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Umfrage: Auch der IT-Standort Deutschland krankt am Nachwuchsmangel
22.03.2007 Eine Umfrage unter IT-Experten hat Stärken und Schwächen des IT-Standorts Deutschland identifiziert. Demnach kann Deutschland vor allem bei industriellen Anwendungen punkten. Als Schwächen haben sich die Produktionsverlagerungen ins Ausland sowie der Nachwuchsmangel in der Branche erwiesen.
Bedenklich für den IT-Standort Deutschland ist allerdings, dass gerade auf vielen Feldern, denen große Potenziale zugesprochen werden, die Produkte inzwischen fast ausnahmslos aus dem Ausland - inbesondere aus Asien und den USA - kommen. "Der MP3-Player ist ein oft zitiertes Beispiel. Deutschland und die EU müssen künftig alles daran setzen, technische Innovationen wieder selbst in Produkte umzusetzen", fordert KfIT-Leiter Gregor Gonsior .
Die Rahmenbedingungen hierzu müssten weiter verbessert werden. Eine Politik, die eine stärkere Innovationsförderung betreibt, würden sich 62 Prozent der Befragten wünschen. Neben der Politik seien aber auch Unternehmen und Bildungseinrichtungen gefordert, denn der Mangel an Nachwuchs sei in vielen technischen Bereichen längst zum Problem geworden, klagt Gonsior. Eine Qualifizierungsoffensive sei letztlich nötig, um auch ältere oder fachfremde Arbeitnehmer in die IT-Berufe zu führen. Rund 58 Prozent der befragten Experten fürchten sonst Verlagerungen von Forschungs- und Entwicklungsstandorten ins Ausland.
Stark aufgestellt sehen die VDI-Experten Deutschland bei Systemen für industrielle Anwendungen (81 Prozent), Embedded Systems (78 Prozent) und betriebswirtschaftlicher Software (77 Prozent).
An der Umfrage 'IT-Standort Deutschland - Wohin geht die Reise?' haben IT-Experten des VDI-Kompetenzfeldes Informationstechnik (KfIT) teilgenommen. Dem KfIT gehören gut 3.000 Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker aus Wirtschaft und Wissenschaft.
