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Studie: Unterhaltungselektronik-Hersteller sind schlecht auf Konvergenz vorbereitet
24.01.2007 Hersteller von Unterhaltungselektronik haben den Handel in Bezug auf ihre Konvergenzprodukte bisher nicht ausreichend überzeugen können. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.
unterliegen die klassischen Branchen einem tief greifenden Wandel. Besonders deutlich wird dies bei den Endgeräten. Mit einem Telefon beispielsweise können Nutzer heute auch fotografieren, spielen, fernsehen, Musik hören, im Internet surfen und Termine organisieren. Zunehmend stehen dabei IT-Gerätehersteller, Hersteller von Unterhaltungselektronik sowie jene der Telekommunikation in Konkurrenz.
Konvergenz lässt zwar ganze Branchen in Wettbewerb zueinander treten, gleichzeitig öffnen sich aber auch neue Absatzmärkte. Ein zentraler Erfolgsfaktor für die Hersteller ist dabei der Handel, da sich bei der Kaufentscheidung für ein neues Produkt der Verbraucher in der Regel nicht auf den sonst so gerne genutzten Rat von Freunden oder Bekannten stützen kann. Stattdessen benötigt er gerade bei technisch neuen Geräten eine fachkundige Beratung durch den Händler.
Eine Studie der Unternehmensberatung Marketing Partner zeigt jedoch, dass die Hersteller den Handel in Bezug auf ihre Konvergenzprodukte bisher nicht ausreichend überzeugen konnten. Nur acht Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Hersteller mit ihrer Produktpalette gut bis sehr gut auf den Zukunftstrend Konvergenz vorbereitet sind.
Bei der Beurteilung einzelner Aspekte von Konvergenzgeräten waren 98 Prozent der befragten Händler bedienungsfreundliche Geräte wichtig bzw. sehr wichtig. Weiterhin sind für 91 Prozent ausfallsichere Produkte von Bedeutung. 87 Prozent legen Wert darauf, dass die Geräte eines Herstellers miteinander kompatibel sind. Eine einfache Installation ist für 86 Prozent wichtig bzw. sehr wichtig. Für 78 Prozent aller Unterhaltungselektronik-Händler ist entscheidend, dass die Geräte mit denen anderer Hersteller kompatibel sind. Ein positives Markenimage halten 63 Prozent der Händler für bedeutsam, 53 Prozent ein ansprechendes Design und 44 Prozent eine hohe Markenbekanntheit.
Es sind also vor allem technische Gesichtspunkte, die bei Konvergenzprodukten für den Handel von Bedeutung sind:
Bedienungsfreundlich, ausfallsicher, kompatibel mit anderen Geräten des Herstellers und einfach zu installieren sollen die neuen konvergenten Geräte sein. Doch genau hier scheinen die Unterhaltungselektronik-Hersteller die Erwartungen des Handels nicht zu erfüllen.
Für elf Prozent der Händler ist Philips mit seiner Produktpalette auf das Thema Konvergenz und die damit verbundenen Erwartungen des Handels am besten vorbereitet, gefolgt von Sony (neun Prozent), Siemens (acht Prozent), Loewe (sieben Prozent) sowie Samsung und Panasonic mit jeweils fünf Prozent.
Für die Studie 'Konvergenz in der Unterhaltungselektronik' wurden 300 Händler aus dem Unterhaltungselektronik-Einzelhandel in Deutschland befragt (Elektro- und Elektronikfachgeschäft, Hi-Fi-/TV-Fachgeschäft, Elektro- und Elektronikgroßmarkt, Kaufhaus, Warenhaus, Cash-and-carry-Markt, Großmarkt).
