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Kalter Krieg zwischen Microsoft und Google
19.01.2009 Es ist nicht nur für Verbraucher interessant, welche Anteile sich die beiden Kontrahenten gegenseitig abluchsen. Besonders im Suchmaschinenmarketing und bei Publishing-Angeboten werden auch Business-Kunden mit zwischen die Fronten getrieben. Das versteht sogar die EU-Kommission - zumindest teilweise.
Mozillas Firefox hat sich mit über 20 Prozent einen sehr guten zweiten Platz gesichert. Aus Sicht von Microsoft kann also von einem Monopol nur sehr bedingt die Rede sein. Doch in Brüssel sieht man dies ganz andres. Die Rede ist von einer 'Omnipräsenz des Internet Explorers'. Dieser schaffe möglicherweise - so Neelie Kroes' Argumentation - künstliche Anreize für Content-Provider und Softwareentwickler, Websites und Software in erster Linie für den Internet Explorer zu konzipieren. Dadurch bestehe die Gefahr, dass Wettbewerb und Innovation im Dienste der Verbraucher unterlaufen würden. Allerdings erleichtert die Wettbewerbskommissarin nicht nur Nischenanbietern wie Opera den Marktzugang, sondern mit Google auch einem Weltkonzern, der ebenfalls in Teilmärkten über monopolartige Anteile verfügt. Wie immer die Wettbewerbshüter nach Ablauf von Microsofts Einspruchsfrist weiter verfahren werden: Die große Schlacht um das Betriebssystem des Web 2.0 hat noch nicht begonnen - wohl aber ein Kalter Krieg, der an vielen Orten auf der Welt täglich geführt wird.
