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Wie Eis in der Sonne

29.04.2016 Auch wenn es Google glänzend geht, muss das Unternehmen doch eine strukturelles Problem lösen: Der AdWords-Gaul lässt sich nicht ewig reiten, das Unternehmen muss einen Transformationsprozess einleiten. Selbst für Google ist das eine Herausforderung.

Dominik Grollmann, Analyst iBusiness (Bild: Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
Dominik Grollmann, Analyst iBusiness
Besonders schmerzhaft sichtbar wird dies im Mobile Business: Kein zweites Unternehmen hat sich so zentral rund um dieses Thema positioniert. Die Marktmacht von Android ist so gewaltig, dass inzwischen selbst die EU-Kommission wegen Wettbewerbsverzerrung ermittelt. Weit mehr als die Hälfte aller Suchanfragen werden bei Google inzwischen von mobilen Geräten gestellt. Und trotzdem konnte Google gerade einmal 30 Prozent seiner Einnahmen mit mobilen Anzeigen erzielen. Wie es besser geht, beweist Facebook: 80 Prozent der Erlöse werden dort bereits mobil erwirtschaftet.

Aber auch auf dem Desktop lauern Probleme in Form von zunehmender Konkurrenz durch Amazon und Re-Targeting-Kampagnen. Vor allem aber schmelzen die durchschnittlichen CPCs wie Eis in der Sonne. Für diese Entwicklung muss Google eine Antwort finden. Die sinkenden Preise einfachen nur mit Wachstum zu kompensieren, muss irgendwann schief gehen.

Trotzdem muss sich kein Mensch muss sich wirklich Sorgen um Google machen. Das Unternehmen hat Geld wie, verdient gut und ist innovativ wie kein Zweites. Im Gegenteil, es gibt sogar Leute, die sagen, dass Google alles richtig macht. Solange das Unternehmen gute Produkte entwickelt (und nicht primär auf deren Vermarktbarkeit schielt), finden sich auf kurz oder lang von selbst Erlösquellen.

Zwei Dinge kann man allerdings von Google lernen: Zum einen, dass die Internetwirtschaft jedem Unternehmen einen dauerhaften Transformationsprozess abverlangt - was auch Nokia und Microsoft schon lernen mussten.

Zum anderen lässt sich - und das geht nun wirklich jeden an - gut studieren, wohin die Reise im Online-Marketing derzeit geht: Weg von der Vermarktung des Traffics, hin zur Profilvermarktung. Und damit stehen ganz neuen Playern die Türen offen, die ihre Chance jetzt nutzen können, um ein neues Geschäftsmodell aufzubauen.
Thema:

Strategieanalyse: Warum Googles Motor stottert und heiß läuft

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Jetzt bloß nicht zu lässig werden:  Das Werbegeschäft von Googles, Erlösquelle Nummer 1 im Konzern, braucht dringend Aufmerksamkeit. (Bild: T4-Wiki)
Bild: T4-Wiki
Bild: T4-Wiki unter Creative Commons Lizenz by
Jetzt bloß nicht zu lässig werden: Das Werbegeschäft von Googles, Erlösquelle Nummer 1 im Konzern, braucht dringend Aufmerksamkeit.

Kommentar von Dominik Grollmann

Wie Eis in der Sonne

Auch wenn es Google glänzend geht, muss das Unternehmen doch eine strukturelles Problem lösen: Der AdWords-Gaul lässt sich nicht ewig reiten, das Unternehmen muss einen Transformationsprozess einleiten. Selbst für Google ist das eine Herausforderung.

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Dominik Grollmann, Analyst iBusiness (Dominik Grollmann)
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