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70 Prozent der Deutschen gehen erst ins Netz und dann zum Händler

16.04.2012 70 Prozent der Deutschen suchen im Web nach Informationen über Waren und Dienstleistungen. Das berichtet der Hightech-Verband Bitkom   unter Berufung auf neue Daten der europäischen Statistik-behörde Eurostat  . Demnach informieren sich die Verbraucher vor allem über Kundenrezensionen, Tests und Produktvergleiche im Netz und machen sich so ein Bild über die Qualität des jeweiligen Produkts.

Im EU-Vergleich liegen Deutschland mit 70 und Österreich mit 62 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 56 Prozent. Spitzenreiter sind jedoch die Niederlande, wo sich 82 Prozent der Bürger online über Waren und Dienstleistungen informieren. Auch in skandinavischen Ländern sehen Verbraucher vor einem Kauf eher im Web nach als in Deutschland. In den süd- und südosteuropäischen Ländern nutzen dagegen weniger Verbraucher das Internet als Informationsquelle. Schlusslicht ist Rumänien mit 27 Prozent.
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Männer informieren sich häufiger im Netz als Frauen

Generell unterscheidet sich das Surf-Verhalten zwischen den Geschlechtern. Männer informieren sich häufiger im Netz über Produkte als Frauen. In Deutschland sind es 74 Prozent der Männer und 66 Prozent der Frauen. Zudem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Nur ein Drittel der deutschen Senioren (32 Prozent der 65- bis 74-Jährigen) sucht online Verbraucher-Informationen. Unter den 25- bis 34-Jährigen ist der Anteil mit 89 Prozent drei Mal so groß.

Online-Bewertungen stehen hoch im Kurs

Eine immer größere Rolle bei der Kaufentscheidung spielen die Erfahrungen anderer Verbraucher. Jeder zweite Internetnutzer liest vor einem Kauf die Online-Bewertungen anderer Kunden, besagt eine weitere Erhebung des BITKOM. Jeder dritte gibt darin an, dass die Meinung anderer Verbraucher seine Kaufentscheidung direkt beeinflusst. Immerhin ein Fünftel der Onliner wird selbst aktiv und veröffentlicht Bewertungen zu Produkten oder Dienstleistungen.
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