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Susan Rönisch, Redakteurin iBusiness

Geschäftsmodelle endlich anpassen

30.08.2022 - Der Buchmarkt wandelt sich seit 20 Jahren, genauso lang tut sich die Branche schwer. Dabei ist es kein Rezept, den Kopf in den Sand zu stecken und auf die Politik zu setzen.
Der Online-Buchmarkt gehört zu den ältesten Marktsegmenten im deutschen E-Commerce. Richtig Fahrt im Web hat er jedoch erst zwischen 2010 bis 2014 aufgenommen. Während die Umsätze des Gesamtmarktes in der Vergangenheit stagnierten beziehungsweise teils sogar rückläufig waren, freut sich der Onlinehandel mit Büchern seit Jahren über große Beliebtheit.

Die Bedeutung des E-Commerce in der Buchbranche ist hoch. Immerhin haben Internet und Onlinehandel den traditionellen Buchmarkt und dessen Strukturen grundlegend verändert. Kein vernünftiger Mensch würde der Buchbranche prognostizieren, dass die g

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Der Online-Buchmarkt gehört zu den ältesten Marktsegmenten im deutschen E-Commerce. Richtig Fahrt im Web hat er jedoch erst zwischen 2010 bis 2014 aufgenommen. Während die Umsätze des Gesamtmarktes in der Vergangenheit stagnierten beziehungsweise teils sogar rückläufig warenfreut sich der Onlinehandel mit Büchern seit Jahren über große Beliebtheit. Die Bedeutung des E-Commerce in der Buchbranche ist hoch. Immerhin haben Internet und Onlinehandel den traditionellen Buchmarkt und dessen Strukturen grundlegend verändert. Kein vernünftiger Mensch würde der Buchbranche prognostizierendass die goldenen Zeiten jemals zurückkehren. Man muss sich nur das eigene Verhalten - oder noch schlimmer: das des Nachwuchses - vor Augen halten. Das Medienverhalten der Konsumenten hat sich stark gewandelt. Zwischen NetflixSmartphoneYoutubeInstagramTikTokSocial Media & Co. ist für Gedrucktes einfach wenig Platz. Aber halt: Es gibt auch die positiven Signale. Und die kommen gerade aus dem Digitalen. Die Krise hat für einen starken Zuwachs bei E-Books gesorgt. Das zeigt: Die Lust am Lesen ist den Menschen ja nicht abhanden gekommen. Digitale Medien ziehen wieder an und federn den Branchen-Umsatzrückgang ab. Auf den digitalen Zug muss die Buchbranche endlich aufspringen. Denn die Corona-Krise hat erneut gezeigtdass die Buchbranche seit fast 20 Jahren ignoriertdass der Markt sich deutlich wandelt. Eine Anpassungsowohl ihrer Geschäftsmodelle als auch der Vertriebsmethodenhat sie daraus bis heute nicht wirklich abgeleitet. Von echten Digitalisierungsstrategien im Buchhandel ganz zu schweigen. So kommt das nun große Erwachen mit aller Macht. Und angesichts der Marktlage führt im Handel kein Weg an einer Konsolidierung vorbei. Sie ist bereits im vollen Gange: Immer weiter zurück gehen die Zahlen der BuchhandlungenBuchhandelsketten schließen sich zusammenum gegen den Onlinehandelinsbesondere die Marktmacht von Amazonzu bestehen und die Zahl der Insolvenzen steigt. Dennoch tut sich die Branche mit der Digitalisierung schwer und setzt lieber auf die Politik.