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Fortsetzung folgt

von sr

30.11.2007 Finger weg von StudiVZ: Mit diesen Worten hatte ich vor knapp drei Monaten Werbekunden vor dem Studenten-Portal gewarnt, als angeblich Kampagnendaten ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben worden waren. Zum Besseren gewendet hat sich seitdem nicht viel. Nach wie vor gilt: Bevor ein Unternehmen Werbung auf dem reichweitenstärksten Online-Portal Deutschlands schaltet, sollten sich die Werber der möglichen Konsequenzen bewusst sein.

"Im Web 2.0 herrscht Anarchie": Das bekommt man immer wieder von Unternehmen zu hören, die sich im Umgang mit Bloggern oder schlechter PR im Web 2.0 die Finger verbrannt haben. Doch während man im Web 2.0 mit der nötigen Sensibilität durchaus erfolgreiches Marketing betreiben kann, habe ich bei StudiVZ   inzwischen die Hoffnung aufgegeben.

Ein Streifzug durch das Studentenportal zeigt erschreckend auf, wie viele geschmacklose, gewaltverherrlichende und fremdenfeindliche Inhalte dort ihre Zielgruppe treffen. Denn die meisten der von uns besuchten Gruppen wie etwa die 'Soldatenhelden' oder die 'Ostfront' haben eine deutlich dreistellige Mitgliederzahl. Von Einzelfällen kann also kaum noch die Rede sein.

Und wer bitte schön will in diesem Umfeld seine Werbung sehen? Zwischen der "glorreichen deutsche Vergangenheit" und dem "tugendhaften Erbe"? Jeder Anzeigeninteressent ist gut beraten, mit seinem Werbemittel und Budget möglichst schnell das Weite zu suchen. Nicht zuletzt, weil StudiVZ nicht den Eindruck macht, das Übel an den Wurzeln packen zu wollen. Würde sich niemand über die Nazi-Inhalte beschweren, dann würde StudiVZ wohl auch kaum Inhalte überprüfen. Was für eine Aussicht für Werbekunden: Erst wenn alles schief geht, dürften diese dann auf eine Reaktion hoffen. Vielleicht aber auch besser so. Denn wenn die Verantwortlichen selbst aktiv werden, droht nur das nächste Desaster: sei es etwa in Form von heimlich weiter gegebenen Kampagnendaten.

Die Fortsetzung im studentischen PR-Desaster - da bin ich mir sicher - wird nicht lange auf sich warten lassen.
Thema:

Nazi-Propaganda: StudiVZ hat mit braunen Gruppen zu kämpfen

Das von Holtzbrinck für eine Millionen-Summe übernommene Web-2.0-Portal StudiVZ kommt nicht zur Ruhe. Nachdem die Macher des Studi-Netzwerks erst kürzlich selbst mit ekelerregenden Viral-Videos für Schlagzeilen sorgten, sind nun wieder die Mitglieder der Community an der Reihe: Weswegen die Portal-Betreiber derzeit gegen braune Gruppen und Postings ankämpfen müssen.

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 (Bild: StudiVZ.de)
Bild: StudiVZ.de

Kommentar von sr

Fortsetzung folgt

Finger weg von StudiVZ: Mit diesen Worten hatte ich vor knapp drei Monaten Werbekunden vor dem Studenten-Portal gewarnt, als angeblich Kampagnendaten ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben worden waren. Zum Besseren gewendet hat sich seitdem nicht viel. Nach wie vor gilt: Bevor ein Unternehmen Werbung auf dem reichweitenstärksten Online-Portal Deutschlands schaltet, sollten sich die Werber der möglichen Konsequenzen bewusst sein.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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