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Amazon Prime: Die Quadratur des E-Commerce

13.05.2016 Wenn von Win-win-Situationen die Rede ist, wird nicht selten einer der vermeintlichen Partner übervorteilt. Nicht so bei Amazon Prime: Der Retail-Gigant profitiert, die Händler dürfen sich freuen - und nicht einmal die Kunden beschweren sich.

Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Bild: Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst
Natürlich lässt sich Amazon nicht in die Karten sehen. Ob und wie gut sich das Prime-Programm für den ECommerce-Riesen rechnet, lässt sich von außen kaum beurteilen. Vieles spricht allerdings dafür, dass Amazon alles richtig macht.

  • Der Prime-Service ist attraktiv, aber nicht kostenlos. Dadurch bindet Amazon nur die Kunden an sich, die es auch ernst meinen. Ergebnis: Prime-Kunden sind Heavy-Shopper.
  • Die Prime-Services skalieren gut. Amazon bietet Prime-Kunden Dienste, die in der Masse wenig Kosten verursachen. Bei Cloud-Service, Logistik-Dienstleistungen und digitalen Gütern sind die Grundkosten hoch, aber nicht die Kosten pro Nutzer.
  • Alle Beteiligten fühlen sich wohl. Die Kunden erhalten attraktive Zusatzdienste, die Händler und Amazon selbst erhalten besonders treue Kunden, hohe Umsätze und bessere Margen.

Unterm Strich schafft Amazon damit die Quadratur des ECommerce-Kreises: Zufriedene Kunden, die wegen ausgezeichnetem Service auch bereit sind mehr zu bezahlen. Nach diesem Rezept haben Onlinehändler bislang vergeblich gesucht.
Thema:

Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

... und Händler davon profitieren können. 17 Millionen Kunden nutzen in Deutschland eine Prime-Mitgliedschaft und die meisten dürften glauben, dass sie damit Geld sparen. Stimmt nicht, hat iBusiness herausgefunden. Und weiß, warum das für den Handel eine gute Nachricht ist.

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Ständig etwas Neues: Amazon arbeitet kontinuierlich daran, seinen Prime-Service attraktiver zu machen. Die wenigsten Kunden bemerken, dass sie dadurch teurer einkaufen. (Bild: Amazon.de)
Bild: Amazon.de
Ständig etwas Neues: Amazon arbeitet kontinuierlich daran, seinen Prime-Service attraktiver zu machen. Die wenigsten Kunden bemerken, dass sie dadurch teurer einkaufen.

Kommentar von Dominik Grollmann

Amazon Prime: Die Quadratur des E-Commerce

Wenn von Win-win-Situationen die Rede ist, wird nicht selten einer der vermeintlichen Partner übervorteilt. Nicht so bei Amazon Prime: Der Retail-Gigant profitiert, die Händler dürfen sich freuen - und nicht einmal die Kunden beschweren sich.

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Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
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