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Marketing-Abteilungen hinken der Digitalisierung hinterher

08.06.2016 Die digitale Transformation kommt in den Marketing-Abteilungen an - doch die Unternehmen hinken bei der Umsetzung hinterher.

 (Bild: BlueJeans Network)
Bild: BlueJeans Network
In den kommenden fünf Jahren sind Big Data, konsistente Kommunikation und Aufbrechen von Silostrukturen die größten Herausforderungen für Marketingleiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insbesondere das Datenhandling bereitet den Marketing-Profis jedoch Kopfschmerzen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie zum Thema Marketing Intelligence der Unternehmensberatung ENGN   in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg  . Demnach schätzt jeder zweite befragte Marketingleiter (54 Prozent) seine Abteilung im Umgang mit Daten als ineffizient oder sehr ineffizient ein.

Obwohl den Marketingchefs das Dilemma bekannt ist, schaffen nur wenige Abhilfe: Gerade einmal ein Drittel plant für die kommenden Monate Investitionen in Marketing-Software, die das Daten-Chaos strukturieren kann.

Digitale Transformation: Kein Durchblick bei Begriffen
Herausforderungen im Marketing in den nächsten 5 Jahren.
Herausforderungen im Marketing in den nächsten 5 Jahren. (Grafik: ENGN) Quelle: http://engn.agency/
Große Unsicherheit herrscht bereits bei der Begriffsdefinition. Obwohl neun von zehn Befragten der Begriff "Marketing Intelligence" als Synonym für die digitale Transformation im Marketing bekannt ist, können ihn nur 28 Prozent genau einordnen und inhaltlich definieren. Gleichwohl sind vier von fünf Marketingmanagern überzeugt, dass durch Marketing-Intelligence-Maßnahmen Verbesserungen in der Qualität der Arbeit und der Zeit erreicht werden können. "Die Digitalisierung im Marketing führt zu rasant steigenden Datenmengen, was viele Marketingleiter überfordert. Sie haben häufig weder die nötigen Systeme noch Prozesse oder Strukturen, um der digitalen Transformation im Marketing zu begegnen - und versinken langsam aber sicher im Daten-Chaos", sagt Frank Wittich-Böcker , Director Consulting der ENGN GmbH.

Investitionen werden auf die lange Bank geschoben

Wie effizient sind Marketingabteilungen im Hinblick auf Prozesse, Datenhandling und Strukturen aufgestellt?
Wie effizient sind Marketingabteilungen im Hinblick auf Prozesse, Datenhandling und Strukturen aufgestellt? (Grafik: ENGN) Quelle: http://engn.agency/
Maßnahmen, um die Defizite zu beseitigen, werden allerdings nur wenige getroffen. Media- und Digital-Asset-Management-Systeme (MAM/DAM), in denen alle Daten wie Bilder, Texte und Produktdaten zentral vorgehalten werden, nutzen aktuell lediglich 23 Prozent der Marketingleiter. Obwohl hier dringend Handlungsbedarf besteht, plant nur rund ein Drittel der Befragten für die nächsten zwölf Monate Budget für Marketing-Software ein. "Die Marketingleiter sind noch erstaunlich zurückhaltend, was die Investition in Systeme zum Datenhandling angeht. Wer sich auf die digitale Transformation im Marketing mit den richtigen Systemen, Strukturen und Prozessen frühzeitig einstellt, wird in Zukunft trotz steigender Komplexität die Kosten reduzieren können und dabei Qualität und Timing im Griff haben", so Wittich-Böcker.
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