Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Neun B2B-Shopsysteme im Vergleich

06.08.2019 B2B-Commerce kennt deutlich mehr und deutlich komplexere Geschäftslogiken als der Handel mit Endkunden. Von Shopsystemen ist daher höchste Flexibilität gefragt - zugleich aber kurze Entwicklungszeiten und geringer Aufwand. Welche Systeme schaffen den Spagat am besten?

 (Bild: Pixabay / Public Domain)
Bild: Pixabay / Public Domain

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Neun Shopsysteme auf ihre Eignung für B2B-Konzepte durchleuchtet.
Die Wahl des passenden Shopsystems ist eine diffizile Angelegenheit. Nicht immer ist das aufwändigste Shopsystem die erste Wahl für das eigene Unternehmen. Aber auch das günstigste ist nicht notwendigerweise die preiswerteste Alternative.

Letztlich geht es darum, das passende System für das eigene Geschäftsmodell zu finden. Dies ist bei B2B-Shopsystemen noch herausfordernder als bei B2C-Shops. Schließlich unterscheiden sich B2B-Shops viel deutlicher in ihrer Ausrichtung und dem notwendigen Funktionsumfang (siehe iBusiness: Evaluierung von B2B-Shopsystemen - Darauf kommt es an).

Aus diesem Grund hat iBusiness einige der führenden Shopsysteme daraufhin untersucht, wie sehr sie sich für den Einsatz im B2B-Sektor eignen. Als wichtigste Unterscheidungsmerkmale haben wir dabei die Individualisierung und die Standardisierung herausgehoben.

  • B2B-Individualisierung
  • Die B2B-Geschäftsvorfälle sind oft sehr komplex. Einerseits müssen individuelle Business-Logiken umgesetzt werden - oft gekoppelt mit zusätzlichen Logiken wie Preisstaffeln, Freigabeprozessen oder Preisverhandlungstools. Zum anderen müssen die Systeme eine intensive Vernetzung erlauben - oft bis in die Middleware oder das ERP-System des Kunden. Daher ist bei der Wahl des ECommerce-Systems entscheidend, wie flexibel sich die Plattform einsetzen lässt und ob der Anbieter auch Consulting/Umschulungen anbietet.

  • B2B-Standardisierung
  • Nicht immer ist es erwünscht, das Rad neu zu erfinden. Bei der Vielfalt der B2B-Geschäftsmodelle gibt es auch zahlreiche Vorfälle, die mit dem (einfacheren) B2C-Handel vergleichbar sind. In diesen Fällen reduzieren sich Entwicklungsaufwand und die Time-to-Market, wenn bereits auf vorgefertigte Entwicklungsmodule zurückgegriffen werden kann.

Die folgenden Shopsysteme haben wir auf ihre Eignung im B2B-Einsatz evaluiert:

  • Commercetools
  • IntelliShop B2B Commerce Plattform
  • Intershop Commerce Suite
  • Magento
  • Novomind iShop
  • Oxid eShop
  • Salesforce Commerce Cloud
  • SAP Customer Experience
  • Shopware 6


Commercetools

Das Münchner Unternehmen Commercetools    bietet seit 2006 eine umfangreiche ECommerce-Plattform, die von prominenten Unternehmen wie Audi, Bang & Olufsen oder dem Sanitärhersteller Geberit eingesetzt wird. Vom Start weg hat Commercetools auf ein agiles Software-Konzept gesetzt: Funktionen werden als Microservices rund um ein Schnittstellen-Konzept bereitgestellt und in der Cloud realisiert.Seit 2014 gehört Commercetools zur Rewe Digital GmbH.

B2B-Individualisierung

Das Konzept erleichtert die Integration von Drittanbieter- oder Kundensoftware erheblich. Schnelle und agile Entwicklung sind schließlich der Hauptnutzen des Microservice-Ansatzes. Alle Funktionen lassen sich daher über Schnittstellen ansprechen. Die Architektur entkoppelt zudem Frontend, Business-Logik und Backend (Headlesss-Architektur). Auch dies erleichtert die Realisierung komplexer Anforderungen, da sich Drittsysteme flexibel einbinden und Kundensysteme integrieren lassen. Die Commercetools-Plattform bietet damit eine ausgezeichnete Grundlage für die Realisierung individueller und hochkomplexer B2B-Szenarien.

B2B-Standardisierung

Der konsequente API-First-Ansatz macht die Plattform hochflexibel, hat aber auch seine Schattenseiten: Zwar lässt sich jede beliebige Businesslogik implementieren, aber es gibt kein Ready-to-Use Frontend. Commercetools liefert eine Technologie, aber keine fertige Lösung und schon gar kein Frontend.

IntelliShop B2B Commerce Plattform

 (Bild: iBusiness)
Bild: iBusiness

IntelliShop   versteht sich nicht nur als ECommerce-Software, sondern als Plattform für die nahtlose Integration der gesamten Systemlandschaft eines Unternehmens. Die B2B-Plattform des Unternehmens ist dabei konsequent auf die Bedürfnisse von Unternehmenskunden zugeschnitten.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Verwaltung großer Datenmengen im Produktkatalog durch die Unterstützung von KI-Services, die Routineaufgaben erledigen. Forecasting-Modelle sollen anhand des Nutzerverhaltens zudem früh erkennen, zu welcher Zielgruppe Besucher und regelmäßige Kunden gehören.

B2B-Individualisierung

Der Intellishop-Anspruch besteht dabei darin, langwieriges Customizing zu vermeiden und die wichtigsten B2B-Funktionen im Core abzubilden. Dieser Ansatz verkürzt die Time-to-Market und reduziert Entwicklungskosten, erschwert aber die Individualisierung. Die Integration neuer Kunden kann effizient mittels Punchout (Datenübernahmen aus dem Web-Shop in die Kunden-EDV) erfolgen oder durch eine Integration von bestehenden CRM-, PIM- oder ERP-Lösungen.

B2B-Standardisierung

IntelliShop bringt folgende B2B-Funktionen bereits mit:

  • Individuelle Rechte- und Rollenverwaltung
  • Multi-Mandaten-Systeme
  • Unterstützung verschiedener Vertriebskanäle
  • Middleware: Direkte Anbindung an die Kunden-Middleware
  • Punchout: Integration des Shops an ein EProcurement-System


Intershop Commerce Suite

Der ECommercer-Pionier aus Jena adressiert die Top-Liga - kaum ein anderes System ist so konsequent auf die ECommerce-Elite ausgerichtet wie Intershop   . Einerseits ist das historisch bedingt, andererseits technologisch. Nach einer radikalen Runderneuerung sind nun alle Trendthemen gehackt. Die Software ist Headless, über Schnittstellen definiert (API-first), unterstützt Progressive Web Apps (PWA) und wohnt selbstverständlich in der Cloud.

Aus diesem Baustoff sind zudem vier Applikationen entstanden (ECommerce Management, Experience Management, PIM, Order Management), die wiederum zu einer Suite zusammengefasst sind. So kann Intershop je nach Kundenwunsch eine ECommerce-Plattform, einzelne Stand-Alone-Anwendungen oder eine komplette Lösung anbieten - bei Bedarf 'as-a-Service'.

In den kommenden Monaten wird die SaaS-Lösung weiter ausgebaut sowie neue Angebote (Price-Cloud, Contact-Center PWA) entwickelt.

B2B-Individualisierung

Die technologische Plattform ist bestens geeignet, um individuelle Lösungen umzusetzen. Die konsequent auf APIs fokussierte Architektur erlaubt es, auch komplexe Business-Logiken abzubilden. Die Headless-Architektur ermöglicht außerdem eine direkte Anbindung an die Kunden-IT und/oder eine Verknüpfung mit anderen Dritt-Systemen.

B2B-Standardisierung


Dazu sind in den mitgelieferten Applikationen B2B-Funktionen abgebildet. In einem Blueprint-Store stellt B2B-spezifische Abläufe und Prozesse exemplarisch bereit.

  • White Label Shops
  • Rechte und Rollen, Freigabe-Workflows
  • Kundenspezifische Kataloge und Preise
  • Kostenstellen- und Budgetverwaltung
  • Bestellvorlagen
  • Angebotsanfragen und Preisverhandlung
  • Quickorder: Direktbestellung und Listen-Upload
  • Rahmenverträge mit Umsatzzielen
  • Erweiterte Bestellhistorie

Magento

Kein anderes Shopsystem ist in Deutschland so häufig unter den Top-1.000-Shops anzutreffen wie Magento   . Mit 139 Installationen führt es mit deutlichem Abstand vor allen anderen Systemen. Eine Besonderheit liegt vor allem in der Universalität des Open-Source-Systems: Ob kleine oder große Shops, egal welche Umsatz- oder Traffic-Region, egal welches Vertriebsmodell - Magento ist in allen Segmenten gleichermaßen beliebt.

Die Integration der Magento Commerce Cloud in die Adobe Experience Cloud for Commerce wird in Zukunft B2B-Kunden auch Advertising-, Marketing- und Analytics-Funktionen zur Verfügung stellen.

Die Zukunft weist bei Magento in Richtung Progressive Web Apps (PWAs). Gegenüber nativen Apps überzeugen PWAs umfangreich mit Kosteneffizienz und reaktionsfähigem Webdesign, sind deutlich schneller und können auch Offline genutzt werden.

B2B-Individualisierung

Magento ist eine typische Agentursoftware, die kaum einmal unangepasst Out-of-the-Box installiert wird. Ein umfangreiches Schnittstellenset (REST) und API-First-Ansatz erleichtern die Individualisierung erheblich. Frontend und Backend lassen nahezu komplett entkoppeln (Headless) und sorgen für eine insgesamt hohe Flexibilität. Eine große Agenturauswahl erleichtert die Individualisierung außerdem.

B2B-Standardisierung

Magento bringt folgende B2B-Funktionen bereits mit:

  • Multiple Warenkörbe / Bestelllisten pro User
  • Quick-Order: Upload von Bestelllisten und wiederkehrenden Bestellungen aus der Order-Historie
  • Account-Management für B2B-Kunden mit eigenem Rollenberechtigungskonzept
  • Individuelle Kreditlimits je B2B-Account oder B2B-User
  • Bestellanfrage- und Preisverhandlungs-Tool
  • Individuelle Produktkataloge und Preislisten
  • Verschiedene Subscription-Modelle
  • Erstellung von White-Label-Shops für Distributionspartner

Novomind iShop

Das Hamburger Unternehmen Novomind   ist eher als Anbieter von PIM- oder Callcenter-Software bekannt, bietet aber auch einen feinen Online-Shop. Unter den Top-1.000-Shops wird das System bevorzugt auf den Rängen 1 - 400 installiert, adressiert hochklassige Kunden, die zumeist Omnichannel-Händler sind.

Seine besondere Stärke spielt Novomind aus, wenn es um die automatisierte Pflege von Bestell- und Produktdaten geht. Das Knowhow aus dem PIM-Bereich ermöglicht es, komplexe Daten in Struktur und Management kundengerecht zur Verfügung zu stellen.

B2B-Individualisierung

Novomind hat seine etablierte B2C-Software um wesentliche B2B-Funktionen erweitert. Der Anspruch besteht darin, 'Komplexes einfach darzustellen, ohne dabei Funktionalitäten zu verlieren', wie das Unternehmen formuliert. Neben den Rollen- und Rechte-Strukturen sowie Workflow-Prozessen lassen sich mit einer Personalisierungs-Engine Preise, Rabatt- und Mengenstaffeln kundenindividuell darstellen und dynamisieren. Und es kann flexibel an komplexe Umsysteme angepasst werden.

B2B-Standardisierung

Novomind iShop unterstützt folgende B2B-Funktionen:

  • White Label Shops (pro Kunde/-gruppe)
  • Rechte und Rollen, Multi Accounts
  • Freigabe- und Genehmigungsprozesse
  • Kunden-(gruppen)individuelle Preise
  • Individuelle Preislogiken: Mengen-, Preis-, Rabattstaffeln
  • Order Splits: Teilmengen, Multi Customer Lieferung
  • Wieder-, Sammel- und Terminbestellungsfunktion
  • Verknüpfung von Dienstleistungen und Produkten
  • Bulk-Order-, Pre-Order-, Direktorder und Wiederbestellfunktion
  • Abo-Subscription

Oxid eShop

Oxid eShop    ist das am dritthäufigsten installierte Shopsystem unter den deutschen Top-1.000-Shops. Es hat sich vor allem in der gehobenen Mittelklasse etabliert. Auffällig ist, dass Online-Shops mit hohem Traffic das System selten einsetzen. Auch Shops mit Umsätzen von mehr als 100 Millionen Euro jährlich greifen seltener zu Oxid eShop. Häufig wird das System dagegen von Unternehmen mit hoher digitaler Reife und quer durch alle Vertriebskonzepte eingesetzt.

Im vierten Quartal 2019 wird es in der Oxid eShop Enterprise B2B Edition Feature-Optimierungen geben, die unter anderem die Usability, die Verwaltung von Bestelllisten und die Kompatibilität zur Mandantenfähigkeit in Oxid E-Shop betreffen.

B2B-Individualisierung

Den B2B-Markt hat Oxid früh für sich entdeckt. Auf die wachsenden Anforderungen und die steigende Komplexität der Projekte reagiert Oxid mit einem Shift zur ganzheitlichen Beratung. Ein Professional Services Team setzt nicht nur E-Commerce-Plattformen um, sondern berät auf Management-Ebene bei der Digitalisierung. Gerade Unternehmen mit geringen eigenen technischen Ressourcen profitieren dabei von den eingesetzten Cloud-Lösungen.

B2B-Standardisierung

Die Oxid eShop Enterprise B2B Edition unterstützt folgende B2B-Funktionen:

  • Multiple Warenkörbe / Bestelllisten pro User
  • Rechte- und Rollenverwaltung
  • Freigabe-Workflows an Warenkörbe gebunden
  • Budgetgrenzen pro Einkäufer hinterlegen
  • Kundenindividuelle Preise
  • Quickorder und Mengenbestellung via Listen-Upload
  • Wieder-, Sammel- und Terminbestellungsfunktion
  • Verknüpfung von Dienstleistungen und Produkten

Salesforce Commerce Cloud

 (Bild: Salesforce)
Bild: Salesforce

Die Salesforce   Commerce Cloud - ehemals unter dem Namen Demandware bekannt - ist der krasse Gegenentwurf zu einem reinen Framework, wie es etwa Commercetools bietet. Ursprünglich wurde das Produkt als eine Art Managed-Service konzipiert, um Marken und Hersteller online zu bringen. Der Kunde kommt mit der Commerce Cloud nur über das User-Interface in Kontakt, Software selbst bleibt für den Anwender eine weitestgehend geschlossene Box. Daher bietet sich das Salesforce-Produkt weitestgehend für Szenarien an, die dem B2C-Handel ähneln und um einige B2B-Standardfunktionen ergänzt werden.

B2B-Individualisierung

Das Design erschwert es, komplexe B2B-Geschäftvorfälle oder kundenindividuelle Integrationen umzusetzen.

B2B-Standardisierung

Der Schwerpunkt der Salesforce Commerce Cloud liegt darin, die Standard-Vorgänge im B2B-Geschäft abzuwickeln. Händler mit geringer digitaler Reife können daher einfach einen Shop umsetzen. Diese Funktionen bringt die Software mit:
  • Kunden-/Kundengruppenindividuelle Preise
  • Rollen- und Rechtemanagement
  • Multi-Account- und Mandatsfähigkeit
  • Freigabe-Workflows
  • Kundenindividuelle Kataloge
  • Budget-Management
  • Kontohierachien
  • Schnellbestellungen und Nachbestellungen
  • Liefersplit (verschiedene Standorte)

SAP Customer Experience

Die ECommerce-Lösung von SAP   gehört zu den erfolgreichsten Enterprise-Lösungen am Markt. Seit einem gutem Jahr wird sie unter dem Label 'Customer Experience' vertrieben. Dahinter steckt nicht nur eine Namensänderung, sondern ein Konzept: E-Commerce ist Teil des gesamten Kundenerlebnisses, die Commerce Cloud spielt nahtlos mit Marketing, Produktion, Vertrieb und Service zusammen.

Entsprechend leicht fällt es, die SAP-Lösung mit den Systemen von Drittanbietern zu vernetzen und bis zu einer reinrassigen Procurement-Plattform auszubauen. Auch dies überrascht wenig, da die ehemalige Hybris-Lösung auf das gesamte SAP-Schnittstellen-Know-how zurückgreifen kann.

B2B-Individualisierung

SAP setzt Industriestandards - und kann mit seiner ECommerce-Lösung nahezu jede Business-Logik umsetzen. Die Anbindung an Drittsysteme und die Integration in eine Kunden-EDV stellt das System ebenfalls nicht vor Herausforderungen. Insbesondere bei komplexen Aufgaben machen sich die hohen Grundkosten des Systems schnell durch den geringeren Implementationsaufwand bezahlt.

B2B-Standardisierung

Ihre volle Stärke spielt die SAP Commerce Cloud bei der Umsetzung individueller Logiken aus. Trotzdem bringt sie bereits zahlreiche B2B-Funktionen mit.
  • Zentrale Verwaltung komplexer und multidimensionaler Produktdaten und -konfigurationen
  • Punch-Out mit Integration zu Ariba für Procurement
  • Order Management für B2B: Komplexe Einkaufsworkflows, Order-Approval Prozesse, Multi-Warehouse Shipping, Order Splitting, Order Replenishment
  • Personalisierte Produktangebote und Preise

Shopware

Das Shopsystem von Shopware    kommt auf die zweitmeisten Installationen unter den Top-1.000-Systemen. Dabei sticht ebenfalls ins Auge, dass das System sowohl von Shops der Spitzen- wie Einsteigerklasse genutzt wird. Außerdem auffällig, dass sehr viele Shops unter den Kunden sind, die bereits sehr lange am Markt sind. Insofern scheint die Wachstumsstrategie von Shopware aufzugehen: Das Unternehmen setzt darauf, KMU-Shops intensiv zu betreuen und mit diesen in die Enterprise-Liga zu wachsen. Nur wenigen Anbietern am Markt gelingt dies so gut wie Shopware.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurde jüngst eine komplett erneuerte Version 6 des Systems veröffentlicht. Shopware 6 wird in den kommenden Monaten für den vollumfänglichen B2B-Einsatz vorbereitet.

B2B-Individualisierung

Mit Release 6 wurde ein konsequenter API-first-Ansatz eingeführt (basierend auf RESTful APIs). Dadurch ist das System leicht zu individualisieren und komplett vom Frontend zu entkoppeln und in eine Middleware integrierbar (Headless). Dies erleichtert die Realisierung komplexer Anwendungen, die in B2B-Umfeldern häufig gefordert wird. In Verbindung mit dem erprobten Core bietet Shopware so eine vielversprechende Grundlage für B2B-Plattformen.

B2B-Standardisierung

Die E-Commerce-Engine von Shopware unterstützt folgende B2B-Funktionen:
  • Rechte- und Rollenverwaltung, Freigabeprozesse und Workflows zur Abbildung von Hierarchien
  • Bestellanfrage- und Preisverhandlungs-Tool aus dem Warenkorb
  • Außendienstfunktion: Mitarbeiter erhalten Zugriff auf mehrere Kunden-Accounts
  • Kundenindividuelle Preise und Konditionen
  • Live-Preisabfrage
  • Quickorder mittels Schnellbestellfunktion oder Listen-Upload
Thema: Neun B2B-Shopsysteme im Vergleich

Kommentar von Dominik Grollmann

In der B2B-Welt kommt es auf das Fundament an

Mehr noch als im B2C-Commerce entscheidet im B2B-Handel die technologische Basis über die richtige Software.

Weiterlesen
Dominik Grollmann, Analyst iBusiness (Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
Neuer Kommentar  Kommentare:
kein Bild hochgeladen
Von: Frank Sonneborn ,  MEGA eG ,  Verbindungen
Am: 07.08.2019

Zu: Neun B2B-Shopsysteme im Vergleich

Liebe Redaktion, warum taucht die B2B-Suite von Spryker nicht in Eurer Übersicht auf? Wie bewertet Ihr dieses Produkt?
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: