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Schlacht um Anteile: Symbian versus Android

25.06.2008 Nokia versus Google: Jetzt zeigen die Finnen dem Suchmaschinenquasimopolist wo der Hammer hängt und holen dazu sogar die Konkurrenz ins Boot. Mit einem Stiftungsmodell soll der Standard Symbian auf Googles Android-Allianz gestärkt werden. Nokia verteidigt damit präventiv seine Marktstellung.

Im Wettbewerb um das führende mobile Betriebssystem der Zukunft ist Nokia   nun einen weiteren Schritt gegeangen, um sich auf Googles   Markteintritt mit dessen offenen Standard Android   vorzubereiten. Dazu hat Nokia die restlichen 52 Prozent an Symbian erworben, um eine nicht-kommerzielle Stiftung zu gründen, die den Standard weiter voranbringen soll.

Die bisher insgesamt 22 Unternehmen, die unter der Federführung von Nokia an Symbian   beteiligt waren, werden weiterhin kostenlos auf die Leistungen in Kürze gegründeten Stiftung Symbian Foundation   zurückgreifen können. Mobilfunker, Handyhersteller und andere Marktteilnehmer können gegen eine jährliche Lizenzgebühr von 1.500 Dollar der Stiftung beitreten - wie etwa Ericsson  , Vodafone  , AT & T  , NTT Docomo  ,Texas Instruments   und Nokia. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Google für seine unter dem Dach der Open Headset Alliance   versammelten Android-Entwicklung über 30 weitere Mitsreiter gewonnen, unter denen sich so prominente Namen wie China Mobile  , LG  , HTC  , T-Mobile   oder Ebay   finden.

Damit hat auf dem Markt für Smartphones ein ähnliches Duell zwischen Betriebssystemen eine neue Runde erreicht, wie es aus dem PC-Markt bekannt ist. Der Unterschied: Bisher gibt es für Nokia und Co noch gute Chancen, um gegen das Schwergewicht Google und seine Partner bestehen zu können. Bisher hat Symbian einen Marktanteil von 67 Prozent bei den Betriebssystemen für Telefone. Microsoft   folgt mit 13 Prozent, der Standard des Blackberry-Herstellers Research in Motion, RIM   wird von 10 Prozent der Nutzer verwendet und Apple   ist mit seinem System für das iPhone ein weiteres der derzeit aktiv im Markt konkurrierenden Systeme. Momentan sind zehn von 100 handys weltweit Smartphones. Wie sich der Markt, der bis 2013 einen Smartphone-Anteil von über 30 Prozent erreichen soll, weiterentwickelt, ist derzeit schwer abzuschätzen. Weitere Verschiebungen bei den Allianzen und damit abtrünnige Firmen aus den verschiedenen Lagern scheinen fast unumgänglich.
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