und 30 Prozent verifizierte Brand-Suitability-Kontrollen.
Deutsche KonsumentInnen zeigen sich Werbung in KI-Angeboten gegenüber vergleichsweise offen. 35 Prozent stehen Anzeigen innerhalb von KI-Plattformen positiv gegenüber, 22 Prozent negativ. 44 Prozent haben dazu keine ausgeprägte Meinung. Entscheidend ist dabei auch der Kontext: Ist eine Anzeige für die jeweilige Konversation relevant, wirkt sich dies bei 26 Prozent positiv auf die Markenwahrnehmung aus. 17 Prozent berichten von einem negativen Effekt.
Für die Untersuchung wurden weltweit 22.000 KonsumentInnen in 22 Märkten sowie 2.020 Marketer in 21 Märkten befragt.
