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Branche

Ebay weist Milliarden-Offerte von Gamestop zurück

12.05.2026 Ebay bezeichnete ein Angebot des Unternehmens als "weder glaubwürdig noch attraktiv".

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
Der Online-Marktplatz Ebay   hat das Übernahmeangebot des Videospielhändlers Gamestop   in Höhe von rund 55 Milliarden US-Dollar zurückgewiesen, berichten unter anderem der Spiegel   und die taz  .

Gamestop-Chef Ryan Cohen hatte angekündigt, Ebay übernehmen zu wollen, um gemeinsam einen stärkeren Konkurrenten für Amazon   aufzubauen. Das Angebot sah laut den Berichten einen Mix aus Bargeld und Aktien vor und bewertete Ebay mit rund 125 US-Dollar je Aktie. Bereits Anfang Mai hatte Gamestop seine Pläne öffentlich gemacht, wie die taz berichtete. Ebay zweifelt jedoch vor allem an der Finanzierung des Vorhabens. Nach Angaben des Spiegel seien sowohl die Herkunft großer Teile der Kaufsumme als auch die künftige Schuldenlast unklar. Zudem verwies Ebay auf Risiken für das laufende Geschäft und die langfristige Strategie des Unternehmens.

Zweifel an Flüssigkeit und Ahnung

Gamestop ist deutlich kleiner als Ebay. Während Ebay an der Börse zuletzt mit rund 46 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, liegt der Marktwert von Gamestop wesentlich niedriger. AnalystInnen und InvestorInnen äußerten daher früh Zweifel, ob der Videospielhändler eine solche Übernahme überhaupt stemmen könnte. Auch Heise berichtete zuletzt über offene Fragen bei der Finanzierung. Ryan Cohen hatte angekündigt, im Fall einer erfolgreichen Übernahme erhebliche Einsparungen umzusetzen. Laut Medienberichten stellte er milliardenschwere Kostensenkungen sowie einen Umbau der verbliebenen Gamestop-Filialen zu Logistik- und Verkaufsstandorten in Aussicht.

Ebay erklärte nun, man sehe sich mit der aktuellen Unternehmensstrategie gut aufgestellt und wolle den eingeschlagenen Kurs eigenständig fortsetzen. Ob Gamestop trotz der Ablehnung an den Plänen festhält oder direkt die Ebay-AktionärInnen ansprechen könnte, ist derzeit offen.
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