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Technology-Watch: Ad-Serving-Kriege

17.02.2016 Ex-Modzilla-Boss Brendan Eich programmiert einen Browser, der Werbung aus dem Web filtert und durch eigene ersetzt. 'Brave' schützt den Nutzer nebenbei auch noch vor Cookies und Tracking-Technologien, sowie vor getargeteten Ads.

Wird Brave ein Erfolg, ändert sich für Nutzer deutlich weniger als für die Web-Wirtschaft (Bild: CC0/Pixabay)
Bild: CC0/Pixabay
Wird Brave ein Erfolg, ändert sich für Nutzer deutlich weniger als für die Web-Wirtschaft

Und extrem schnell soll Brave obendrein sein. Ein ausgewachsener Albtraum für die Werbeindustrie und die Ad-Technologie-Anbieter.

Ads sind etwas Unangenehmes, so Eich, weil sie Seiten verlangsamen. Andrerseits sei aber auch Adblocking etwas Unangenehmes, da es die Seiten um ihre Einnahmequellen bringe. Daher soll Brave eigene Werbung auf die Webseiten bringen und die Publisher der besuchten Seiten großzügig beteiligen - mit bis zu 70 Prozent der Erlöse.

Zeitgleich soll Brave alles externe Tracking und Targeting verhindern und nur Browser-intern Daten sammeln, um gezielte Werbung auszuspielen. Die gesammelten Daten im Browser will Eichs Herstellerfirma dabei nicht auslesen und verwerten.

Entscheidend für den Erfolg des Browsers Brave wird dabei laut Anbieterangaben die Nutzerzahl sein: Damit Brave für Werbetreibende interessant werde, müssen mindestens sieben Millionen Menschen damit surfen.

Findet Brave Verbreitung, dann geht zum einen die Hoheit über Adserving von den Adtechnologie-Dienstleistern auf den Browser-Hersteller über. Und es werden nicht mehr Werbenetzwerke und Publisher entscheiden, welche Werbeplätze an wen verkauft werden. Ihre Revenuestreams sind dann von dem Wohlwollen des Browserherstellers abhängig.

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