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SSO offen: Single-Sign-On-Systeme gehackt

10.08.2012 Als praktisches Mittel gegen die Flut von Mehrfachanmeldungen gilt 'Single Sign-On'. Hier weist sich der Nutzer genau einmal aus, alle weiteren Authentifizierungen erfolgen automatisch. Dass die Einmal-Anmeldung jedoch längst nicht so sicher ist wie bislang angenommen, zeigen jetzt Forscher vom Horst Görtz Institut   für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum: Ungefähr 80 Prozent der untersuchten Systeme wiesen massive Sicherheitslücken auf. Auch CMS sind betroffen.

Viele SSO-Systeme setzen auf die weit verbreitete Security Assertion Markup Language (SAML). Die Identitätsinformationen werden in einer SAML-Nachricht gespeichert und durch eine digitale Signatur geschützt. Doch die Bochumer Forscher fanden einen Weg, diesen Schutz zu umgehen. "Mit einem neuartigen XML Signature Wrapping-Angriff haben wir sämtliche Sicherheitsfunktionen der digitalen Signatur komplett ausgehebelt", berichtet Prof. Dr. Jörg Schwenk vom Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit. "Dadurch konnten wir uns jede beliebige Identität aneignen und uns sogar als Systemadministratoren ausgeben".

Die Wissenschaftler testeten 14 weit verbreitete SAML-Anbieter und -Systeme. Davon wiesen 12 kritische Lücken auf. Anfällig waren unter anderem der Cloud-Anbieter Salesforce  , das IBM DataPower Security Gateway  , Onelogin   (benutzt in Joomla  , Wordpress  , SugarCRM   und Drupal  ) sowie das Framework OpenSAML   (Shibboleth   und SuisseID  ).

Gegenmaßnahmen haben die Forscher nun in einem Paper vorgeschlagen  .
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