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Netzgemeinde: Phantasie gegen "Drosselkom"
24.04.2013 Die Pläne der Deutschen Telekom ("Drosselkom "), ihre DSL-Tarife bei intensiver Nutzung auf bis zu 384 KBit/sec zu drosseln, stoßen bei der Netzgemeinde nachvollziehbarerweise auf heftigen Widerstand.

"Mit Modemgeschwindigkeit durchs Netz humpeln" heißt es auf Netzpolitik.org beispielsweise. Und Metronaut liefert gleich die Anti-Drosselkom-Banner dutzendweise:
.Die Digitale Gesellschaft hat inzwischen schon die ersten Video-Memen ins Netz gestellt:
Wem die "Drosselcom" beim Sehen seiner Onlinevideos heute zu langsam wird, dem bietet Youtube selbst bereits jetzt mit der Youtube-Collection alle Videos eines Genres zum Versand an. Katzenvideos beispielsweise gibts im Paket mit 48.276 Datenträgern - wahlweise per LKW, Frachtschiff oder Post frei Haus für 300.199 Dollar - ausgeliefert bis 16. Juni 2045 "aufgrund der großen Nachfrage".
Auf Openpetition.de gibt es zudem eine Petition , die die Telekom auffordert, die geplanten Tarifänderungen nicht einzuführen.
Und wer den Unterschied zwischen Vorvorgestern und heute spielerisch herausfinden will, der macht mit beim iBusiness-Gewinnmerkzukunftsspiel . Akustikkoppler und Btx inklusive.
Zu: Netzgemeinde: Phantasie gegen "Drosselkom"
Etwas nützlicher wäre ein Artikel und eine Petition zum Thema "wie der Breitbandausbau der nächsten 15 Jahre finanziert werden soll", oder "welche Märchen über die verfügbaren Bandbreiten die Netzanbieter schon immer ihren Endkunden erzählt haben", Stichwort: Überbuchung.
Kein Mensch regt sich auf, dass jedes MBit/s Backboneanbindung 100-fach (oder noch deutlich mehr) überbucht vertrieben wird - das ist ja so Tradition. Jetzt funktioniert dieses Geschäftsmodell nicht mehr, weil die versprochenen Bandbreiten tatsächlich genutzt werden, YouTube sei Dank. Das hat seine Folgen: (i) die Bandbreiten-Schwindeleien der Anbieter fliegen auf (die Telekom ist da nicht gerade alleine!), und (ii) irgendwer muss die benötigte leistungsfähigere Infrastruktur finanzieren.
Darüber kann man sich aufregen, oder zu einem Billigheimer wechseln, der noch weniger rot wird beim Bandbreitenschwindeln, aber am Ende gibt's Bandbreite nur gegen Geld.
