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Technology-Watch: Touchscreen mit Haptik-Feedback

15.09.2015 Ein Nachteil von Touchscreens liegt darin, dass sie keinerlei haptische Rückmeldung liefern. Eine blinde Bedienung - etwa im Auto - ist nicht möglich. Eine Reihe von Unternehmen will dies ändern.

Bald serienreif: Touchscreens mit haptischer Rückmeldung (Bild: Continental)
Bild: Continental
Bald serienreif: Touchscreens mit haptischer Rückmeldung

Kyocera entwickelt ein Display, das durch gezielte Vibrationen die Nerven in den Fingerspitzen so reizt, dass der Eindruck eines realen mechanischen Tastendrucks entsteht. Obwohl sich das Display nur im Mikrometerbereich bewegt, lassen sich verschiedene Eindrücke (Schalter, Gummi­taste, Stellrad) simulieren.

Ein Problem löst allerdings auch die 'Haptivity' getaufte Technik noch nicht: Auch um die Bedienelemente auf dem Touchscreen zu finden, ist ein Feedback nötig. Dazu haben Forscher von Fujitsu eine Lösung entwickelt: Ultraschallmotoren erzeugen durch Vibration eine Luftschicht zwischen Finger und Glas­oberfläche. Auf diese Weise können Zonen mit hoher Reibung (ohne Luftschicht) und glatte Bereiche (mit Luftschicht) simuliert werden. Noch weiter geht die US-Firma Tactus. Mittels Micro-Fluids können auf einer Touchoberfläche echte Erhebungen an beliebigen Stellen erzeugt werden.

Bereits in zwei Jahren soll zudem ein System des Automobilzulieferers Continental serienreif sein. Dabei wird das gesamte Display um Millimeter-Bruchteile bewegt. Aufgrund der Heftigkeit soll die Bewegung aber gut spürbar sein. Um Bedienelemente ertasten zu können, sollen sie haptisch umrahmt werden. Überfährt der Finger den Rand, gibt das System einen Impuls.

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