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Digitalisierung: Deutschland glänzt bei Innovation, aber verliert beim Breitbandausbau

von steiger_2

21.12.2017 Nach dem aktuellen Monitoring-Report Wirtschaft Digital   des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) liegt die Leistungsfähigkeit der Digitalen Wirtschaft in Deutschland im weltweiten Vergleich wie schon im Vorjahr auf Platz sechs. Beim Breitbandausbau hinkt Deutschland jedoch hinterher und liegt gemessen an der durchschnittlichen Bandbreite abgeschlagen auf Platz 25.

 (Bild: Deutsche Telekom)
Bild: Deutsche Telekom
Im jährlich veröffentlichten BMWi-Report fällt auf, dass Deutschland für Anleger von Wagniskapital im Vergleich zum Vorjahr deutlich attraktiver geworden ist: Mit 934 Millionen Euro wurden in 2016 fast 100 Millionen Euro mehr investiert als 2015. Auch der Digitalisierungsgrad ist weiter gewachsen: Der Digitalisierungsgrad der mittelständischen Unternehmen (10 - 249 Beschäftigte) stieg um zwei auf 52 von 100 möglichen Indexpunkten und wird bis 2022 auf 54 Punkte zulegen. Die Digitalisierung nahm in den Großunternehmen (250 Beschäftigte und mehr) um einen auf 54 Indexpunkte zu und kommt 2022 auf 56.

Dazu gehört, dass fast jedes zweite gewerbliche Unternehmen IoT-Anwendungen nutzt, jedes dritte schon von Smart Services profitiert. Künstliche Intelligenz steht mit einer zweiprozentigen Nutzerrate noch am Anfang. Dennoch hat Deutschland bei der Bewertung der Innovationsfähigkeit die USA in diesem Jahr von Platz eins verdrängt und mehr Innovationen hervorgebracht und genutzt. Umso ernüchternder fällt die Bewertung der verfügbaren Bandbreiten auf, die Deutschland nur auf Platz 25 gelangen lässt.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft   (BVDW) warnt vor einer Fortsetzung des viel zu zögerlichen Breitbandausbaus und kritisiert den Stand der derzeitig verfügbaren Bandbreite als einer der führenden Technologie- und Industrienationen nicht würdig. Der BMWi-Report deckt den Bedarf auf: Mit 86 Prozent ist die am häufigsten genannte Forderung der Wirtschaft an die Politik die "Förderung des Breitbandausbaus". Auf den Plätzen zwei und drei bei den Forderungen an die Politik folgen einen "digitalisierungsfreundlichen rechtlichen Rahmen schaffen" und "Zugang zu öffentlich verfügbarem Wissen als Grundlage für Innovationen sichern".
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