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Drei Voraussetzungen, um Geld von Holtzbrincks E-Lab zu bekommen

16.06.2008 Wie man als Startup unter die Fittiche des Investors Holtzbrinck E-Labs kommt, verrät Geschäftsführer Stephan Roppel. Denn sein Ziel ist sehr ehrgeizig. Und um das zu erreichen, müssen Unternehmen, in die er investieren will, einige Bedingungen erfüllen.

 (Bild: Trusted Shops GmbH)
Bild: Trusted Shops GmbH
Wer mit eigenen neuen Ideen nach fremdem Kapital sucht, will zudem eine längere Betreuung, als sie reine Venture Capitalists bieten. Ein Inkubator, der auch über einen längeren Zeitraum Geld zur Verfügung stellt, ist gefragt. Das seit zwei Jahren existierende E-Lab  , sucht - nach ersten Erfolgen von eigenen und eingekauften Ideen - offenbar nach neuen Garagenfirmen. Auch wenn Geschäftsführer Stephan Roppel in einem im Unternehmens-Blog   veröffentlichten Interview   zugibt, dass "langfristig nur ein kleiner Teil" der derzeit 16 betreuten Firmen wirtschaftlich erfolgreich sein werde, und E-Lab auch immer wieder Projekte "still und leise" einstellen habe müssen, spricht er potenzielle Neugründer direkt an.

Um für E-Lab - Geburtshelfer des Live-Shopping-Anbieters Guut.de   - interessant zu sein, nennt Roppel drei Faktoren:

  • Das Geschäftsfeld solle werthaltig und qualitätvoll sein sowie eine "anspruchsvolle Zielgruppe" treffen, um in die Verlagsgruppe Holtzbrinck   zu passen
  • Me-Too-Produkte hätten keine Chance, wohl aber adaptierte ausländische Konzepte, die erfolgreich seien
  • Zeitlich volles Engagement der Gründer über mehrere Jahre hinweg


 (Bild: HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag

Nach diesem Raster wähle man diejenigen Geschäftsideen aus, die man weiterentwickeln wolle, um zu sehen, welche als Start-Ups Erfolg haben. Künstlich am Leben gehalten wird allerdings keine Geschäftsidee: Als Ziel für den Erfolg von E-Lab - der von der Gründung und der Betreuung der Firmen abhängt - nennt Roppel "zwei bis drei wirklich große Unternehmen zu entwickeln, die gute zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften und gleichzeitig profitabel sind."
Auf der Investoren-Landkarte von iBusiness gehört Holtzbrinck E-Lab zu den großen Jungs: Lediglich fünf Investoren haben mehr Beteiligungen im deutschen Web 2.0 als die Tochter des Holtzbrinck-Verlags - die Konzernschwester Holtzbrinck Ventures   ist davon einer. Überwiegend investiert E-Lab in Communities (41%) sowie in Portale, E-Commerce und Dienstleistungsunternehmen.

Insgesamt knapp 60 Beteiligungen konnten wir Holtzbrinck und seinen Töchtern zuordnen, gefolgt von Burda Digital Ventures   und dem Samwer-Fond mit 34 beziehungsweise 32 Investments. Ebenfalls noch stark dabei ist die auf Seed-Kapital spezialisierte Tiburon AG   mit 26 Beteiligungen.

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