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eBay will im Anzeigengeschäft stärker wachsen
18.03.2008 eBay sucht im Augenblick nach Mitteln und Wegen, sein Wachstum weiter zu forcieren. Jetzt ist das Anzeigengeschäft an der Reihe, ein ausbaufähiges Verkaufsinstrument auf eBay. Eine Kooperation und ein eigener Dienst sollen zum Erfolg führen.
Durch die Kooperation verdoppelt eBay sein Immobilienangebot auf einen Schlag. Zur Zeit sind rund 82.000 Angebote in der Kategorie Immobilien gelistet. Die Kooperation bringt eBay pro Jahr rechnerisch mindestens zwischen 1,2 und 2,4 Millionen Euro Umsatz ein; abhängig von der Anzeigendauer und der gewählten Angebotspräsentation. So kostet eine einfache Anzeige für Wohn-, Gewerbe- und internationale Immobilien sowie Versteigerungen und Grundstücke für einen Zeitraum von 10 Tagen einen Euro. Soll die Anzeige 30 Tage auf eBay stehen, werden zwei Euro fällig. Aufwendiger gestaltete Anzeigen kosten laut Preisliste entsprechend mehr.
Gegenüber iBusiness erklärte Alexander Witt , Unternehmenssprecher bei eBay, dass gesonderten Preisabsprachen nicht Bestandteil des Kooperationsvertrages seinen. Die Einstellung der Immobilenangebote auf eBay ist für die Kunden von Immobilien.de kostenlos und ohne zusätzlichen Aufwand. Wie die Anzeigenkosten zwischen eBay und Immobilien.de verrechnet werden sollen, wollte Witt nicht kommentieren.
Im Gegenzug erweitert Immoblien.de die Reichweite seines Portals. Parallel zum Start der Kooperation relaunchte Immobilien.de seinen Webauftritt. Neu ist vor allem ein Community.Plattform, auf der Nutzer das infrastrukturelle Umfeld einer Objektregion beschreiben und bewerten können.
Zugleich hat eBay in den USA ein eigenes Affiliate-Programm aufgesetzt und macht sich damit Unabhängig von seinen bisherigen Kooperationspartnern Commission Junction , ValueClick , Afilinet oder TradeDoubler . Das Programm, so eine interne Ankündigung , startet im April diesen Jahres. Der Start werde in Deutschland voraussichtlich im Laufe des Jahres erfolgen, erklärt Witt.
Die Zusammenarbeit mit Commission Junction und Affilinet bleibe, so Witt, davon allerdings unberührt. "Wir fahren hier zweigleisig. Neben unseren Partnerprogrammen, die wir zusammen mit Kooperationspartnern anbieten, werden wir auch unseren eigen Dienst fahren", erklärt Witt die Strategie. Ob auch die anderen Kooperationen bestehen bleiben, werde eBay nach der Testphase seines eigenen Partnerprogrammes entscheiden, erläuterte Witt gegenüber iBusiness.
Jochen Krisch , E-Commerce-Experte und Autor von Exciting Commerce sieht eine eigenständiges Partnerprogramm von eBay als "lange überfällig" an. Schließlich habe es eBay bis heute nicht geschafft, "schicke Shoppingwidgets und coole Verkaufskonzepte wie Ebay MatchUps oder Best of Ebay" in Eigenregie zu monetarisieren. Konkurrent Amazon habe dagegen von Beginn an seine aStores, Widgets oder Facebookanwendungen wie Amazon Giver (ibusiness berichtet) auch als Verkaufslösungen vermarkten können.
