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Weihnachtsgeschäft: Online-Verkäufe bisher um acht Prozent niedriger als 2021

29.11.2022 Laut ECommerce-Daten sind die Online-Umsätze in der Frühphase des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts im Vergleich zu 2021 weltweit um vier Prozent und in Deutschland sogar um acht Prozent zurückgegangen.

 (Bild: BC Y auf Pixabay)
Bild: BC Y auf Pixabay
Einzelhändler stehen unter besonderem Druck, in Form von Treueprogrammen über personalisierte Empfehlungen bis hin zu besonderen Einkaufserlebnissen alle Register zu ziehen, um die Aufmerksamkeit preisbewusster Cyber-Week-KäuferInnen zu gewinnen und gleichzeitig dem Kosten- und Margendruck standzuhalten. Der aktuelle Salesforce Shopping Index   zeigt die Frühindikatoren für das bisherige Weihnachtsgeschäft:
  • Starker Online-Traffic im Vorfeld der Cyber Week: Der digitale Datenverkehr wuchs im Jahresvergleich in den USA um drei Prozent an und stieg weltweit um ein Prozent, was zeigt, dass die KundInnen begonnen haben, Weihnachtsgeschenke zu suchen.
  • Langsamer Start der Weihnachtseinkäufe: Obwohl die KundInnen früh mit dem Suchen begannen, sank der Umsatz im digitalen Handel weltweit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland sank der Onlineumsatz gegenüber 2021 sogar um acht Prozent.
  • Steigende Preise verunsichern die KäuferInnen: Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) für Produkte ist in den Vereinigten Staaten um 14 Prozent und weltweit um acht Prozent im Vergleich zu 2020 gestiegen. Selbst mit Rabatten zahlen die KundInnen immer noch mehr als vor zwei Jahren.
  • Manche Branchen bieten großzügigere Angebote für frühe Weihnachtseinkäufe: Die höchsten Preisnachlässe wurden in folgenden Bereichen festgestellt:
    • Haushaltsgeräte (26 Prozent)
    • Handtaschen und Reisegepäck (24 Prozent)
    • Bekleidung (22 Prozent)
    • Schönheit, Make-up und Kosmetik, Hautpflege (21 Prozent)
  • Automatisierung spielt für Einzelhändler eine wichtige Rolle: Die Zahl der Chatbot-Interaktionen im Kundenservice ist im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent gestiegen.

Die Prognosen von Salesforce zur Cyber Week 2022: Nach einer Datenanalyse zum Saisonauftakt rechnet Salesforce damit, dass vier zentrale Trends die Weihnachtseinkäufe prägen werden:

1. Dem schleppenden Start wird eine Cyber Week gegenüberstehen, die stärker ausfällt als ursprünglich erwartet.
  • Die Weihnachtseinkäufe werden sich immer stärker auf die Cyber Week konzentrieren. In den letzten Jahren haben sich die Einkäufe zunehmend auf den November verteilt, heute sind die preisbewussten KundInnen in Erwartung der Cyber Week vorher im November weniger ausgabefreudig.
2. Preisnachlässe werden den KonsumentInnen einen Mehrwert verschaffen - und für Einzelhändler werden so Inventarkapazitäten frei.
  • Die durchschnittlichen weltweiten Rabattraten werden in der Cyber Week 2022 voraussichtlich auf 25 Prozent klettern. Das wäre ein Anstieg um 12 Prozent im Vergleich zu 2021, als Einzelhändler mit einer starken Nachfrage und einer Verknappung der Bestände zu tun hatten.
    • Die größten Rabatterhöhungen wird es in der Cyber Week in drei Kategorien geben:
    • Luxushandtaschen (Verdreifachung)
    • Bekleidung allgemein (Verdoppelung)
    • Hautpflege und Make-up (Verdoppelung)
  • Außerdem wird der für den Kauf von Spielzeug und Elektronik voraussichtlich beste Tag der Cyber Monday sein, bei Kleidung und Sportartikeln ist es der Black Friday.
3. Click and Collect sorgt für sofortige Zufriedenheit beim Geschenkkauf.
  • Die Daten deuten darauf hin, dass Einzelhändler einen 1,5- bis 2-fachen Anstieg der Click-and-Collect-Bestellungen am Morgen des Black Friday verzeichnen werden, da KundInnen versuchen, Warteschlangen zu vermeiden und frühe Sonderangebote zu ergattern.
  • Der Anteil an Click and Collect-Bestellungen hat sich Ende Oktober, in den vier Tagen vor Halloween, verdoppelt und erreichte seinen Höhepunkt am 30. Oktober. Da die Versandfristen für Weihnachten näher rücken, wird erwartet, dass sich das so fortsetzen wird.
4. Der Einsatz von Chatbots und automatisiertem Service wird massiv zunehmen.
  • Da sich Unternehmen während der Cyber Week darauf konzentrieren, Kosten zu senken und Zeit für die Bearbeitung komplexer Kundendienstanfragen zu sparen, wird die Nutzung von Chatbots im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 43 Prozent steigen
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