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Erster Blog startet Lokalausgaben
03.09.2008 Einer der reichweitenstärksten Weblogs der USA kündigt an, künftig auch mit Regionalausgaben stärker auf lokale Ereignisse kommentierend eingehen zu wollen. Eine Strategie, in Deutschland bisher weder die Zeitungsverlage, noch die Bloggerszene fahren konnten. Lediglich das Nachrichten-Portal 'Der Westen' kommt dem nahe. Deutsche Lokalverleger sehen die Chance nicht.
Die Huffington Post geht allerdings weit über einen traditionellen Blog hinaus. Sie ist eher eine politisch meinungsbildende Online-Zeitung, die in Form eines Weblogs erscheint. Denn die Macher räumen den Kommentaren der Nutzer einen hohen Stellenwert ein.
Nun versucht sich die Blog-Zeitung also mit lokalen Ausgaben. Damit wird sie der Nachrichten-Plattform Der Westen aus der WAZ-Gruppe vergleichbar. Auch hier lautet das Konzept: Überregionales Angebot bei gleichzeitiger regionaler Diversifikation.
Doch bereits zu Beginn des Portals waren aus Verlegerkreisen skeptische Stimmen zu hören. Raimondo Sanna , Geschäftsführer Merkur-Online zweifelte schon damals daran, dass das WAZ-Konzept ein Trend für Verlage werde. Dass solch ein Portal für den Süden Deutschlands funktionieren könnte, war für Sanna außerhalb jeder Vorstellung. "In Bayern gibt es 32 Tageszeitungen, die zwar einigermaßen miteinander auskommen, aber eben untereinander konkurrieren. In einem Ballungszentrum wie München ist daher wegen des Konkurrenzkampfs zwischen den Tageszeitungen und Regionalblättern ein ähnliches Portal nicht realisierbar."
Auch der Redaktionsleiter der Sächsischen Zeitung , Thomas Schultz-Homberg , sah damals nur bedingte Erfolgschancen für das Portal. "So ein Konzept macht nur in Gebieten Sinn, in denen Ballungszentren eng nebeneinander liegen. In großflächigen Bereichen lohnt es sich schlicht nicht", war Schultz-Homberg damals der Ansicht. "In den Gebieten um Dresden herum würde sich solch ein Modell nicht für uns lohnen."
