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Ausbauen, was der Kunde wünscht

04.08.2008 Nicht in jedem Netzwerk müssen Viralkampagnen rauf und runter laufen. Soziale Netzwerke besinnen sich auf ihre eigenen Stärken.

Selbst das ehedem weltgrößte Social Network MySpace ist für Werbungtreibende weniger relevant, wie Konkurrent Facebook - das sagen die Marketer. Deutsche Nutzer hingegen finden bisher an Facebook kaum Gefallen. Wer also wo sinnvoll werben kann, bedarf aus Kundensicht einer gründlichen Analyse. Einen Teil der Arbeit können die Netzwerke den Markenartiklern abnehmen, wenn Sie offen und deutlich kommunizieren, was bei ihnen zieht - und was nicht. Insofern ist die Offenheit Rieckes ein Plus.

Allerdings zeigt das Beispiel der mit insgesamt 11 Millionen Nutzern erfolgreichen drei VZ-Netzwerke, dass Mitglieder alleine noch kein Geld bringen. Alle Social Networks wollen sich um nutzwertige Angebote erweitern. Ob es der Sprung in den Bereich Mobil ist, ob es Messenger-Funktionen sind oder eben eine günstige und spannende Einkaufsfunktion: Jeder Schritt ist mit Investitionen versehen.

Deshalb setzt man nun in der Berliner StudiVZ-Zentrale auf Shoppen, shoppen - und noch mal shoppen. Auch wenn laut VZ-Chef Riecke "Monetarisierung nur Priorität 1b" hat, stehen Umsatz und Gewinn in der Dringlichkeitsliste gleich hinter dem Wachstum ganz weit vorne. Social Shopping ist StudiVZs Plan, während Xing auf den Ausbau seines Marketplace im Bereich Karriere setzt. Die Netzwerke sind gut beraten, auf Stärken zu setzen, über die sie verfügen. Das auszubauen, was der Nutzer wünscht, bringt auf lange Sicht die gewünschten Ergebnisse.
Thema:

Erlösstrategien von Xing, Studi VZ und MySpace in Deutschland

Der eine verdient am wachsenden Stellenmarkt, der nächste setzt auf Brand-Communitys oder Abomodelle: Von 100-Prozent werbefinanziert bis hin zum E-Commerce-Modell reichen hierzulande die Ansätze dreier wichtiger Player. Lars Hinrichs wird nun für die Xing-Erfolge als 'Deutschlands wichtigster Webgründer' geehrt.

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 (Bild: Microsoft)
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Kommentar von Thomas Kletschke

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 (Foto Studio 54)
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