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Crossmedia-SEO: 12 Tricks, PDFs für Suchmaschinen zu optimieren

14.09.2011 Je wichtiger Universal Search wird, um so mehr strengen sich Onlineverantwortliche an, auch Bilder und Videos, Produkteinträge und Regionaldaten für Google zu optimieren. PDF-Dateien sind oft das letzte unbekannte Terrain der Offpage-Optimierung. Das muss sich in Zukunft ändern.

 (Bild: Adobe/HighText)
Bild: Adobe/HighText
Bild: Adobe/HighText unter Creative Commons Lizenz by-sa
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Im Google 'Webmaster-Central'-Blog   hat Webmaster-Trendanalyst Gary Illyes vor einigen Tagen Antworten darauf gegeben, wie Google PDF-Dateien behandelt. Daraus lässt sich ableiten, welche Details für SEO von PDFs wichtig sind. "Selbstverständlich" antwortet Illyes auf die Frage, ob man mit PDFs Top-Positionen in der Google-SERP erreichen kann. Aber das ist die Ausnahme. Dass PDF-Dateien dennoch relativ selten zu finden sind hat vor allem die Ursache, dass PDF-Dateien meist nicht suchmaschinengerecht gestaltet sind.

1. PDFs für Google-Suchergebnisse öffnen

PDF-Dateien sollen natürlich nicht verschlüsselt sein und kein Passwort zum Lesen benötigen. Unter diesen Voraussetzungen wird Google sämtlichen sichtbaren Text in PDF-Dokumenten erfassen können. In Bilder oder Grafiken eingebetteter Text hingegen findet nur schwer den Weg in den Google-Index. Seit 2008   versucht Google hin und wieder mit OCR-Technik, den Text aus den Bildern bzw. Grafiken auszulesen, will aber keine Garantie auf Erfolg geben.

2. Das Dokumentinfo nutzen

Ebenso wie HTML-Dateien enthalten PDF-Dateien Elemente die für den normalen Nutzer unsichtbar sind. Diese Elemente sind vergleichbar mit den Titel- und Meta-Angaben im Head-Bereich einer HTML-Datei.
Sie werden Dokumentinfo genannt und enthalten folgende Elemente:
  • Titel: Der Seitentitel ist ein sehr wichtiges Element. Er wird in den Ergebnislisten der Suchmaschinen über dem Beschreibungstext angezeigt.
  • Thema: Entspricht dem Description-Tag in der HTML-Datei. Hier sollte eine kurze Beschreibung des Dokument-Inhaltes stehen.
  • Autor:: Entspricht dem Meta-Tag "author". Verifizierte Autoren können einen Vertrauensbonus erhalten. Also bitte nicht vergessen, den Autor zu benennen.
  • Stichwörter: So wie im Meta-Tag Keywords, einer HTML-Datei, können hier einige Worte den Seiteninhalt beschreiben.
  • Bindung: Legt fest ob der Text rechtsbündig oder linksbündig in der PDF-Ansicht Doppelseiten angezeigt wird. Berücksichtigt verschiedende Leserichtungen. (Von rechts nach links etwa für Hebräisch, Arabisch,...) Die Bindung hat keinen Einfluss auf die Suchmaschinenposition.

3. Seitentitel für PDF-Dateien optimieren

Der Seitentitel muss zwingend den Suchbegriff enthalten, um keine Punkte für das Ranking zu verschenken. Der Seitentitel soll kurz und prägnant mit ganz wenigen Worten das Dokument beschreiben. Der Seitentitel wird als Überschrift des Treffers verwendet. Nutzer erhalten hier einen ersten wichtigen Hinweis, ob es sich lohnt, das Dokument zu öffnen.

Die Überschrift des Treffers wird von zwei Faktoren beeinflusst.
  • Die Titel-Angabe in den Meta-Daten des PDF-Dokumentes
  • Linktext in Dokumenten, welche auf die PDF-Datei verweisen.

Praktisch bedeutet das, der Seitentitel kann durch den Linktext externer Links ersetzt werden. Optimal ist, wenn Seitentitel und externe Links den Suchbegriff enthalten. Verweistexte auf anderen Domains sind häufig nicht beeinflussbar. Verweise auf der eigenen Webpräsenz sollten jedoch exakt den Suchbegriff enthalten, für den die PDF-Datei gefunden werden soll.

4. Den Autor als Ranking-Kriterium verwenden


Seit Juni 2011 gilt der Autor bei Google als Rankingsignal  . Zusätzlich wird das Foto eines Autors neben dem Treffer eingeblendet. Damit wird der Treffer prominent hervorgehoben. Diese Maßnahmen dienen dazu, das Vertrauen in Dokumente zu erhöhen.

Jeder Inhalt, der mit dem Autor bzw. Urheber in Verbindung gebracht werden soll, kann mit dem Verweis zur Seite des Autors versehen werden. Der Verweis bekommt das Linkattribut rel="author". Der Begriff Inhalt geht weit über textliche Beiträge hinaus. Fotografen können die Urheberschaft ihrer Fotos dokumentieren, Hersteller ihre Produktbeschreibungen. Selbst Kommentare in Foren oder Blogs können den Autorenverweis bekommen. Ebenso Musik, Bewertungen, TV-Serien usw.
Auf der Autorenseite können beispielsweise die Biographie des Autors, persönliche Photos und Artikel, sowie Verweise zu Artikeln auf anderen Websites gelistet werden. Insbesondere per rel="me" soll auf externe Beiträge verwiesen werden. Falls es Autorenseiten des gleichen Autors auf mehreren Publikationen gibt, dürfte eine Verlinkung der Autorenseiten untereinander für eine bessere Findbarkeit aller Beiträge des Autors sorgen.

Die Autorenseite muss sich auf der gleichen Domain befinden, wie der Inhalt, welcher den Autorenlink enthält. Kommuniziert ein Autor auf mehreren Domains, sollte jeweils eine neue Autorenseite angelegt werden. Subdomains werden als Bestandteil einer Domain gewertet, benötigen keine zusätzliche Autorenseite. Mehrere Autorenseiten, sowie Profile des Autors in sozialen Netzen, können mit dem Linkattribut rel="me" vernetzt werden. Mit einem Verweis, der das Linkatribut rel="me" enthält, kann ein Autor auf seine Homepage verweisen.

Sind mehrere Autorenseiten auf unterschiedlichen Domains vorhanden, können diese über einen Verweis mit dem Linkattribut rel="me" erklären, dem gleichen Autor zu gehören. Verlinken zwei Autorenseiten gegenseitig aufeinander mit rel="me", ist dies für Google ein Zeichen, dass die Seiten zum gleichen Autor gehören.

Schema.org zeigt die Möglichkeit, den Autor   als Person   oder Organisation   zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung per Microdata, entsprechend den Richtlinien von Schema.org, gelten als vollwertiger Ersatz für die Kennzeichnung rel="author". Im eigenen Interesse dürfte, soweit vom Autor beeinflussbar, eine durchgehend einheitliche Kennzeichnung mit vollem Namen oder Synonym, sinnvoll sein.

Google verspricht, wer über die hauseigene Plattformen YouTube   und Blogger   Inhalte kommuniziert, bekommt automatisch die Autorenkennzeichnung für seine Publikationen. Autoren sollten stets darauf achten immer unter gleichem Namen oder gleichem Synonym aufzutreten, um den vollen Vertrauensbonus abzuschöpfen. Das gilt natürlich auch für PDFs.
Die korrekte Anwendung der Linkattribute lässt sich über das Rich Snippets Testing Tool   prüfen, erklärt Google.

5. Das Thema als Rankingkriterium verwenden


Die Dokumenteigenschaft 'Thema' im PDF-Dokument entspricht dem Meta-Tag Description eines HTML-Dokumentes. Hierhin gehört eine kurze Beschreibung des Dokumentes. Die Beschreibung ist idealerweise eine Ergänzung des Seitentitels, keine Wiederholung. Der Inhalt von Thema wird, wie der Inhalt von Meta-Description, als Beschreibungstext des Treffers angezeigt. Der inhaltliche Schwerpunkt sollte darin liegen, Nutzer der Suchmaschine anzusprechen. Die Beschreibung soll, gemeinsam mit dem Seitentitel dazu animieren, das PDF-Dokument zu öffnen.

6. Die besondere Stellung von Überschriften in PDFs nutzen


In PDF-Dokumenten hat die Überschrift eine besondere Bedeutung. Überschriften dienen der hierarchischen Gliederung des Textes. Zusätzlich zeigt der Inhalt der Überschrift, was im folgenden Abschnitt thematisch behandelt wird.

7. Keyworddichte und Keywordposition


Der Suchbegriff muss (immer noch) im Dokument vorkommen, damit die Suchmaschinen erkennen, worum es im Dokument geht. Nach den grundlegenden Regeln für OnPage SEO ist der Suchbegriff in alle relevanten Teile des Dokumentes, wie Seitentitel, Überschrift, sichtbarer Text usw., einzufügen. Für jedes Words wird die Position ermittelt. Aus Position und Häufigkeit der Wortnennung erfolgt eine Bewertung, wie relevant das Wort für das Dokument ist.

8. Bilder und Grafiken in PDF-Dateien


Bilder in PDF-Dateien werden derzeit nicht indexiert, erklärt Google. Sollen die in der PDF-Datei verwendeten Bilder im Google-Index erscheinen, so ist es ratsam die Bilder separat auf gängigen HTML-Seiten anzubieten. Das bedeutet, Bilder in PDF-Dateien bleiben für Google unsichtbar.

9. Verweistexte


Wird auf andere Dokumente im Internet verwiesen, sollte ein aussagefähiger Text Verwendung finden. Jeder Websitebtreiber möchte gerne Verweise erhalten, die relevant zum Dokument sind. Gewährt man diesen Service anderen Webseiten, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Webmaster ebenfalls aussagekräftige Linktexte verwenden, wenn sie beispielsweise einen Link zurück setzen.

Laut Google-Blog passiert der PageRank die Links in PDF-Dokumenten analog zu HTML-Dokumenten. Derzeit ist es nicht möglich, Verweise in PDF-Dokumenten mit dem Linkattribut rel="nofollow" für das Ranking unwirksam zu machen.

10. Länge der PDF-Datei


PDF-Dateien kennen selten eine Grenze. Da sie nicht selten als Broschüre, als Zeitschrift, Magazin oder Buch angesehen werden, umfassen PDF-Dokumente leicht 30, 80 oder 300 Seiten A4. Sehr lange Texte machen es schwer, auf ein einziges Thema und gezielt auf ausgewählte Begriffe zu fokussieren. Für umfangreiche PDF-Dateien liegt der Schwerpunkt der OnPage-Optimierung auf den Seitenbestandteilen Titel, Autor, Description und Datei-Namen. Die restliche SEO-Arbeit muss dann extern, also OffPage, erfolgen.

Gute Verlinkung innerhalb der Webpräsenz und von externen Seiten kann die Bedeutung eines langen PDF-Dokumentes für Suchmaschinen deutlich steigern.

11. Duplicate Content


Sind PDF-Dateien eine Kopie einer HTML-Seite (oder umgekehrt) so sollte klargestellt werden, unter welcher URL, die Datei zu finden ist, die Google als Original ansehen soll. Das kann mit rel="canonical" oder über die Header-Information geschehen. Das gilt auch, wenn die PDF-Datei an andere Webmaster weitergegeben wird.

12.Grafische Gestaltung der Inhalte


Werden PDF-Dateien zunächst wie HTML-Dokumente gestaltet und anschliessend in das PDF-Format umgewandelt, gibt es keine bedeutenden Unterschiede. Sind jedoch Grafiker mit der Gestaltung des PDF beauftragt, dann kommt häufig die Gestaltung in Form einer Broschüre oder eines anderen Druckerzeugnisses daher. Der Text wird mehrspaltig gestaltet, Grafiken unterbrechen den Textfluß.

Für mehrspaltige Dokumente sollte man im Blick haben, dass der Text von Suchmaschinen nacheinander verarbeitet wird. Spalten werden zwar nebeneinander angeordnet, jedoch nacheinander gelesen. Das ist wichtig für die Bewertung der Position der Begriffe innerhalb des Dokumentes. Die logische Verwendung von Überschriften wird von der Mehrspaltigkeit ebenfalls beeinflusst.


iBusiness-Autor Klaus Patzwaldt ist SEO-Experte und Betreiber des Webmagazins über Suchmaschinen, AT-Web    (man beachte den Autor-optimierten Link!).

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 (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
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