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Trend-Watch: Industrie-Crowdsourcing

02.04.2012 Bisher war Crowdsourcing ein Marketing-Tool, bei dem die Nutzer mal die Geschmacksnote einer Tütensuppe oder den Namen eines Spülmittels bestimmen durften. Jetzt geht der Trend in Richtung Investitionsgut: Umfangreiche, grundlegende Phasen des Designprozesses werden von Unternehmen mittels Social-Media in die Masse einer kreativen Nutzerschaft verlagert.

Für sein Crowdsourcing hat Fiat eine eigene Internetseite als Anlaufstelle geschaffen (Bild:  www.fiatmio.cc)
Bild: www.fiatmio.cc
Für sein Crowdsourcing hat Fiat eine eigene Internetseite als Anlaufstelle geschaffen

Eindrucksvollstes Beispiel dieses Trends ist bisher der Fiat Mio. In Brasilien rief der Autohersteller Fiat die Bevölkerung dazu auf, konkrete Designs für die Entwicklung eines Stadtflitzers einzusenden. 2 Millionen Nutzer besuchten eine eigens eingerichtete Internetseite und 10.000 steuerten Konzeptentwürfe bei. Die Nutzer bewerteten und bearbeiteten ihre Designs untereinander. Fiat begleitet das Mio-Projekt bis heute umfangreich mit Video-Dokus, die ein fortlaufendes Making-of des Wagens abbilden.

Das mittlerweile aus den Nutzerentwürfen erarbeitete Konzept des Fiat Mio präsentiert das Unternehmen seit einem Jahr auf Autosalons. Neben dem Designprozess stellt die Nutzermasse dem Unternehmen zugleich auch die soziale Werbe-Kampagne und Nutzerfeedback zur Verfügung noch bevor das Produkt fertiggestellt ist.

Aus der Nische in den Mainstream bewegt sich Crowdsourcing auch zunehmend deshalb, weil Nutzer auf immer mehr Kanälen ihr Feedback senden können. Verfahren wie Mass Customization vereinfachen darüber hinaus zunehmend die Fertigung von Produkten nach Kundenwünschen.

iBusiness Trendanalyse
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