Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Studie: Welche Werbung in Social Networks besonders gut funktioniert

von sr

26.10.2007 Laut einer aktuellen US-Studie gibt es mehrere Branchen, für die sich Online-Werbung in Social Networks besonders lohnen dürfte. In Deutschland spricht die Erfahrung der Community-Betreiber dagegen eine etwas andere Sprache. Demnach hängt hierzulande der Erfolg von Online-Werbung in Social Networks und Communities nicht unbedingt von der Branche des Werbetreibenden ab, sondern viel mehr von der Art der Werbung.

Anbieter und Händler von Luxusgütern, Schmuck, Accessoires und Musik sollten möglichst viele Marketing-Budget für Werbung in Social Networks verbraten. Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Studie der US-Marktforscher ComScore    nahe. Die Marktforscher haben untersucht, wie hoch der Anteil an Nutzer von Social Networks unter den Besuchern von ECommerce-Angeboten aus zehn verschiedenen Bereichen ist. Und daraus dann einen so genannten 'Social Networkers Index' ermittelt.

Der Studie nach erreicht dieser Index mit einem Wert von 219 Punkten in der Kategorie 'Musik' den höchsten Wert. ComScore argumentiert, dass Nutzer von Social Networks besonders Musik-affin sind und gerne Online-Angebote rund um Musik wie die Websites von CD-Händlern und Download-Plattformen besuchen. Damit dürfen diese Anbieter auch auf überproportionale Resonanz auf ihre Online-Werbung in Social Networks hoffen, schlussfolgern die Marktforscher.

Ebenfalls überdurchschnittlich lohnen soll Werbung von Händler und Herstellern von Schmuck, Accessoires und Luxusgütern (Indexwert: jeweils 203 Punkte). "Besucher von Social Networks besuchen deutlich öfter ECommerce-Angebote von Musik-Anbietern und Händlern von Luxus-Gütern", fasst ComScore die Untersuchung zusammen. Generell gelte zudem, dass Networker generell mehr Interesse an E-Commerce zeigen. So haben im August 2007 laut der Studie 80 Prozent aller US-Surfer Online-Shops besucht. Unter den Social Networkern liegt dieser Wert mit 95 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Als Social Networker gelten laut ComScore Internetnutzer, die mehr als 20 Prozent ihrer Online-Zeit in Communities investieren.










Die beliebtesten ECommerce-Angebote
unter US-amerikanischen Nutzern
von Social Networks
BrancheBesucher allgemeinSocial NetworkerAnteil der Social NetworkerIndexwert
Musik23,98 Millionen6,82 Millionen28,5 Prozent219
Luxusgüter17,12 Millionen4,53 Millionen26,5 Prozent203
Kleidung61,18 Millionen15,15 Millionen24,8 Prozent190
Tickets42,89 Millionen10,53 Millionen24,5 Prozent189
Consumer Electronics49,11 Millionen11,71 Millionen23,9 Prozent183
Sports/Outdoor29,20 Millionen6,96 Millionen23,8 Prozent183
PC-Software24,13 Millionen5,71 Millionen23,7 Prozent182
Bücher62,27 Millionen14,70 Millionen23,6 Prozent181
Filme27,04 Millionen6,31 Millionen23,4 Prozent179
PC-Hardware67,44 Millionen15,28 Millionen22,7 Prozent174
Quelle: ComScore

In Deutschland glauben Community-Betreiber nicht unbedingt daran, dass sich allgemein gültige Aussagen darüber treffen lassen, welche Werbetreibende in Social Networks am meisten Erfolg haben dürften. "Wie erfolgreich Online-Werbung in Networks ist, hängt vom Thema der Community und einer intelligenten Einbindung der Werbung ab", weiß etwa Daniel Grözinger , Geschäftsführer des Hamburger Dienstleisters Internet Consumer Services  .

 (Bild: Hightext)
Bild: Hightext

Grözinger betreibt mit Verwandt   selbst eine Community, wo Internetnutzer Familienstammbäume pflegen und die Verwandtschaft erkunden können. Seiner Erfahrung nach lassen sich die Ergebnisse der ComScore-Studie auf seine Community nicht übertragen. So würden zwar junge Nutzer seiner Community bestimmt auf Werbung rund um Musik ansprechen. Viele ältere Nutzer dagegen zeigen an diesem Thema wiederum gar kein Interesse.

Ihm zufolge basiert der Erfolg von Werbung in Social Networks nicht auf der Branche des Werbetreibenden, sondern der Art der Werbung. "Nutzer von Social Networks verbringen viel Zeit damit, ihr Profil zu pflegen und Nachrichten zu schreiben", argumentiert er. "Klassische Banner-Werbung hat damit kaum Erfolg, da sie Nutzern beim Networking erst gar nicht auffällt."
Grözinger rät Community-Betreibern vielmehr, "intelligente Online-Werbung" anzubieten: Individualisierte Werbung auf Basis der Profildaten. So plant Verwandt.de etwa, dass ein Nutzer Werbung bekommt, sobald zum Beispiel seine Oma aus Hamburg Geburtstag hat. Beworben werden könnte dann etwa ein Bildband mit Aufnahmen aus der Hansestadt.

Bereits im September kam eine iBusiness-Analyse zu dem Ergebnis, dass Page Impressions und Visits keine aussagekräftigen Kennzahlen sind, um Werbung in Social Networks zu vermarkten. Weitere Hintergrundinformationen lesen iBusiness-Premium-Mitglieder (und solche die es jetzt werden in Ausgabe 20/2007 der iBusiness Executive Summary

Thema: Studie: Welche Werbung in Social Networks besonders gut funktioniert

Kommentar von sr

Ende des Gießkannen-Prinzips

In Deutschland begreifen viele Mediaplaner und Kreative die Stärken von Online-Werbung immer noch nicht. Deshalb wird nach wie vor ein (statisches) Werbemittel aufgesetzt, mit dem Internetnutzer dann so lange bombardiert werden, bis sie - so hoffen die Werber - ihren Widerstand endlich aufgeben und das tun, wozu sie - nach Meinung der Werber - da sind: einkaufen. Doch es gibt ein schwaches Licht am Endes dieses düsteren Tunnels.

Weiterlesen
 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: