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Erlösstrategien von Xing, Studi VZ und MySpace in Deutschland

04.08.2008 Der eine verdient am wachsenden Stellenmarkt, der nächste setzt auf Brand-Communitys oder Abomodelle: Von 100-Prozent werbefinanziert bis hin zum E-Commerce-Modell reichen hierzulande die Ansätze dreier wichtiger Player. Lars Hinrichs wird nun für die Xing-Erfolge als 'Deutschlands wichtigster Webgründer' geehrt.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
In einem Interview gibt Marcus Riecke die Marschrichtung der drei Holtzbrink-VZs vor. Gegenüber 'Netzökonom'-Blogger Holger Schmidt von der FAZ   bekennt sich StudiVZ-CEO Riecke zu E-Commerce als Erlösmodell für die drei Social Networks. heraus kommt:Werbung funktioniert bei StudiVZ nicht  . Stattdessen solle Community-Vermarktung wie das ebenfalls Holtzbrinck'sche Brands4Friends die Umsätze vergrößern - und endlich Erlöse bringen. Klassische Werbung interessiert den Lenker von StudiVZ  , SchülerVZ   und MeinVZ   nicht, um die für 2009 angepeilten Gewinne erzielen zu können. Wie halten es Rieckes Mitbewerber im Web 2.0?

Ganz andere Pläne als die drei VZ-Communitys verfolgt das Netzwerk MySpace  . "Wir setzen hierzulande zu 100 Prozent auf Werbung", sagt Joel Berger , Managing Director des MySpace-Vermarkters Fox Interactive Media Germany. Die einzige kommende Ausnahme würden Musik-Services sein. Noch in diesem Jahr wolle man mit den Content-Angeboten starten, so Berger gegenüber iBusiness. Dann würden auch kommerzielle Audio- und Video-Downloads in das Portfolio aufgenommen, skizziert Berger die Pläne von MySpace. Der Grund für den klaren Fokus auf Werbung ist eindeutig: "Fehlende Zahlungsbereitschaft, beziehungsweise -Möglichkeiten der Nutzer lassen eine andere Strategie auch kaum zu", so Joel Berger. Allerdings kooperiere man auf MySpace auch mit Shoppingclubs wie Buyvip   oder Brands4Friends  , das auch bei StudiVZ und Co. aktiv ist.

Beim Business-Netzwerk Xing  , setzt man Werbung dagegen traditionell wesentlich behutsamer ein - schließlich will man es sich besonders mit den zahlenden Premium-Mitgliedern nicht verscherzen. "Im ersten Halbjahr haben wir fast 16 Millionen Euro erzielt. Davon entfallen etwa 20 Prozent auf neue Geschäftsmodelle wie den Stellenmarkt und Werbung", sagt Patrick Möller , Director Investor Relations bei Xing. Aber auch E-Commerce findet bei Xing statt: Seit der Implementierung im Oktober setzte Xing rund 2 Millionen Euro in diesem Segment um, im ersten Halbjahr 2008 stieg der Umsatz auf mehr als 2 Millionen Euro. Besonders der Stellenmarkt ist die Cash Cow in diesem Bereich. Je Klick durch die Nutzer kassiert Xing 49 Cent von den Inserenten, die neue Mitarbeiter rekrutieren wollen. Man werde im Stellenmarkt mit neuen, automatisierten Einstelloptionen die Usability für die Personaler großer Unternehmen, die häufig mehrere Vakanzen inserieren, verbessern, so Möller. Mit Werbung setzte Xing im ersten Halbjahr mehr als 1 Million Euro um.

Die guten Xing-Zahlen werden auch am Studi-VZ-Sitz in Berlin beachtet - Xing hatte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2008 auf nahezu 16 Millionen Euro verdoppelt. Am heutigen Montag wurde Unternehmensgründer Lars Hinrichs von Deutsche Startups   mit dem Titel 'Deutschlands wichtigster Webgründer' geehrt. Besonders die Monetarisierung wurde von Jury lobend hervorgehoben  .
Thema: Erlösstrategien von Xing, Studi VZ und MySpace in Deutschland

Kommentar von Thomas Kletschke

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 (Foto Studio 54)
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