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Online und OOH treiben den Gesamtwerbemarkt

18.04.2019 Der rückläufige Trend am deutschen Werbemarkt setzt sich fort und weist im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von -1,2 Prozent aus. Das zeigt die aktuelle Bilanz zum Bruttowerbemarkt von Nielsen.

 (Bild: Christian Bullinger / Stroer Mediathek)
Bild: Christian Bullinger / Stroer Mediathek
Der Gesamtbruttowerbemarkt der von Nielsen im Rahmen des bereinigten Werbetrends beobachteten Medien beläuft sich für das erste Quartal 2019 auf insgesamt 7,2 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben und ist somit das erste Mal seit vielen Jahren deutlich rückläufig.

Mit 3,4 Milliarden Euro Werbeausgaben und einem Anteil von 47,4 Prozent an den Gesamtwerbeausgaben bleibt Fernsehen weiterhin das Leitmedium der deutschen Werbungtreibenden, wobei ein Rückgang von -2,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen ist. Mit einem Wachstum von +8,6 Prozent erreichen Out-of-Home-Medien erstmals mehr als 0,5 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben im ersten Quartal eines Jahres und positionieren sich somit als die am stärksten wachsende Medienklasse. Der Treiber für dieses Wachstum ist die Mediengruppe Transportmedien mit einem Wachstum von +45,5 Prozent und Bruttowerbeausgaben von 0,14 Milliarden Euro sowie Plakat mit einem Plus von 4 Prozent auf 0,32 Milliarden Euro Gesamtbruttoausgaben.

Online folgt im Ranking der Medienklassen an zweiter Position mit einem Plus von +6,1 Prozent und Gesamtbruttowerbeausgaben von 0,82 Milliarden. Radio positioniert sich auf dem dritten Platz mit einer positiven Entwicklung von +1,6 Prozent im ersten Quartal 2019 und erreichten Bruttowerbeausgaben von 0,47 Milliarden Euro.

Alle weiteren im bereinigten Nielsen Werbetrend berücksichtigten Medien verzeichnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufige Bruttowerbeausgaben. Die Werbeinvestitionen in Print belaufen sich in den ersten drei Monaten des Jahres auf insgesamt 1,98 Milliarden Euro, was ein Minus von 3,9 Prozent bedeutet. Den größten Rückgang verzeichnen die Publikumszeitschriften mit einem Verlust von -5,1 Prozent (0,72 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen) gefolgt von Fachzeitschriften mit -4,4 Prozent (0,09 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen) und Zeitungen mit -3,2 Prozent (1,17 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen). Kino schließt das erste Quartal 2019 ebenfalls mit einem satten Rückgang zum Vorjahreszeitraum ab und weist mit Gesamtbruttoausgaben in Höhe von 0,03 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten einen rückläufigen Trend von -14,6 Prozent aus.

Top-Werbungtreibende und -Branchen

Der mit Abstand größte Werbungtreibende lautet erneut Procter & Gamble zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser mit Werbeinvestitionen in Höhe von 0,21 Milliarden EUR im ersten Viertel des Jahres, wobei die Bruttowerbeausgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent reduziert wurden. An zweiter Stelle platziert sich Ferrero zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , ebenfalls mit einem leichten rückläufigen Trend von -1,9 Prozent. Mit L'Oréal HUP zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser (+1,6 Prozent), Lidl zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , (+7,3 Prozent), Telekom zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen (+7,4 Prozent) und Volkswagen zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser (+38,5 Prozent) steigern hingegen die Unternehmen auf den Folgeplätzen ihre Bruttowerbeaufwendungen.

Als Top-Branche - ohne Berücksichtigung der Medien- und Unternehmenswerbung - konnte sich trotz eines Rückgangs von - 3,2 Prozent die Branche Arzneimittel mit insgesamt 0,42 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben im ersten Quartal des Jahren behaupten. Unter den Top 10 Branchen platzierten sich mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Branchen Lebensmitteleinzelhandel auf Platz 3 (+1,5 Prozent), Versicherungen auf Platz 8 (+38,8 Prozent) und Reisegesellschaften auf Platz 9 (+39,0 Prozent). In den Bereichen Süßwaren (-15,4 Prozent) und Mobilnetz (-15,5 Prozent) wurden im ersten Quartal die Werbeinvestitionen im zweistelligen Bereich reduziert.

(AutorIn: Christina Rose )

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