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Bericht: Deutschland-Start von Alibaba und JD.com wird konkret
24.07.2018 Bisher waren die Pläne der Konzerne aus Fernost wenig konkret. Doch jetzt sagte Richard Liu, Gründer und Vorstandschef von JD.com, gegenüber dem Handelsblatt , dass er noch in diesem Jahr plane, Produkte in Europa zu verkaufen.
Alibaba streite zwar offiziell noch ab, deutschen Onlinehändlern direkte Konkurrenz machen zu wollen, baue aber bereits ein Logistikdrehkreuz in Lüttich in Belgien. Der Logistikpartner 4P Express , an dem Alibaba beteiligt ist, wolle bis Ende des Jahres ein Versandlager in der Nähe von Prag eröffnen, von dem aus Deutschland beliefert werden könnte.
Auch Alibaba-Gründer Jack Ma hat große Pläne. "Dieses Netzwerk ist nicht nur national, es ist global. Wir wollen jedes Lager, jede Stadt, jeden Haushalt verbinden", wird Ma zitiert. Das Ziel von Chinas größtem Onlinehändler sei es, innerhalb von höchstens 72 Stunden in jeden Winkel der Welt zu liefern. Dafür wolle Ma in den kommenden fünf Jahren 13 Milliarden Euro in den Ausbau seines Logistiknetzes investieren.
Alibaba und die Nummer zwei im chinesischen Markt, JD.com, wachsen jedes Jahr um fast 50 Prozent. Einer Studie von Oliver Wyman zufolge dürften sie im Jahr 2025 zusammen einen Umsatz von rund 550 Milliarden Euro erzielen, was mehr als dem Umsatz der zehn größten deutschen Händler zusammen entspricht.
