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Künstliche Intelligenz

KI-Systeme bedrohen die IT-Sicherheit. Oder eher im Gegenteil?

02.11.2023 Mehr als jedes dritte Unternehmen ist überzeugt, KI kann Cyberangriffe abwehren. Andererseits glauben 57 Prozent der Unternehmen, dass Angreifer aus dem Internet dank KI noch stärker werden.

Echt jetzt? (Bild: Midjourney/Sebastian Halm)
Bild: Midjourney/Sebastian Halm
Echt jetzt?
KI kann nahezu perfekt klingende Phishing-Mails formulieren oder sogar Code für Schadsoftware programmieren, KI kann aber auch Spam-Mails aus dem Postfach herausfiltern, verdächtige Kommunikation auf Servern erkennen und die Verantwortlichen frühzeitig bei Angriffen warnen. Ist generative Künstliche Intelligenz wie ChatGPT & Co. also ein Werkzeug für Cyberkriminelle oder unterstützt es eher die Cyberabwehr?

(Grafik: Bitkom)

Die Mehrheit der Unternehmen sieht derzeit vornehmlich Gefahren durch KI für die Cybersicherheit. 57 Prozent meinen, die Verbreitung generativer KI wird die IT-Sicherheit gefährden, weil sie von Cyberangreifern genutzt werden kann. Auf der anderen Seite sind 35 Prozent überzeugt, dass die Verbreitung von generativer KI die IT-Sicherheit verbessern wird, weil sie bei der Abwehr von Cyberangriffen genutzt werden kann. Das sind Ergebnisse einer Bitkom  -Befragung von 1.002 Unternehmen ab 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1 Mio. Euro, die in Deutschland im Frühsommer 2023 durchgeführt wurde.

"KI ist eine Basistechnologie, die sowohl großen Nutzen stiften als auch Schaden anrichten kann. Regulierung und Verbote werden insbesondere international und teilweise mit staatlicher Unterstützung agierende Cyberkriminelle nicht vom KI-Einsatz abhalten. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeit von KI bei der Cyberabwehr bereits heute zu nutzen und die Entwicklungen mit Tempo voranzutreiben", sagt Susanne Dehmel , Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

(Grafik: Bitkom)

An der Umsetzung hapert es aktuell allerdings noch. Nur 14 Prozent der Unternehmen haben sich bereits mit dem KI-Einsatz zur Verbesserung der Cybersicherheit beschäftigt. Weitere 24 Prozent haben das zwar noch nicht getan, halten dies aber künftig für möglich. Die Mehrheit von 59 Prozent hat sich damit weder beschäftigt noch kommt dies für sie in Zukunft in Frage.

"In Zukunft wird Künstliche Intelligenz in der Standardsoftware zur IT-Sicherheit breit verfügbar sein. Die Sicherheitsexpertinnen und -experten in den IT-Abteilungen sollten darauf aber nicht warten und sich heute bereits mit dem KI-Einsatz in der Cybersecurity beschäftigten", so Dehmel.
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