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Es geht um nicht weniger als um Leben und Tod

23.11.2007 Auch wenn es weder die Offiziellen der Onlinewerbung noch die TV-Gewaltigen zugeben würden: Der heutige Einstieg von MTV in die Vermarktung von Internet-Werbung ist der Auftakt für eine Schlacht, um der es letztlich um nicht weniger geht als alles. Wer hier verliert, ist weg vom Fenster.

Wer ein bisschen aufmerksam durch die veröffentlichte internationale Werbepresse surft, der stolperte in den letzten Monaten immer wieder (und in den letzten Wochen zunehmend häufiger) über Aussagen von den Chefs großer Werbenetzwerke und Werbetreibenden, die den Wechsel der großen Werbeetats aus dem TV hinein ins Internet prognostizierten.

2007 ist weltweit der Bann gebrochen. In den kommenden Jahren wird zunehmend immer mehr Werbegeld ins Web fließen. Und das Schlüsselwort dabei heißt "Cross-Media". Denn die Werbung wird nicht nur, aber auch Bewegtbild-getrieben sein. In den kommenden Monaten geht es darum, den schaltwilligen Kunden zu beweisen, dass man ind er Lage ist, für eine Videoanzeige Reichweite, Zielgruppe, Klickrate, Auswertung bereit zu stellen.

Und wer dazu in der Lage ist, der wird langfristig den ganzen Etat kontrollieren. Zumindest den ganzen Onlinewerbe-Etat. Die Online-Vermarkter werden gar nichts anderes tun können als mit den härtesten aller verfügbaren Bandagen um diese Etats zu kämpfen. Denn wenn sie künftig die Videowerbung im Internet nicht machen, dann bleibt für sie zwischen 50+ Prozent Google-Anzeigen und 30+ Prozent Videoanzeigen nicht mehr wirklich Geschäft übrig.

Umgekehrt können die TV-Vermarkter nicht zulassen, dass sich in ihrem Core-Business 'Bewegtbildwerbung' eine neue Konkurrenz breit macht. Denn wenn sie das Onlinegeschäft künftig nicht macht, dann bleibt ihr angesichts der Interaktivisierung des Fernsehens durch Video-on-Demand und IPTV einerseits und dem Internet andererseits nicht mehr wirklich Geschäft übrig.

Der Kampf wird hart. Denn er geht für die beteiligten Unternehmen um Leben und Tod.
Thema:

Milliardenmarkt Online-Videowerbung: Aufmarsch zur Schlacht

Wer hat die Hand auf dem lukrativen Wachstumsmarkt Videoanzeigen im Internet: Die Online- oder die TV-Vermarkter? Mit MTV will nun einer der ersten großen TV-Sender einen eigenen Online-Vermarkter für Videowerbung gründen. Er dürfte nicht der letzte bleiben. Die Onlinewerbebranche gibt sich ungewohnt schmallippig ob der neuen Konkurrenz. Über Schlachtpläne will man nicht reden - denn hier kann sich die Zukunft der Onlinewerbung entscheiden.

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 (Bild: Tod des Generals Friedrich von Gagern im Gefecht bei Kandern. Lithographie. Rastatt, Wehrgeschichtliches Museum.)
Bild: Tod des Generals Friedrich von Gagern im Gefecht bei Kandern. Lithographie. Rastatt, Wehrgeschichtliches Museum.

Kommentar von Joachim Graf

Es geht um nicht weniger als um Leben und Tod

Auch wenn es weder die Offiziellen der Onlinewerbung noch die TV-Gewaltigen zugeben würden: Der heutige Einstieg von MTV in die Vermarktung von Internet-Werbung ist der Auftakt für eine Schlacht, um der es letztlich um nicht weniger geht als alles. Wer hier verliert, ist weg vom Fenster.

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 (jg)
Bild: jg
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