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ChatGPT flutet Free-Accounts mit Werbung - Advertiser zweifeln am Nutzen

25.03.2026 OpenAI rollt Werbung in ChatGPT breit aus - doch erste Erfahrungen zeigen: Nutzer sehen teils bei jedem Prompt Ads, während Werbetreibende den Erfolg kaum messen können.

 (Bild: Sebastian Halm/ChatGPT)
Bild: Sebastian Halm/ChatGPT
Seit Februar experimentiert OpenAI in den USA mit Werbung in der kostenlosen und in der Go-Version von ChatGPT - nun steht der generelle Roll-Out für US-Nutzer offenbar unmittelbar bevor. "In den kommenden Wochen" gehe das System in den Regelbetrieb, erklärte OpenAI   gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei soll der Erfolg der Chat Ads bislang eher mäßig sein, berichtet Onlinemarketing.de   unter Berufung auf US-Quellen. Nutzer ärgern sich über eine viel zu hohe Werbe-Frequenz, Werbetreibende bemängeln dagegen die Qualität der Performance-Daten. Zudem fehlen zentrale Funktionen wie automatisierter Mediaeinkauf oder detaillierte Auswertungen. Für Agenturen bedeutet das: Die Plattform bietet zwar Zugang zu einer neuen Touchpoint-Kategorie, bleibt aber schwer steuerbar und kaum skalierbar.

Parallel mehren sich kritische Stimmen zur Werbeintegration. Der SEO-Experte Glenn Gabe berichtet, dass bei ihm mit einem Free-Account bei nahezu jedem Prompt Anzeigen erscheinen. Auch Emily Forlini von PC Mag   kritisiert die Umsetzung: Anzeigen seien teilweise überdimensioniert oder thematisch unpassend. Als Beispiel nennt die Redakteurin eine Werbung für die Design-Software Canva  , die ohne erkennbaren Kontext in einem Chat auftauchte.

OpenAI setzt auf Skalierung des Werbegeschäfts

Trotz der Kritik treibt OpenAI die Monetarisierung weiter voran. Geplant ist unter anderem eine stärkere Ausspielung von Anzeigen sowie neue Optionen für Advertiser, ihre Reichweite aktiv zu erhöhen. Unterstützung kommt dabei von Dave Dugan , ehemals bei Meta  , der den Ausbau des Ad-Geschäfts mitverantwortet. Ziel ist es, schneller Strukturen aufzubauen, die mit etablierten Plattformen konkurrieren können.

Gleichzeitig wächst der Druck durch Wettbewerber. Anbieter wie Google   integrieren Werbung zunehmend in ihre AI-Produkte, während Tools wie Perplexity   und Claude   bewusst werbefrei bleiben. Laut Fortune   unter Berufung auf Daten von Larridin   verschiebt sich die Nutzung bereits: Nutzer greifen häufiger zu Claude als zu ChatGPT.
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