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Aldi der Online-Werbung
01.08.2008 Die Resteverwertung von Webseiten als Werbeträger funktioniert offenbar. Nur werden auch künftig keine großen Medienseiten oder beliebten Portale via Adscale Werbeplätze anbieten wollen. Die dort erzielbaren Preise helfen nur den ganz Kleinen.
Unabhängig davon, ob Adscale oder seine Group-M-Partner offensiv auf Restesuche gehen, zeigt der Marktplatz, dass Bedarf in diesem Segment zu bestehen scheint. Angesichts des Wachstums im Onlinemarkt sowie dem nahezu täglichen Dazustoßen neuer Werbekunden mit geringem Budget machen günstige Angebote Sinn. Die Coca Colas und Daimlers - auch nicht die Tata-Daimlers - dieser Welt brauchen Adscale gewiss nicht. Sie werden auch weiterhin auf Mediaprofis, Kooperationen und aufwändige Kampagnen setzen.
In gewisser Weise ist Adscale der Aldi der Onlinewerbung. Auch bei den Gebrüdern Albrecht kann man zwar einerseits günstig einkaufen und muss aber auch mal länger an der Kasse stehen. Jeder Discounter braucht nun einmal seine Lieferanten. Allerdings ist es weniger wahrscheinlich, dass die Coca Colas und Daimlers unter den Webseiten ihre Überschüsse beim Internet-Aldi anbieten werden. Die richtig großen Deals werden aber traditionell abgewickelt oder auf Börsenplätzen laufen, die einen Namen haben wie die NYSE.

