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Es ist alles gleich

13.04.2007 Es war schon immer so: Wenn ein Mitarbeiter einer Interaktiv-Agentur sich finanziell verbessern wollte, dann mußte er entweder ein eigenes Unternehmen gründen, in ein Kundenunternehmen gehen oder die Branche wechseln. Denn nirgends wurde so schlecht bezahlt wie bei den Interaktiven. Das ist jetzt anders geworden. Zumindest ein bisschen.

Angestellte von Webbuden sind weder in der IT noch im Marketing so richtig angesehen gewesen: Denn für die IT-Freaks waren die Interaktiven nie real Programmers - und für die Werber (wegen zuviel technischen Verständnisses) zuwenig kommunikativ. Wobei zu allem Überfluss unter 'Webbude' alles verstanden worden ist, was irgendwie mit Internet zu tun hatte: Die zwei Mann umfassende HTML-Schmiede am WG-Tisch genauso wie die hippe interaktive Großagentur aus den Topten des New Media Service Ranking.

So kränkelten die interaktiven Gehälter stets zwanzig bis dreißig Prozent unter den vergleichbarer Berufgruppe in IT, PR oder Werbung. Bis auf einmal alle kommunikativen Berufe mehr oder weniger mit dem Internet zu tun bekamen (z.B. so  ). Bis es in der IT immer mehr um Webservices statt um Fortran-Anwendungen ging. Bis der Bubble 1.0 überwunden war und jetzt - oh Wunder - die Leute fehlen, den Boom zu wuppen.

Inzwischen muss für Leute, die in der IP-Technologie zuhause sind, digitale Kommunikationskonzeptionen beherrschen, Projekte mit fünf Mediensorten steuern können und mehrstufige Shopping- und interaktive Direktmarketingkampagnen entwickeln müssen, schon fast so viel zahlen wie für einen hippen Werber, der in einem coolen Agenturnetzwerk arbeitet, das letztes Jahr fast die Goldene Ananas von Posemuckel gewonnen hat. Fast.

Aber das liegt nicht mehr nur unbedingt daran, dass diese Internet-Kommunikation eben nur ein Auch-Rubrik bei den Kommunikationsawards ist. Sondern einfach daran, dass die führende inhabergeführte Werbeagentur die Hälfte mehr Umsatz macht als Deutschlands größte Interaktiv-Agentur. Und dass es viel mehr Werbe- und PR-Agenturen gibt, die in internationalen Netzwerken hängen, als Interaktive.
Thema:

Gehaltsanalyse: Wieviel Multimedia-Professionals im Schnitt verdienen

Einer aktuellen Untersuchung steigen derzeit die Gehälter für Mitarbeiter in den Bereichen Werbung, Marketing und Vertrieb deutlich an. Besonders freuen über diese positive Entwicklung können sich Multimedia-Professionals. Dank dem akuten Fachkräftemangel können Webdesigner oder Programmierer mit Gehaltszuwächsen von bis zu sieben Prozent rechnen.

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 (Bild: SXC.hu/Rodolfo Clix)
Bild: SXC.hu/Rodolfo Clix

Kommentar von Joachim Graf

Es ist alles gleich

Es war schon immer so: Wenn ein Mitarbeiter einer Interaktiv-Agentur sich finanziell verbessern wollte, dann mußte er entweder ein eigenes Unternehmen gründen, in ein Kundenunternehmen gehen oder die Branche wechseln. Denn nirgends wurde so schlecht bezahlt wie bei den Interaktiven. Das ist jetzt anders geworden. Zumindest ein bisschen.

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 (jg)
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