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Studie: Wo die deutsche ITK-Branche im europäischen Vergleich führend ist

16.06.2008 Wie gut es um die Internet-Infrastruktur in Europa bestellt ist, hat eine aktuelle Studie von TNS Emnid herausgearbeitet. Vor allem in zwei Bereichen ist Deutschland seinen europäischen Nachbarn ein gutes Stück voraus.

 (Bild: François Becker)
Bild: François Becker
Bild: François Becker unter Creative Commons Lizenz by-nd
Nach Ausweis des dritten ePerformance Report 2008    von TNS Infratest    entwickelt sich der IKT-Standort Deutschland im europäischen Vergleich positiv. So hat Deutschland sowohl die meisten häuslichen Internet-Nutzer, als auch besonders niedrige Preise für Internetanschlüsse.

Im Vergleich zu 2006 ist die Zahl der Zugänge in den Haushalten von 67 Prozent auf 71 Prozent angestiegen. Damit liegt Deutschland noch vor Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien. Besser, so die Studie, ist nur Island, wo 84 Prozent aller Haushalte über einen Internet-Zugang verfügten. Und Internet-Zugänge sind für den Nutzer günstig. Im Vergleich zu vielen anderen Staaten sind Breitbandanschlüsse im Monatsabonnement mit durchschnittlich 28,91 Euro sehr günstig. In Island müssen Nutzer der Studie zufolge beispielsweise 71 Euro zahlen und in den USA 38,72 Euro.

Führend sei Deutschland der Studie zufolge vor allem bei den Telefonanschlüssen und beim E-Commerce und belegt den ersten Platz bei den Umsätzen von Privatpersonen und Unternehmen über das Internet. Die Pro-Kopf-Erlöse seien von 11,70 Euro im Jahr 2006 auf 21,60 Euro im vergangenen Jahr gestiegen.

Nachholbedarf gebe es allerdings bei der Verbreitung von DSL oder Breitbandkabeln. Laut Studie könne in Deutschland nur etwa jeder vierte Nutzer (24,3 Prozent) die schnellen Zugänge nutzen. In Großbritannien hingegen liege der Anteil bei fast 26 Prozent.
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