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Digital Asset Management: Fünf Erfolgsfaktoren für Online-Shops

17.10.2016 Onlineshopper wünschen sich in Shops ausführliche, aktuelle Informationen - nicht nur in Bild und Wort, sondern immer häufiger auch in Form von Videos. Visuelle Inhalte sind jedoch nur einer von fünf wesentlichen Erfolgsfaktoren für Onlineshops. Um sie umzusetzen, bedarf es geeigneter Technologien. Bewährt hat sich Digital Asset Management, dessen Bedeutung kontinuierlich wächst.

 (Bild: Pinterest)
Bild: Pinterest
Im September 2016 wurden zum zweiten Mal die besten Onlineshops Deutschlands   ausgezeichnet. Neben Preis-Leistungsverhältnis, Angebot und Kundenservice bewerteten die befragten Kunden auch den Internetauftritt. Ob dieser bei den Kunden ankommt, hängt von vielen Aspekten ab - und ist daher eine vielschichtige Herausforderung. Bei Onlineshops kommen in der Regel mehrere Systeme zum Einsatz, etwa Produktinformationsmanagement- (PIM) und Content-Management-Systeme (CMS). Sie halten unterschiedliche Daten vor, die für die Darstellung der Produkte im Onlineshop zusammengeführt werden müssen. Zudem sehen sich Betreiber von Onlineshops und Händlerportalen mit wachsenden Content-Mengen konfrontiert. Die Kunden wünschen sich ausführliche, stets aktuelle Informationen - nicht nur in Bild und Wort, sondern immer häufiger auch in Form von Videos. Visuelle Inhalte sind jedoch nur einer von fünf wesentlichen Erfolgsfaktoren für Onlineshops. Um sie umzusetzen, bedarf es geeigneter Technologien. Bewährt hat sich Digital Asset Management (DAM), dessen Bedeutung kontinuierlich wächst.

1. Konsistente Bildsprache

Für eine optimale Customer Experience sind konsistente Produktdarstellungen essentiell. Produzenten und Händler verwenden viel Zeit und Geld darauf, hochwertige Bilder zu erstellen oder zu erwerben. Mit einem DAM-System können Unternehmen vermeiden, dass veraltete, nicht freigegebene oder gar falsche Produktbilder zum Einsatz kommen. Dazu organisiert ein DAM-System Content wie Dokumente, Bilder oder Videos als Assets mit Metadaten, Versionen und Beziehungen - anders als ein CMS, dessen Aufgabe darin besteht, redaktionellen Content auf Webseiten, Blogs und E-Shop-Seiten zu publizieren. Innerhalb des DAM-Systems lassen sich korrekte Versionen kennzeichnen und dadurch schnell und zuverlässig finden. Durch die Anbindung an das CMS sind sie mit nur einem Klick an allen relevanten Stellen austauschbar. DAM kann zudem dafür sorgen, dass Bild- und Videomaterial auf allen Kanälen und Endgeräten performant ausgeliefert wird.

2. Optimale Workflows

 Digital Asset Management: Optimierung des Auslieferungsprozesses am Beispiel der Canto-Software Cumulus
Digital Asset Management: Optimierung des Auslieferungsprozesses am Beispiel der Canto-Software Cumulus (Grafik: Canto)
Nicht nur der für den Kunden sichtbare Teil des Shops entscheidet über dessen Erfolg, sondern auch die Prozesse im Hintergrund. Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen erlauben effizientere Workflows - etwa im Zusammenspiel von DAM und PIM. Klickt ein Kunde auf ein Produkt, werden anhand der Produkt-ID die im DAM vorhandenen Bilder ermittelt. Anhand der festen Rollen- und Nutzerkonzepte im DAM-System ist sichergestellt, dass alle Inhalte bereits freigegeben wurden. Die verfügbaren Bilder werden vom DAM-System ausgeliefert, während das PIM-System die notwendigen Produktinformationen liefert und über das Enterprise Resource Planning (ERP) weitere Informationen wie den Preis ermittelt. Der Kunde erhält unmittelbar alle gewünschten Inhalte. Gleichzeitig ist der dahinterliegende Prozess effizient und sicher.

3. Reibungslose Informationsflüsse

Werden wichtige Informationen nicht gemeinsam abgespeichert, ist die Folge meist ein sofortiger Informationsverlust. Solche Informationen können Keywords, Copyright-Details oder Verwendungsnachweise sein. Bei der Shop-Optimierung und vor allem mit Blick auf SEO ist es essentiell, die korrekten Metadaten wie ALT-Tags anzugeben. Deshalb sollten die notwendigen Metadaten zentral an einer Stelle verwaltet und immer an der Datei abgespeichert werden, was mit einem DAM-System möglich ist.

4. Wahrung von Lizenzrechten

Gleiches gilt für Angaben zu verschiedenen Produktversionen und Lizenzinformationen. DAM stellt die erforderlichen Tools bereit, um Urheber- und Lizenzvereinbarungen zu dokumentieren, den Überblick über die Verwendung der Inhalte zu behalten und es hilft, Prozesse zu etablieren, die Mitarbeiter zwingen, sich an die Richtlinien zu halten. Denn Bilder, Videos und andere Inhalte ohne eine gültige Lizenz zu verwenden, stellt ein hohes Risiko dar - und kann Unternehmen teuer zu stehen kommen.

5. Ressourcenschonende IT-Strukturen

Ohne DAM erstellen die eingesetzten Systeme wie CMS oder PIM ausgehend von der Originaldatei verschiedene Varianten, um sie an den Shop auszuliefern. DAM verschlankt diesen Prozess insofern, als dass es die digitalen Assets im Original vorhält und sie jeweils bei Bedarf konvertiert und nur temporär vorhält. So vermeiden Betreiber von Online-Shops, dass das ursprüngliche Asset mehrfach und voneinander abweichend unter großem Speicherplatzbedarf in den einzelnen Systemen vorliegt. Durch die Verbindung von DAM mit spezifischen Cloud-Lösungen können sie zudem die Bandbreitenbelastung bei jedem einzelnen Website-Aufruf reduzieren.

Digital Asset Management hilft, digitale Inhalte zu koordinieren und andere Systeme zu orchestrieren. Das Ergebnis sind ein konsistenter und damit professioneller Auftritt des Onlineshops sowie angeschlossener Kanäle, optimierte Workflows, Rechtssicherheit, Zeit- und Kostenersparnis.


iBusiness-Autor Andreas Mockenhaupt ist Director of Canto Professional Services bei der Canto GmbH  
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