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Otto und JD.com beenden Joint-Venture Zitra

17.08.2018 Nach knapp drei Jahren beenden der Otto-Konzern   und der chinesische Onlineriese JD.com   ihre Kooperation am gemeinsam betriebenen B2B-Marktplatz Zitra  . Grund seien "unterschiedliche Vorstellungen in der strategischen Ausrichtung" der Plattform.

 (Bild: Screenshot: Hightext Verlag)
Bild: Screenshot: Hightext Verlag
Auf Nachfrage der Redaktion erklärt Otto, dass die gemeinsamen Geschäfte bereits im Februar diesen Jahres eingestellt wurden. Ausstehende Aufträge werden noch abgewickelt, so dass sich die "Übergangsphase" bis zur vollständigen Schließung von Zitra noch eine Weile hinziehen wird. Eine weitere Kooperation mit JD.com plane Otto derzeit nicht, der Konzern kann sich aber künftig eine Zusammenarbeit mit dem Chinesen "an anderen internationalen Projekten" vorstellen.

Der B2B-Marktplatz Zitra war ursprünglich eine Tengelmann  -Beteiligung. Otto erwarb 2014 Mehrheitsanteile an dem Unternehmen und setzte zur Expansion externe Kapitalgeber ein. 2015 stieg JD.com bei Zitra mit einem zweistelligen Euro-Millionen-Betrag ein. Zuletzt war Zitra kein Marktplatz mehr, sondern positionierte sich als Vertical-Integrator für internationale B2B-Marktplätze.

Im Juli hatte Richard Liu , Gründer und Vorstandschef von JD.com, angekündigt, noch in diesem Jahr mit einem Verkauf in Europa starten zu wollen. Bis Ende des Jahres soll die ausgearbeitete Strategie zur Erschließung des Marktes stehen. Auch ein eigenes Büro in Deutschland soll noch 2018 eröffnen. Der Angriff auf den deutschen E-Commerce stehe somit unmittelbar bevor. JD.com   wie auch Alibaba   bauen aktuell an der Logistikinfrastruktur für einen Marktstart in Europa.
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