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Deutsche Recruiter mögen kein Social Media

02.11.2012 Deutsche HR-Manager bevorzugen es immer noch, Bewerber auf traditionellem Weg über Empfehlungen und nicht mithilfe von sozialen oder Business-Netzwerken zu rekrutieren - so das Ergebnis der 2012 HR Beat Studie  . Besonders deutsche Personalmanager mögen dieses sogenannte "Internet" nicht.

Die Studie fand heraus, dass 48 Prozent aller Befragten noch nie eine Online-Jobseite oder ein Business-Netzwerk wie Xing   oder Linkedin    zur Kandidatensuche genutzt haben. Vor allem deutsche Personaler hinken im weltweiten Vergleich hinterher, was die Nutzung und den Einsatz von sozialen und Business-Netzwerken angeht.

Von den 52 Prozent der Personalverantwortlichen, die zumindest eine Social-Media-Plattformen zur
Bewerbersuche nutzen sind dies
  • Job-Suchseiten (24 Prozent)
  • LinkedIn (24 Prozent),
  • Facebook   (23 Prozent)
  • Twitter   (12 Prozent).
Im Gegensatz dazu bevorzugen deutsche HR-Manager bei der Online-Suche
  • Jobseiten (24 Prozent)
  • Xing (22 Prozent) und
  • Facebook (15 Prozent).
  • LinkedIn (8 Prozent) und
  • Twitter (5 Prozent) spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die HR Beat Umfrage 2012 ergab außerdem, dass deutsche Angestellte zurückhaltender sind, wenn es um andere Arbeitsanreize geht: 46 Prozent haben noch nie danach gefragt. Diese Anreize gibt es meist in der Form von kostenlosen Getränken (31 Prozent) oder von Freizeit für ehrenamtliche Arbeiten (19 Prozent).

Im Vergleich zu Angestellten in anderen Ländern fordern deutsche Mitarbeiter mehr außerplanmäßige Vergütungen oder Beförderungen. Im weltweiten Vergleich sind es 31 Prozent, in Deutschland 38 Prozent. Andererseits interessieren sich weniger Deutsche für eine verlängerte Auszeit - im Vergleich sind dies 13 Prozent gegenüber 22 Prozent der international befragten Mitarbeiter. Dieser Unterschied ergibt sich aus dem großzügigen Urlaubsanspruch in Deutschland - so genannte Sabbaticals sind eine relativ neue Option.

Generationsunterschiede: Mitarbeiter der Generation X fordern am meisten


Im Vergleich der Generationen zeigten sowohl die internationalen als auch die deutschen Ergebnisse der Umfrage, dass Mitarbeiter der Generation X (30 bis 50 Jahre) am häufigsten fordern, wenn es in Bewerbungsgesprächen und jährlichen Leistungseinschätzungen um Gehaltserhöhungen oder Boni geht. Darüber hinaus fragen sie Arbeitsanreize oder flexible Arbeitsorte (zum Beispiel Home Office Arbeit) zu einem höheren Prozentsatz an als Baby Boomers (>50) und Millennials (20 bis 30 Jahre).

Im Gegensatz dazu sind Millennials mehr als jede andere Altersgruppen an der persönlichen Weiterentwicklung interessiert: 41 Prozent gaben an, dass Trainings sowie zusätzliche Urlaubszeit wichtig für sie seien. Gehaltserhöhungen werden von ihnen weniger häufig gefordert, Einstellungsboni werden von 58 Prozent angesprochen.

Die Umfrage ergab außerdem einen großen Unterschied zwischen den Ansprüchen, die Männer und Frauen an ihren Arbeitgeber stellen. Die befragten Personalverantwortlichen identifizierten die drei häufigsten Anfragen beider Geschlechter.

Weibliche Bewerber fragten vor allem die nachfolgenden Leistungen an:
  • Flexible Arbeitsplätze (49 Prozent)
  • Flexible Arbeitszeiten (44 Prozent)
  • Zusätzliche Arbeitsanreize (31 Prozent)

Männliche Mitarbeiter hingegen war eher Folgendes wichtig:
  • Höheres Gehalt (52 Prozent)
  • Einstellungsbonus ( 47 Prozent)
  • Höherer Jobtitel (44 Prozent)

Die Umfrage wurde von Dimensional Research   im Auftrag von SAP-Tochter SuccessFactors   unter über 1.500 HR-Verantwortliche und
Personalmanager in den USA, Australien, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich durchgeführt.
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