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Google drängt ins Mediaplanung-Geschäft

27.06.2008 Ab sofort will der Suchmaschinen-Betreiber Google im Geschäft für Mediaplanung mitmischen. Mit einem kostenlosen Tool will Google künftig Marketers werberelevante Daten liefern. Deutsche Mediaagenturen bleiben jedoch gelassen.

Vom kostenlosen Mediaplaner Google Ad Planner   sollen Werbetreibende künftig Daten über die Nutzung von Websites innerhalb und außerhalb des Google-Netzwerks erhalten. Versprochen werden Daten über das Klickverhalten der Internet-Nutzer und die Verweildauer sowie demografische Daten. All das will Googles Ad Planner künftig den Kunden liefern.

Der Google Ad Planner schlägt den Werbenden Webseiten vor, auf denen sie ihre Anzeigen schalten sollten und auf denen sich die meisten potenziellen Kunden befinden. Basieren soll das Ganze auf den Daten von Google Trends für Websites  .

Angaben, wie die Webseiten auswählt werden und woher die entsprechenden Daten stammen, macht Google nicht. Derzeit kann der Ad Planner nur von ausgewählten Personen benutzt werden. Wer an der Betaversion teilnehmen will, muss sich bewerben.

Erste Agenturen haben sich bereits erfolgreich um die Beta-Teilnahme bemüht. So gehört etwa Mediaplaner Mindshare   zu den erwählten Beta-Testern. Dem Vernehmen nach beobachtet man in der Frankfurter Zentrale Googles Pläne noch abwartend. Erst nach der Teilnahme könne man sagen, ob das System konkurrenzfähig sei, so ein leitender Mitarbeiter.

Google sei zwar sehr gut technisch aufgestellt, aber niemals könne man mittels solch einem Tool die jahrelange Erfahrung und das Know-how erfahrener Mediaplaner ersetzen, so der Tenor der Media-Agentur Advertising.de  . Gerade um effektive Mediaplanung zu gewährleisten, müssen etablierte Agenturen zu Rate gezogen werden und kein technisches Tool.
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