Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Onlineetats: Welche Autohersteller nun investieren
03.11.2008 Eine der derzeit krisenanfälligsten Branchen gibt tendenziell positive Signale. Die Ausgabenplanung für Onlinewerbung, SEM-Kampagnen und die Relaunches ist zwar noch nicht bei allen Herstellern abgeschlossen. Doch mit Citroën und Porsche finden sich zwei definitiv investitionswillige Firmen.
Gute Nachricht bei Porsche : In Zuffenhausen wird wohl eher geklotzt, denn gekleckert. "Porsche setzt seine umfangreichen Online-Aktivitäten uneingeschränkt fort. Sie haben große Bedeutung für die Kundenansprache, lenken die Aufmerksamkeit auf neue Produkte sowie Dienstleistungen und steigern die Markenbekanntheit", sagt Porschesprecher Heiner von der Laden gegenüber iBusiness.
Die Nachbarn aus Stuttgart schweigen zu der Entwicklung der gesamten Etats: Während Daimler zu Budgets für Onlinewerbung, SEM und Relaunchfrequenz keine Angaben geben will, bewiesen die Stuttgarter in jüngster Zeit allerdings noch Investitions- und Umsetzungswillen beim Thema Mobile. Nachdem Daimler den Daimler-Blog auf mobile Geräte portieren ließ und neben der moderierten Form auch Informationen für Investor Relations anbietet, haben die Schwaben seit Mitte Oktober ihre Aktivitäten im Mobile Marketing verstärkt und das Markenportal Mercedes-benz.mobi aufgebaut. Dort werden Angebote wie Mercedes-Benz TV und die Musik-Download-Plattform Mixed Tape zusammengeführt, um "den direkten Dialog mit einer wachsenden Zielgruppe zu verstärken", wie sich Dr. Olaf Göttgens , Vice President Brand Communications Mercedes-Benz Cars, zitieren lässt. Was die Zukunft der Etats angeht, möchte man sich derzeit aber nicht entlocken lassen.
Das Gros der übrigen Hersteller möchte sich entweder ebenfalls nicht äußern, oder verweist auch die erst in einigen Wochen abgeschlossenen Etatplanungen und die noch nicht absehbaren monetären Folgen aus dem Geschäft mit den Endkunden. Allerdings deuten auch vorsichtige Firmen an, dass zumindest die Onlineausgaben nicht sinken werden, was im Falle der Werbung in anderen Mediengattungen andres ausschauen dürfte.
So heißt es bei Citroën , dass das gesamte Marketingbudget für 2009 wohl niedriger ausfallen werde. "Das Engagement in eher breit streuenden Medien wird zugunsten präzis steuerbarer Kampagnen zurückgefahren", so ein Sprecher gegenüber iBusiness. "Das spricht eindeutig für den Kanal Online", bekräftigt man in der Kölner Deutschlandzentrale das Engagement in den digitalen Medien.
Bei den Zulieferern der Autoproduzenten ist noch nicht klar, wie sich Onlineausgaben entwickeln werden. Bei Continental etwa, stehen die Etats für 2009 noch nicht fest. Allerdings wird Conit-Vorstandschef Dr. Karl-Thomas Neumann "nicht dringend erforderliche Investitionen auf Eis" legen lassen, wie er anlässlich des jüngsten Quartalsberichts mitteilte. Auch bei Zulieferer Bosch ist unklar, ob die Budgets in einigen Wochen niedriger ausfallen werden. Man müsse die Entwicklung der Auftragslage erst noch abwarten, heißt es in der Firmenzentrale.
