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Warum immer mehr Autohersteller auf mobile Auftritte setzen

10.06.2008 Daimler ist schon aktiv; jetzt startet Mitsubishi in Deutschland ein mobiles Portal. Auch Skoda ist mit einem Mobil-Portal vertreten. Denn neben Produkt- und Firmeninfos sollen die Nutzer vor allem von Location Based Services profitieren.

 (Bild: MITSUBISHI MOTORS Deutschland GmbH)
Bild: MITSUBISHI MOTORS Deutschland GmbH
Es geht längst nicht mehr nur um Neuigkeiten zu Modellen der Hersteller: Während die Marke Daimler   ihren Daimler-Blog   auf mobile Geräte portieren ließ und neben der moderierten Form auch Informationen für Investor Relations anbietet, will Mitsubishi neben Kontakten zu Händlern und Vertragswerkstätten auch allgemein Nutzwertiges anbieten. Der Nutzer möchte eben nicht nur reine Produktinfos. Wie bei einem modernen Kundenmagazin "erwarte der Kunde einiges mehr zu erfahren, als über das Unternehmen und die Fahrzeugpalette", heißt es bei Mitsubishi  .

Dabei hat man in der Deutschlandzentrale des Autobauers gründlich überlegt, ob und wann man diesen Service überhaupt anbieten solle. "Zunächst haben wir uns gefragt: Gibt es diese Kunden überhaupt und uns anfangs gegen ein Mobilportal gewehrt", sagt Online-Marketer Henrik Luijenijk gegenüber iBusiness. "Aber wir haben festgestellt, dass die Nutzung von Mobil sehr zugenommen hat. Zudem sind sowohl die Preise für die Endnutzer, als auch die Preise der Dienstleister rapide gefallen. Also war es an der Zeit auch im mobilen Web Präsenz zu zeigen", so Luijenijk. Dabei wollte man bei Mitsubishi bewusst auf Mehrwert setzen und fügte Branchenbuch- und Telefonbuchfunktionen hinzu. Der Rest des Contents kommt von bereits existierenden Webseiten des Unternehmens, die man geringfügig modifiziert - und damit kostengünstig - übernehmen kann.

Auch beim großen Stuttgarter Konkurrenten setzte man das Daimler-Blog in diesem Jahr auch mobil um. Wie bei Mitsubishi der Dortmunder Dienstleister Adesso    die Umsetzung. Im Unterschied zu Mitsubishi setzt der schwäbische Hersteller auch auf Investor-Relations-Infos; angesichts der Tatsache, dass Mobilgeräte meist nur kurzzeitig genutzt werden - etwa beim Warten am Flughafen - ein interessantes Feature auch für spitzere Zielgruppen.

Auch die zum VW-Konzern gehörende Marke Skoda   bietet seit diesem Jahr einen mobilen Service für Fans der Traditionsmarke. Neben Produktinfos werden auch hier nutzwertige Zusatzdienste angeboten, etwa Staumeldungen und eine Telefonauskunft. Ein Zugang zur Skoda-Gebrauchtwagenbörse dürfte für die Nutzer sehr interessant sein. Wie bei Mitsubishi sind ärztliche Notdienste und Apotheken ebenfalls direkt erreichbar.

Das Wolfsburger Mutterhaus VW   geht mit seinem Portal My Volkswagen   einen etwas anderen Weg. Allerdings: Nur wer einen VW ab Baujahr 2000 fährt und die Gestellnummer angeben kann, kann den Service des Webportals nutzen, das auch mobile Services beinhaltet.
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