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Studie: PR-Branche hat Nachholbedarf beim Einsatz von Web-Videos

05.11.2008 PR-Agenturen und Pressestellen von Unternehmen nutzen Online-Videos für ihre Arbeit deutlich seltener als Redaktionen, wie eine aktuelle Branchenuntersuchung ergab. Das paradoxe an dieser Tatsache: Die befragten PR-Fachkräfte schätzen das Potenzial für Bewegtbild sehr hoch ein.

 (Bild: SXC.hu/Pam Roth)
Bild: SXC.hu/Pam Roth
60 Prozent der Journalisten bestätigen, dass ihre Redaktion bereits Bewegtbilder im Internetauftritt anbietet. Weitere zwölf Prozent haben zumindest konkrete Pläne dafür. Pressestellen und PR-Agenturen hingegen sind beim Einsatz von Web-Videos deutlich verhaltener: Nur 40 Prozent der Vertreter der PR-Branche geben an, dass ihr Unternehmen mit Video-Content arbeitet. Jede siebte PR-Abteilung oder Agentur plant entsprechende Aktivitäten. Gerade einmal zehn Prozent der Journalisten und rund zwölf Prozent der PR-Verantwortlichen sagen, dass sich ihr Unternehmen mit Videocontent im Internet noch nicht beschäftigt hat. Das sind die zentralen Ergebnisse der 'Bewegtbildstudie 2008'  , welche die Universität Leipzig   in Zusammenarbeit mit dem Pressedienst news aktuell   veröffentlicht hat.

Das größte Potenzial für Bewegtbild sehen PR-Fachkräfte bei der Unternehmenskommunikation mit eigenen Medien und in der Pressearbeit. Neun von zehn Befragten gehen davon aus, dass sich Online-Videos für Corporate Publishing effektiv einsetzen lassen. Drei Viertel sehen die größten Chancen für Bewegtbild in der Presse- und Medienarbeit, danach folgen 'Web 2.0-Kommunikation', 'Interne Kommunikation' und 'Investor Relations'.

Weiteres Studienergebnis: Im Gegensatz zu Pressestellen und PR-Agenturen produzieren die Redaktionen ihren eingesetzten Videocontent vorwiegend selbst. So geben zwei Drittel der Redakteure an, Online-Bewegtbild vor allem im eigenen Haus
herzustellen, während PR-Fachkräfte nur zum einem Drittel auf eigene Kapazitäten setzen. Die Mehrzahl der Befragten
aus der PR beauftragt externe Dienstleister. Allerdings offenbart die Befragung auch, dass es sowohl bei Journalisten als auch PR-Verantwortlichen es einen klaren Mangel an Know-how bei der Erstellung von Internet-Videos gibt. So berichtet die Mehrheit aller Befragten, keine oder wenig Erfahrung in der Konzeption, Produktion, Nachbearbeitung, Distribution und Evaluation von Bewegtbildern zu haben.

Auch bei der Nutzung von Online-Videos sind Journalisten deutlich aktiver, als ihre Kollegen aus der PR-Branche. So konsumiert jeder dritte Redakteur täglich oder fast täglich Bewegtbilder im Internet, bei den PR-Fachkräften tut dies
nur jeder Fünfte. Während Journalisten Video-Content zur Qualitätssteigerung oder zur Reichweitenerhöhung nutzen, wenden Kommunikationsmanager diese Inhalte vor allem zur besseren Inhaltsvermittlung an. An der Umfrage haben vom 1. bis 25. Juli dieses Jahres insgesamt 1.063 Journalisten und 1.337 PR-Verantwortliche teilgenommen.
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