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Wie Marketer mit der Krisensituation umgehen
15.12.2022 Krisen und Unsicherheit im kommenden Jahr veranlassen Marketing-Fachleute dazu, ihre Karrieren und Arbeitsweisen zu überdenken, hat eine Studie festgestellt.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Ein Fünftel der Marketer gab an, dass sie ihr derzeitiges Stressniveau mit 8 von 10 Punkten bewerten würden. Ein weiteres Fünftel bewertet es mit 7 Punkten.
- Das Stressniveau ist höher als vor der Pandemie, als die Mehrheit (18,7 Prozent) ihr Stressniveau mit 5 von 10 Punkten bewertete.
- Das erhöhte Stressniveau zählt denn auch zu den größten Sorgen der Marketer, neben der Sicherheit des Arbeitsplatzes. Die Folge: Die Unsicherheit hält viele Marketer davon ab, Risiken einzugehen
- 19,8 Prozent der Marketingfachleute bewältigen die Unsicherheit im Beruf, indem sie mit Familie, Freunden und Kollegen sprechen. Rund 11 Prozent konsultieren gar Ärzte, Psychiater sowie Coaches oder setzen auf Meditation und Achtsamkeit (10,8 Prozent). Aber auch der Austausch im Unternehmen (10,8 Prozent), Fortbildung und Schulungen (9,6 Prozent) und die Einführung neuer Ideen (8 Prozent) helfen ihnen, die Situation zu bewältigen.
- In der Pandemiezeit haben viele Marketer dazugelernt. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt, dass "Arbeit nicht alles ist" und das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen eine größere Rolle spielen muss.
- Eine weitere Lehre: Die Digitalisierung der Unternehmen ist ein wesentliches Element des Marketings. Marketer müssen sich deshalb neue digitale Fähigkeiten aneignen.
- Als positivste Veränderungen der Krise wird wahrgenommen, dass Marketing seit 2020 an Bedeutung gewonnen hat (13,2 Prozent) und dass für viele die Work-Life-Balance (13,80 Prozent) wichtiger geworden ist.
- 85 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass "sinnvolles Marketing" an Relevanz gewinnt. "Nachhaltigkeit, Vielfalt, Gerechtigkeit und Integration" ist der Marketingtrend, auf den sie sich 2023 am meisten freuen. Wichtiger werden zudem Content Marketing, Authentizität auf Social Media sowie AR und VR.
- Trotz des hohen Stresslevels bejahten die meisten Befragten, dass sie sich vorstellen können, auch in Zukunft im Marketing zu arbeiten. Rund 20 Prozent sogar ihr ganzes Berufsleben lang.
- 22 Prozent der befragten Unternehmen bewältigten die steigenden Kosten einfach durch einen Einstellungsstopp.
