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Googles Handy-Pläne: "Die offene Plattform hat einen Web 2.0-Ansatz"
06.11.2007 Seit heute ist es offiziell: Mit der offenen Entwicklungsplattform Android will Google den Handy-Markt erobern. Experten sehen darin einen Trend für die gesamte Mobilfunk-Branche.
Ziel der Allianz laut Google, "Innovationen auf mobilen Endgeräten voranzutreiben und Konsumenten bessere Anwendungen auf ihren Mobiltelefonen zur Verfügung zu stellen". Von Android soll es schon in der kommende Woche eine Vorabversion eines Developer-Kits geben. 2008 könnten dann die ersten Mobilgeräte mit dem Google-Betriebssystem in den Geschäften stehen.
Nokia und Vodafone haben sich bis jetzt nicht in die Allianz eingefunden. Doch hat der Suchmaschinengigant auch so das Zeug dazu, die Platzhirsche des Mobilgeschäftes vom Thron stürzen? Marc Wächter , Vorsitzender der Fachgruppe Mobile des BVDW und Geschäftsführer der MWC Consulting , glaubt das: "Zunächst ist diese Allianz von über 30 Partnern ein weiterer starker Impuls in Richtung Etablierung des Mediums "Mobile", und das allein wird eine enorme Schubkraft und damit Auswirkungen haben. In erster Linie richtet sich dieses geplante offene Betriebssystem gegen die jahrelangen Bemühungen von Microsoft und Symbian . Nokia und Vodafone haben in diesem Kontext ihre Interessen und arbeiten auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Allianzen. Im Endeffekt werden so mehrere Plattformen und damit mehr Wettbewerb forciert - was letztendlich dem Verbraucher zugute kommt."
Trotzdem sieht er turbulenten Zeiten entgegen: "Wirklich eine spannende Initiative, nun geht der Weg von der proprietären Lösung hin zur offenen Plattform - Customization wird wieder nebensächlich. Das wird den Markt sicher verändern."
Der Zweck, den Google verfolgt ist auch klar: "Google will die "Mobile Internet" Wahrnehmung verbessern und sich so einen Großteil der drei Milliarden Handys für seine Advertising-Plattform erobern. Bei dem Potenzial wirkt der PC-Markt im Vergleich ausgeschöpft. Des Weiteren möchte Google natürlich seine eigenen Dienste mobil optimal verfügbar machen - wie GMail, Google Talk oder auch YouTube ", so Wächter.
