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Google will 180 Internet-Satelliten ins All schießen

03.06.2014 Google will eine ganze Armada von Satelliten ins All schießen, um eine weltweite Internet-Versorgung auch in entlegenen Gebieten sicherzustellen. Mindestens eine Milliarade US-Dollar soll das neue Projekt kosten.

Google setzt nicht nur auf Drohnen und Orbital-Ballons (Project Loon) um eine weltweite Internetverbreitung sicherzustellen, sondern will nun auch 180 Satelliten ins Weltall bringen. Wie das "Wall Street Journal  " unter Berufung auf vertraute Kreise berichtet, will das Unternehmen dazu zwischen einer und drei Milliarden US-Dollar investieren, je nach endgültigem Design des Netzwerks könnte in einer späteren Phase die Zahl der Satelliten aber auch noch verdoppelt werden.

Mit Project Loon verfolgt Google   bereits eine ganz ähnliche Zugangstechnik, die auf in 20 Kilometern Höhe schwebenden Orbitalballons setzt. Außerdem hat Google kürzlich das Unternehmen Titan Aerospace   erworben, das die mittels langlebiger soloarbetriebener Drohnen eine Internetversorgung sicherstellen will.

Möglicherweise werden sich die Projekte ergänzen. Das "Wall Street Journal" zitiert einen Berater aus der Kommunikationsbranche, der erwartet, dass Project Loon von den Google-Drohnen ersetzt werden könnte und sich letztere mit Satelliten ergänzen.

Daneben trug sich auch Facebook mit dem Gedanken, eine weltweite Internetversorgung via Drohnen aufzubauen. Google durchkreuzte diese Pläne aber durch den Aufkauf von Titan Aerospace.

Das Motiv für die Infrastrukturpläne dürfte unter anderem darin liegen, dass viele Inhalteanbieter weltweit den Grundsatz der Datenneutralität aufweichen wollen, um ihre eigenen Dienste zu beschleunigen.
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