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Ticketing: Gerichtsurteil stärkt E-Commerce
05.05.2009 Unternehmen müssen immer öfters hinnehmen - oftmals gezwungen durch ein Gerichtsurteil - dass ihre Produkte auch gegen ihren Willen über das Internet vertrieben werden. Einen solchen Sieg hat jetzt Seatwave gegenüber Schalke04 errungen.
Seatwave ist eine Second-Hand-Plattform für Eintrittskarten und war gegen den FC Schalke 04 im Wege eines einstweiligen Verfügungsverfahrens vorgegangen, da der Fußballclub wie viele andere Bundesligavereine seinen Fans droht, dass Tickets ungültig werden, wenn sie über nicht "autorisierte" Internetplattformen verkauft werden. "Ein Käufer erwirbt auch dann ein gültiges Ticket, wenn die AGB des Vereins ein Veräußerungsverbot enthalten - dies gilt selbst dann, wenn sich auf dem Ticket der Vermerk findet, das Ticket verliere bei einem Weiterverkauf seine Gültigkeit. Die Entscheidung setzt zudem einen weiteren Meilenstein für die Durchbrechung des Verkaufsmonopols der Bundesliga-Vereine", erläutern die Anwälte, Philipp Plog und Mona Bandehzadeh .
Damit ist Schalke innerhalb weniger Wochen das zweite Unternehmen, dass seine Vertriebskanäle auf Grund eines Gerichtsurteils nicht exklusiv beschränken darf. Wie iBusiness berichtete, darf der Markenartikler Sternjakob , der unter anderem Schulranzen der Marke Scout herstellt, Händlern künftig nicht mehr den Verkauf seiner Produkte über den Onlinemarktplatz Ebay verbieten. Das hat das Landgericht Berlin (AZ 16 O 729/07) entschieden.
