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Werbepsychologie: Mit welchen Fristen Gutscheine optimal wirken
10.07.2024 Viele Händler setzten Gutscheine und Coupons in der Werbung ein - ein gut gehütetes Geheimnis bleibt oft, welche Rezeptur aus Rabatten und Fristen optimal wirkt. Eine Studie hat nun letzteres durchleuchtet.
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Gutscheincodes richtig begrenzen
Besonderer Fokus lag bei der aktuellen Ausgabe der CMC Print-Mailing-Studie auf der Wirkung von Gutscheinen beziehungsweise deren Limitierung. Um herauszufinden, wie sich die unterschiedlichen Limitierungsvarianten auf das Kaufverhalten auswirken, warfen die Marktforschenden fünf Varianten ins Rennen:- Unlimitierte Basisvariante: Die versandten Gutscheine waren nicht weiter limitiert und versprachen über die gesamte Laufzeit der Studie (bis zum 29.02.2024) einen Rabatt.
- 3 Wochen Laufzeit: Dieser Gutschein versprach denselben Rabatt wie die Basisvariante, war aber nur drei Wochen lang gültig.
- 7 Wochen Laufzeit: Bei diesem Gutschein wurde die Laufzeit auf sieben Wochen verlängert, der Rabatt blieb unverändert.
- Wertverringerung: Mit diesem Gutschein ließ sich drei Wochen lang ein höherer Rabatt (in Höhe der Basisvariante) erzielen, danach verringerte sich der Rabatt auf einen niedrigeren Wert.
- Mengenbegrenzung: Auch dieser Gutschein warb mit einem Rabatt in Höhe der Basisvariante, diesmal ließ sich aber nur eine begrenzte Anzahl von Gutscheinen einlösen. So konnten nur die schnellsten KundInnen profitieren.
Das Ergebnisse des Tests
Rein nach der CVR betrachtet, fallen alle Gutscheinvarianten mit Limitierung gegenüber der Basisvariante deutlich ab. Bei den Gutscheinen mit drei Wochen Laufzeit und den Gutscheinen mit Mengenbegrenzung liegt die CVR mit durchschnittlich 3,6 Prozent sogar fast um ein Drittel niedriger als bei der Basisvariante, die auf 5,4 Prozent kommt. Die Variante mit sieben Wochen Laufzeit erreicht mit 4,4 Prozent eine deutlich bessere CVR, die Variante mit Wertlimitierung klettert mit 4,8 Prozent auf den zweithöchsten Wert.Allerdings: Dieses Ergebnis gilt lediglich, wenn man den gesamten Zeitraum bis zum Studienende betrachtet. Geht es darum, kurzfristige Ziele zu erreichen, zahlt sich ein höherer Verkaufsdruck aus, wie der Chart rechts zeigt. Generell ließ sich beobachten, dass die Conversions bei jedem Gutscheintyp zum Fristende jeweils steil anstiegen.
Offenbar macht es sich bezahlt, dem Verbraucher mehr Zeit zu gönnen. Die Entscheidung kann besser reifen, er beschäftigt sich intensiver mit dem Sortiment und trifft eine selbstbewusstere Kaufentscheidung. Hoher Verkaufsdruck durch kurze Fristen führt hingegen zu vorsichtigeren Kaufentscheidungen.
Weniger drastisch, aber immer noch gut messbar ist die Wirkung der 7-Wochen-Variante. Zum Ende ihrer Laufzeit liegt ihre CVR um ein gutes Viertel über der Leistung der Basisvariante. Der ROAS dieser Limitierungsvariante liegt nur um 16 Prozent unter der Basisvariante, die einen mehr als doppelt so langen Kampagnenzeitraum belegt.
Mit Blick auf den Return on Advertising Spend (ROAS) liegt die unlimitierte Basisvariante mit 1.115 Prozent deutlich an der Spitze und erzielt mit Abstand die beste Performance - allerdings belegt sie dafür auch den längsten Kampagnenzeitraum. Den niedrigsten ROAS erreicht die Variante mit Mengenbegrenzung mit 676 Prozent, dicht gefolgt von der Variante mit drei Wochen Laufzeit. Die Varianten mit sieben Wochen Laufzeit und mit Wertlimitierung liegen mit 936 Prozent beziehungsweise 929 Prozent im Mittelfeld.
