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Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

13.05.2016 ... und Händler davon profitieren können. 17 Millionen Kunden nutzen in Deutschland eine Prime-Mitgliedschaft und die meisten dürften glauben, dass sie damit Geld sparen. Stimmt nicht, hat iBusiness herausgefunden. Und weiß, warum das für den Handel eine gute Nachricht ist.

Ständig etwas Neues: Amazon arbeitet kontinuierlich daran, seinen Prime-Service attraktiver zu machen. Die wenigsten Kunden bemerken, dass sie dadurch teurer einkaufen. (Bild: Amazon.de)
Bild: Amazon.de
Ständig etwas Neues: Amazon arbeitet kontinuierlich daran, seinen Prime-Service attraktiver zu machen. Die wenigsten Kunden bemerken, dass sie dadurch teurer einkaufen.

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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Händler, die mit Prime-Option verkaufen, können höhere Preise erzielen - und erhalten besonders treue Kunden.
Amazons Prime ist beliebt wie kein zweites Kundenbindungsprogramm. Allein in den USA sollen inzwischen 54 Millionen Kunden die Mitgliedschaft gebucht haben, schätzen die Marktforscher von Consumer Intelligence Research Partners  . Damit wäre inzwischen beinahe jeder zweite US-Haushalt Prime-Kunde.

Und auch in Deutschland ist der Service kaum weniger erfolgreich: 17 Millionen Käufer - und damit fast 40 Prozent der regelmäßigen Amazon-Kunden - nutzen hierzulande bereits die Vorteile der 49-Euro-Mitgliedschaft, hat Statista gerade erst in seinem Digital Market Outlook   herausgefunden.

2007 - als der Service erstmals eingeführt wurde - waren die Vorteile noch überschaubar: Prime bestand im Wesentlichen aus einer Versandkostenflatrate mit schnellem Premiumversand. 19,90 Euro jährlich kostete der Dienst damals und lohnt sich vor allem für Vielbesteller. Seither wurde der Service zwar deutlich teurer (derzeit 49 Euro pro Jahr), aber auch sehr viel attraktiver. Derzeit umfasst der Service:

  • Versand-Flatrate für Artikel unter 29 Euro. Spart pro Bestellung 3 Euro.
  • Kostenlose Premium-Lieferung oder Same-Day in Metropolregionen.
  • Früher Zugriff auf Blitzangebote und BuyVIP-Angebote.
  • Amazon Pantry für Lebensmittel und Haushaltswaren.
  • Prime Instant Video mit über 12.000 Filmen und Serienepisoden.
  • Prime Music mit rund einer Million Titeln.
  • Leih-EBooks aus der Kindle-Leihbücherei (rund 500.000 Tiltel)
  • Unbegrenzter Cloud-Speicherplatz in Prime Photos

Noch immer sind die Versandvorteile der Top-Grund für die Prime-Mitgliedschaft. Die meisten Kunden dürften glauben, mit der Versandkostenpauschale günstiger zu fahren.
Noch immer sind die Versandvorteile der Top-Grund für die Prime-Mitgliedschaft. Die meisten Kunden dürften glauben, mit der Versandkostenpauschale günstiger zu fahren. (Grafik: Statista.de) Quelle: http://www.statista.de
Das Beste aber: All diese Services gibt es im Prinzip kostenlos. Wer nur einmal im Monat eine Bestellung bei Amazon tätigt und dabei drei Euro Versandkosten spart, hat die Prime-Kosten schon beinahe wieder drin. Ab der 17. Bestellung ist sogar Geld gespart - und die gesamten nützlichen Services gibt es als Gratiszugabe obendrein.

Kein Wunder, dass fast alle Verbraucherportale eine Mitgliedschaft empfehlen, sofern der Kunde ohnehin regelmäßig beim Mega-Retailer einkauft. "Vielbesteller profitieren in jedem Fall von der Amazon Prime-Mitgliedschaft", schreibt etwa das Magazin Sparwelt.de   und legt die 49-Euro-Gebühr aufs Jahr um: "Bei rechnerisch rund 4 Euro pro Monat lohnt sich der Premium-Status schon ab einer Bestellung pro Monat unter 29 Euro - ideal für Käufer, die beim Versandhändler regelmäßig Kleinigkeiten bestellen."

Millionen Kunden weltweit halten sich an solche Empfehlungen, genießen die kostenlosen Zusatzdienste und wiegen sich in der Zuversicht, die Gebühren der Prime-Mitgliedschaft über die Versandkostenflatrate "zurückzuverdienen". Entsprechend nennen 96 Prozent der Kunden in der Statista-Umfrage die Versandvorteile als einen der Hauptgründe für das Abo. Das macht sie zu besonders treuen Amazon-Kunden.

Doch geht die Rechnung wirklich auf?

Prime lohnt sich nicht - nur jede vierte Bestellung ist günstiger

iBusiness hat die Probe aufs Exempel gemacht. Ergebnis: Rein unter Kostengesichtspunkten lohnt sich eine Prime-Mitgliedschaft nicht. Selbst ausgesprochene Vielbesteller schaffen es kaum, unterm Strich von der Gratislieferung zu profitieren. Im Gegenteil: Kunden, die den Prime-Versandvorteil nutzen wollen, zahlen in den meisten Fällen sogar kräftig drauf.

Prime als Kostenfaktor: Nur bei 12 von 50 Bestellungen konnte ein Prime-Besteller einen Kostenvorteil durch die Versandkostenpauschale erzielen. In 22 Fällen musste er aber einen Aufpreis bezahlen.
Prime als Kostenfaktor: Nur bei 12 von 50 Bestellungen konnte ein Prime-Besteller einen Kostenvorteil durch die Versandkostenpauschale erzielen. In 22 Fällen musste er aber einen Aufpreis bezahlen. (Grafik: HighText Verlag)
Im Test zeigte sich, dass Prime-Käufer nur bei jeder vierten Bestellung Geld sparen konnten. Von 50 willkürlich ausgewählten Testprodukten waren 22 trotz Versandvorteil sogar teurer, wenn ein Händler mit Prime-Option gewählt wurde. Bei fünf Produkten gab es keinen Preisunterschied zwischen Prime- und Non-Prime-Händlern. Bei 23 Produkten waren Händler mit Prime-Option die günstigsten Anbieter. Elf Produkte davon wurden jedoch ohnehin versandkostenfrei geliefert, weil der Warenwert 29 Euro überstieg. So blieben überhaupt nur zwölf Bestellungen, bei denen der Prime-Kunde einen Kostenvorteil durch die Versandpauschale erzielen konnte.

Praxisnahe Produktauswahl

Um einen seriösen Vergleich zu erstellen, hat iBusiness 50 willkürlich ausgewählte Einzelbestellungen im Wert zwischen 2,27 Euro und 338 Euro verglichen. Insgesamt betrug der Wert aller Bestellungen rund 2.000 Euro. Mit diesem Szenario liegt iBusiness weit über dem durchschnittlichen Einkaufsverhalten und simuliert einen ausgesprochenen Vielnutzer, der in jedem Fall von den Prime-Vorzügen profitieren müsste.

Der Warenkorb wurde auf eine realitätsnahe Weise ausgewählt: In acht beliebten Kategorien (Elektronik, Sport & Freizeit, Kleidung, Spielzeug, Beauty, Auto, Baumarkt, Küche und Haushalt) wurden jeweils die drei Top-Seller-Produkte und drei Mid-Seller-Produkte (aus dem Verkaufsrang ab 80) ausgewählt. Die Produkte mussten dabei die folgenden Bedingungen erfüllen:
  • Sie mussten von mehr als einem Händler angeboten werden.
  • Es durften keine Folgeverträge an den Kauf geknüpft sein (etwa bei Handys).
  • Das Produkt musste sowohl mit als auch ohne Prime-Option bestellbar sein.
  • Bei mehreren Produkt-Optionen (z.B. Farbe o. Größe) wurde jeweils die erste verfügbare gewählt.
  • Für jedes einzelne Produkt wurde der Gesamtpreis inklusive Versandkosten ermittelt.

Um die runde Zahl von 50 Produkten zu erreichen, wurden in der Kategorie Küche und Haushalt acht Produkte (vier Top-, vier Mid-Seller) verglichen.

Die Ergebnisse:

Kategorie Elektronik

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
POLAR Trainingscomputer M400 146,90 € 149,00 € -2,10 €
TomTom Start 50 Europe Navigationsgerät 112,00 € 129,99 € -17,99 €
Xoro HRK 7660 HD Receiver 46,68 € 44,98 € -
Technisat TechniStar S2 108,50 € 97,97 € -
Zalman ZM-MIC1 Mikrofon 7,33 € 7,99 € -0,66 €
LG G4 Smartphone 14 cm (5,5 Zoll) 332,01 € 338,00 € -5,99 €
Prime-Besteller spart-26,74 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.


Kategorie Sport & Freizeit

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
Blackroll Orange, Selbstmassagerolle 29,90 € 29,90 €-
Garmin vivosmart HR Fitnessarmband 113,00 € 119,00 €-6,00 €
Fitbit Aktivitätstracker Charge HR 119,00 € 119,00 €-
Petzl Erwachsene Stirnlampe Tikkina 16,90 € 16,90 €-
Contigo Thermobecher West Loop 28,60 € 29,09 €-0,49 €
Bama Unisex - Erwachsene Einlegesohlen schwarz 36 6,02 € 6,12 €-0,10 €
Prime-Besteller spart-6,59 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.



Kategorie Kleidung

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
FLEXFIT Baseball Cap in versch. Farben 9,62 € 10,90 €-1,28 €
GILDAN - Unisex Kapuzen-Sweatshirt 12,08 € 13,99 €-1,91 €
Calvin Klein Herren Boxershorts TRUNK, 3er 19,68 € 27,28 €-7,60 €
JACK & JONES Sweatjacke Storm Sweat 31,80 € 28,85 €2,95 €
Brandit Urban Legend Short Darkcamo 3XL 33,85 € 30,79 €-
Tommy Hilfiger Herren Gürtel NEW DENTON 29,00 € 29,56 €-0,56 €
Prime-Besteller spart-8,40 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.



Kategorie Spielzeug

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
Panini Euro 2016 Sticker Display mit 100 Tüten 56,39 € 54,90 €-
KOSMOS Spiele - Kartenspiel Halt mal kurz 7,80 € 6,99 €0,81 €
Splash Toys - Bunch O Balloon Wasserbomben 9,85 € 7,98 €1,87 €
Theo Klein - Arztkoffer 10-teilig, 27cm 18,09 € 16,99 €1,10 €
Aquabeads - Kinder-Bastelsets - Starter-Set 19,88 € 15,99 €3,00 €
Hasbro - Nerf N-Strike Elite 30er Darts 12,00 € 9,94 €2,06 €
Prime-Besteller spart8,84 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.



Kategorie Beauty

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
Tetesept Bäder Geschenkset Verwöhnmomente 6,99 € 6,99 €-
Chopard Wish femme, Eau de Parfum 23,95 € 23,99 €-0,04 €
Joop! homme, Eau de Toilette 26,91 € 24,15 €2,76 €
Nivea Sun Pflegendes Sonnenspray LSF 50+ 9,01 € 6,99 €2,02 €
Hugo Boss Orange femme, Eau de Toilette 36,90 € 36,25 €-
Pferdebalsam wärmend extra stark 6,97 € 8,95 €-1,98 €
Prime-Besteller spart2,76 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.



Kategorie Auto

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
Castrol EDGE Motorenöl 5W-30 5L 36,80 € 37,03 €-0,23 €
OSRAM NIGHT BREAKER H7 17,79 € 17,65 €0,14 €
TUGA Alu-Teufel Spezial Felgenreiniger 12,40 € 12,93 €-0,53 €
Filmer Adapterstück 13-polig auf 7-polig 5,27 € 5,55 €-0,28 €
Kleinmetall Carlok Lenkradkralle 28,59 € 28,75 €-0,16 €
F100 2800 Fahrradreiniger, 1000 ml 14,59 € 15,19 €-0,60 €
Prime-Besteller spart-1,66 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.



Kategorie Baumarkt

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
Hansgrohe Croma 100 Vario Handbrause 21,50 € 19,23 €2,27 €
Bosch Rasentrimmer ART26SL 39,49 € 36,99 €-
Leifheit Fenstersauger Set 47,71 € 43,99 €-
Rundheizkörper Haken 6 Stück 9,20 € 9,35 €-0,15 €
Brennenstuhl Premium Steckdosenleiste 4-fach 12,75 € 7,95 €3,00 €
tesa Fliegengitter für Fenster, durchsichtig 12,90 € 13,79 €-0,89 €
Prime-Besteller spart4,23 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.


Kategorie Küche und Haushalt

ProduktbezeichnungPreis o. Prime1
(inkl. Versand)

Prime-
Ersparnis2
AEG PerfectMix SB2400 Mix 47,95 € 39,99 €-
Gefu Spiralschneider Spirelli 2,0, Edelstahl 24,95 € 24,95 €-
Brita Filterkartuschen Maxtra Pack 6 28,90 € 24,99 €3,00 €
SodaStream Wassersprudler Crystal 114,99 € 107,99 €-
Intex Luftbett 191 x 76 x 22 cm 12,60 € 13,28 €-0,68 €
Bohemia Cristal SIMAX Karaffe ca. 1100 ml 14,80 € 15,52 €-0,72 €
Vileda Viva Express Smart+ Bügeltisch 42,48 € 29,99 €-
Severin AT 2509 Automatik-Toaster 43,05 € 40,99 €-
Prime-Besteller spart1,60 €
1 Günstigster Anbieter ohne Prime-Option; 2 Negatives Vorzeichen = Prime kostet Aufpreis; Maximale Ersparnis pro Prime-Bestellung: 3 Euro (bei Bestellwert unter 29 Euro). Unberücksichtigt ist der Vorteil des schnelleren Versands; Preise: Stand 4.5.2016, 12 bis 12:46 Uhr.


Prime-Kunden zahlen kräftig drauf

Test-Warenkorb aus 50 Einzelbestellungen Gesamtpreis inkl. Versand
Alle Produkte m. Prime-Option1.995,52 €
./. Alle Produkte o. Prime (günstigster Händler)1.969,56 €
Prime-Aufpreis25,96 €
zzgl. Kosten Abo (jährl.)49,00 €
Prime-Kosten gesamt74,96 €
Es ist bereits ernüchternd, dass sich in der Praxis lediglich bei jedem vierten Produkt ein Kostenvorteil durch die versandkostenfreie Lieferung erzielen ließ. Doch dies ist erst die halbe Wahrheit. Noch dramatischer sieht die Rechnung aus, wenn die Gesamtkosten betrachtet werden. Ein Prime-Kunde, der alle Produkte des Testwarenkorbs als Einzelbestellung mit Prime-Option bestellt, zahlt insgesamt 1.995,52 Euro. Ein Non-Prime-Kunde ist dagegen bereits mit 1.969,56 Euro dabei und zahlt somit für dieselben 50 Einzelbestellungen 25,96 Euro weniger als der Prime-Kunde.

In unserem Testwarenkorb ist eine Prime-Bestellung im Schnitt mehr als ein Prozent teurer als eine Non-Prime-Bestellung. Die Kosten für das Prime-Abo (49 Euro) addieren sich noch hinzu, sodass der Prime-Kunde unterm Strich für die selbe Bestellung einen Aufpreis von 74,96 Euro zahlt. Und: Es verhält sich keineswegs so, dass sich eine Prime-Mitgliedschaft mit steigendem Bestellaufkommen besser rechnet. Im Gegenteil: Im Schnitt ist jede einzelne Prime-Bestellung teurer als eine herkömmliche.

Test-Warenkorb aus 50 Einzelbestellungen Gesamtpreis inkl. Versand
Prime-Option nur wenn günstiger (= Verzicht auf Premiumversand)1.944,58 €
./. Alle Produkte o. Prime (günstigster Händler)1.969,56 €
Prime-Aufpreis- 24,98 €
zzgl. Kosten Abo (jährl.)49,00 €
Prime-Kosten gesamt24,02 €
Natürlich ist ein Prime-Kunde nicht gezwungen beim (teureren) Prime-Händler einzukaufen. Er kann auf den Vorteil des Premiumversands verzichten und ebenfalls die günstigsten Händler kombinieren. Aber selbst dann lohnt sich das Prime-Abo finanziell nicht. Während der Non-Prime-Kunde für unseren Test-Warenkorb immer noch 1.969,56 Euro bezahlt, kommt der optimierte Prime-Kunde mit 1.944,58 Euro zwar etwas günstiger weg. Er würde immerhin 24,98 Euro sparen.

Allerdings hat er für diesen Preisvorteil mit einer Jahresmitgliedschaft in Höhe von 49 Euro bezahlt. Unterm Strich bleibt ein Minus von 24,02 Euro. Zudem musste er bei jeder zweiten Bestellung auf den kostenlosen Premiumversand verzichten - obwohl der Versandvorteil einer der Hauptgründe für das Prime-Abo ist.

Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass selbst ein absoluter Heavy-Buyer seine Prime-Mitgliedschaft kaum über den Versandkostenvorteil hereinholen kann. Im Gegenteil: Will er den Vorteil des kostenlosen Premiumversands konsequent nutzen, muss er einen Aufpreis zahlen, der weit über die Prime-Gebühr hinaus geht. Aber selbst wenn er penibel versucht seinen Kostenvorteil zu nutzen, kann er bestenfalls einen Teil der Gebühr hereinholen. Er muss dazu aber sogar bereit sein, auf einen Teil der Leistung (Premiumversand) zu verzichten.

Unterm Strich bleibt die Erkenntnis: Schnäppchenjäger sind oft blind (siehe iBusiness: Der Cyber-Monday-Schwindel - Wie Amazon mit angeblichen Rabatten den Markt aufmischt). Allein aus pekuniären Gründen lohnt sich eine Prime-Mitgliedschaft nicht. Die Kunden müssen schon bereit sein, einen Aufpreis für eine der weiteren gebotenen Serviceleistungen zu zahlen.

Gute Nachricht für Händler: Kunden lieben Prime trotzdem

Marktplatz-Kenner Mark Steier: 'Prime-Nutzer kaufen häufiger und zahlen mehr.' (Bild: Privat)
Bild: Privat
Marktplatz-Kenner Mark Steier: 'Prime-Nutzer kaufen häufiger und zahlen mehr.'

Für Händler verbirgt sich hinter dem Zahlenspiel allerdings eine gute Nachricht: Ganz offensichtlich erzielen sie für Produkte, die mittels Prime-Option geliefert werden, einen besseren Preis. Der durchschnittliche Aufpreis von unter zwei Prozent mag auf den ersten Blick marginal erscheinen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass eine Preiserhöhung von einem Prozent den Gewinn des Händlers bereits um 10 bis 25 Prozent steigern kann. "Prime-Kunden können durchaus eine höhere Zahlungsbereitschaft haben", meint auch Marktplatzkenner Mark Steier , der den Blog Wortfilter   betreibt. "Schließlich haben sie eine Mitgliedschaft abgeschlossen und wollen nun auch etwas davon haben."

Mit Prime-Option verbessert sich aber nicht nur die Marge des Händlers, sondern auch der Umsatz. "Prime-Kunden kaufen signifikant mehr und signifikant häufiger", weiß Steier. Während unter deutschen Non-Prime-Kunden nur 27 Prozent mehrmals monatlich bei Amazon einkaufen, beträgt dieser Anteil unter den Primern satte 70 Prozent. Neun Prozent kaufen sogar mehrmals wöchentlich (Non-Prime: 1 Prozent), hat Statista herausgefunden.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen US-Studien: So gaben 74 Prozent der amerikanischen Prime-Mitglieder an, dass sie Amazon seit dem Abo häufiger nutzen. Und 79 Prozent der Prime-Member geben mehr als 800 US-Dollar jährlich aus, während dies nur 16 Prozent der normalen Kunden tun, hat RBC Capital   erst im Oktober vergangenen Jahres veröffentlicht.

Prime-Kunden zahlen nicht nur mehr, sie bestellen auch häufiger.
Prime-Kunden zahlen nicht nur mehr, sie bestellen auch häufiger. (Grafik: Statista.de) Quelle: http://www.statista.de
Dies ist insofern erfreulich, als die Kosten für das Kundenbindungsprogramm komplett von Amazon getragen werden. Weder für den kostenlosen Premiumversand, noch für die zahlreichen Zusatzleistungen werden die Händler selbst direkt zur Kasse gebeten. Aus Händlersicht handelt es sich daher um eine äußerst gelungene Kundenbindungsmaßnahme.

Mark Steier empfiehlt daher Händlern generell, die Prime-Option zu nutzen. "Prime läuft überall gut", empfiehlt der langjährige Marktplatz-Kenner. "Besonders empfehlenswert sind Sortimente, bei denen eine sofortige Verfügbarkeit wichtig ist."
Die Hürden sind nicht besonders hoch. Händler müssen lediglich:
  • Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen und ihre Ware bei Amazon einlagern und
  • den Verkaufspreis inklusive Versandkosten angeben.

Sofern das Produkt nicht aufgrund von Sonderbestimmungen (Jugendschutz, Größe, Gewicht etc.) vom Prime-Programm ausgenommen ist, kümmert sich Amazon automatisch um den Rest. Besonders qualifizierte Händler können sich zudem seit Kurzem darum bewerben, Prime-Lieferungen auch aus dem eigenen Lager anzubieten. "Dies kann sich für große Händler lohnen, die aufgrund ihres Versandaufkommens ohnehin gute Konditionen bei ihrem Logistiker erhalten", erklärt Steier.

Vorteile von Prime-aus-dem-eigenen-Lager
  • Bessere Kundenbindung durch eigene Verpackung/Beilagen.
  • Kostenersparnis gegenüber FBA möglich.
  • Limitierter Warenbestand kann zeitgleich auf mehreren Plattformen angeboten werden.

Nachteile von Prime-aus-dem-eigenen-Lager
  • Bewerbung bei Amazon notwendig. Exzellente Sellerperformance ist Voraussetzung.
  • Premiumversand muss selbst organisiert/bezahlt werden.
  • Eigene Retourenabwicklung.

Man kann viel Schlechtes über Amazon sagen (siehe iBusiness: Amazon-Marketplace - Die miesen Tricks des Retail-Giganten) - aus Händlersicht handelt es sich bei Amazon Prime um eine äußerst gelungene Marketing-Maßnahme: Die Kunden sind zufrieden, Händler verdienen und Amazon kurbelt seinen Umsatz an. Im Prinzip hat Amazon mit Prime den heiligen Gral des E-Commerce entdeckt und entkommt mit Branding und Service der Preisvergleichsfalle.

Daran dürfte sich in Zukunft wenig ändern: Mit Exklusiv-Produkten, Prime-Now-Lieferung und Amazon Video Direct stehen schon die nächsten Prime-Angebote in den Startlöchern. Auch die dürften sich für den Kunden kaum rechnen - aber die Attraktivität des Programms weiter erhöhen.
Thema: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Kommentar von Dominik Grollmann

Amazon Prime: Die Quadratur des E-Commerce

Wenn von Win-win-Situationen die Rede ist, wird nicht selten einer der vermeintlichen Partner übervorteilt. Nicht so bei Amazon Prime: Der Retail-Gigant profitiert, die Händler dürfen sich freuen - und nicht einmal die Kunden beschweren sich.

Weiterlesen
Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
Neuer Kommentar  Kommentare:
kein Bild hochgeladen
Von: Peter Jacobshagen ,  SAP Signavio
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Ihre Berechnungen scheinen mir fehlerhaft zu sein. In den Tabellen für die unterschiedlichen Kategorien sind mehrfach Produkte die über Prime günstiger sind aufgelistet, aber in der Spalte "Ersparnis" steht dann nur ein "-". (Beispiele: Sodastream, Bosch Rasentrimmer, AEG PerfectMix, u.a.).
An andere Stelle stimmt die Differenz nicht (Beispiel: Brita Filterkartuschen Maxtra Pack 6 - Die Differenz zw. den Preisen ist €3,91 und nicht €3,00). Da sollten Sie alle Zahlen nochmal überprüfen und nochmal nachrechnen, bevor Sie solche Artikel veröffentlichen!
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Sehr geehrter Herr Jacobshagen,

keine Sorge, die Berechnungen sind richtig und die Angaben in den Tabellen stimmen, auch wenn Sie auf den ersten Blick einen Fehler vermuten. Ihre Anmerkungen erklären sich wie folgt:

- Die Ersparnis einer Prime-Bestellung kann maximal 3 Euro betragen. Schließlich kann jeder Kunde beim Prime-Händler bestellen. Der Non-Prime-Kunde muss dann allerdings die Versandkosten in Höhe von 3 Euro bezahlen. Der Prime-Kunde nicht. Dies erklärt, weshalb die "Prime-Ersparnis" nicht höher als 3 Euro ausfallen kann.

- Produkte, die mit Prime-Option verfügbar sind, liefert Amazon ab einem Warenwert von 29 Euro Amazon generell versandkostenfrei. Auch an Non-Prime-Kudnen. Das heißt, dass Prime-Kunden bei diesen Produkten keinen Versandkostenvorteil genießen. Dies erklärt, weshalb an manchen Produkten ein "-" steht, obwohl man auf den ersten Blick einen Kostenvorteil für Prime-Kunden erwarten könnte.

Noch einmal kurz zusammengefasst: Der Versandkostenvorteil eines Prime-Kunden kann höchsten 3 Euro betragen. Ab 29 Euro Warenwert gibt es keinen Versankostenvorteil für Prime-Kunden.

Vielen Dank im übrigen für Ihre Nachfrage!
kein Bild hochgeladen
Von: Steffen Doberstein ,  Unternehmensberatung Doberstein
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Ich glaube zwar nicht, dass ein Fehler vorliegt, aber es fehlen definitiv Informationen, wie die Prime-Zahlungsbedingungen funktionieren. Wir haben es vermutlich nicht verstanden. Sie müssen schon neben dem negativen Vorzeichen (das verstehen wir auhc selbst) erklären, wie der Strich zustande kommt, was er bedeutet. Wieso spart die Versand-Flatrate bei unter 29 Euro Bestellung exakt 3 Euro? Wenn der Prime-Kunde für den Technisat-Fernseher (?) 97,97 zahlt der Nicht-Prime-Kunde hingegen 108,50 Euro zahlen muss, scheint auch mir der Vorteil bei über 10 Euro beim Prime-Kunden zu liegen.
So ist Ihre Rechnung nicht nachvollziehbar, obwohl Sie sich viel Mühe für Transparenz gemacht haben.
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Sehr geehrter Herr Jacobshagen,

keine Sorge, die Berechnungen sind richtig und die Angaben in den Tabellen stimmen, auch wenn Sie auf den ersten Blick einen Fehler vermuten. Ihre Anmerkungen erklären sich wie folgt:

- Die Ersparnis einer Prime-Bestellung kann maximal 3 Euro betragen. Schließlich kann jeder Kunde beim Prime-Händler bestellen. Der Non-Prime-Kunde muss dann allerdings die Versandkosten in Höhe von 3 Euro bezahlen. Der Prime-Kunde nicht. Dies erklärt, weshalb die "Prime-Ersparnis" nicht höher als 3 Euro ausfallen kann.

- Produkte, die mit Prime-Option verfügbar sind, liefert Amazon ab einem Warenwert von 29 Euro Amazon generell versandkostenfrei. Auch an Non-Prime-Kudnen. Das heißt, dass Prime-Kunden bei diesen Produkten keinen Versandkostenvorteil genießen. Dies erklärt, weshalb an manchen Produkten ein "-" steht, obwohl man auf den ersten Blick einen Kostenvorteil für Prime-Kunden erwarten könnte.

Noch einmal kurz zusammengefasst: Der Versandkostenvorteil eines Prime-Kunden kann höchsten 3 Euro betragen. Ab 29 Euro Warenwert gibt es keinen Versankostenvorteil für Prime-Kunden.

Vielen Dank im übrigen für Ihre Nachfrage!
kein Bild hochgeladen
Von: Steffen Doberstein ,  Unternehmensberatung Doberstein
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Sehr geehrter Herr Grollmann,

dann sind die Tabellen aber stark irreführend. Wenn die Nicht-Prime-Spalte nur den Nicht-Prime-Händler anzeigen soll, obwohl es gar keinen Sinn macht, dort einzukaufen, dann sollten Sie die Spaltenbeschriftung ändern. Sinnvoller ist es aber dort anzugeben, was der Nicht-Prime-Kunde bezahlen muss (so haben wir Leser die Spalte verstanden. Das bedeutet im Technisat-Bsp. also auch in der Nicht-Prime-Spalte: 97,97. Strich bedeutet somit NULL? Die Differenz zwischen Prime- und Nicht-Prime-Spalte ergibt dann stets den "Vorteil".
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Gut dass wir darüber sprechen :-). Die Tücke liegt auch bei Amazon im Kleingedruckten.

"Wenn der Prime-Kunde für den Technisat-Fernseher (?) 97,97 zahlt der Nicht-Prime-Kunde hingegen 108,50 Euro zahlen muss, scheint auch mir der Vorteil bei über 10 Euro beim Prime-Kunden zu liegen."

An dem Beispiel kann man es gut durchspielen:
- Der günstigster Anbieter ohne Prime-Option bietet den Fernseher für 108,50 Euro an.
- Der günstigster Anbieter mit Prime-Option bietet den Fernseher für 97,97 Euro an.
- Bei Produkten ab 29 Euro werden keine Versandkosten fällig.
=> Der Prime- und der Non-Prime-Kunde können den Fernseher beim gleichen Händler bestellen und bezahlen jeweils 97,97 Euro inkl. Versand.
= Es gibt keinen Kostenvorteil für den Prime-Kunden

Anders verhält es sich dagegen bei der Brita-Filterkartusche
- Der günstigster Anbieter ohne Prime-Option bietet sie für 28,90 Euro an.
- Der günstigster Anbieter mit Prime-Option bietet sie für 24,99 Euro an.
- Bei Produkten unter 29 Euro muss der Non-Prime-Kunde drei Euro Versandkosten bezahlen.
=> Der Prime-Kunde bestellt die Kartusche beim Prime-Händler und bezahlt 24,99 Euro. Der Non-Prime-Kunde kauft sie ebenfalls beim gleichen Händler und bezahlt inkl. Versand 27,99 Euro.
= Der Kostenvorteil für den Prime-Kunden beträgt 3 Euro.

Drittes Beispiel Hansgrohe Croma 100 Vario Handbrause:
- Der günstigster Anbieter ohne Prime-Option bietet sie für 21,50 Euro an.
- Der günstigster Anbieter mit Prime-Option bietet sie für 19,23 Euro .
- Der Non-Prime-Kunde muss 3 Euro Versandkosten zahlen (Warenwert unter 29 Euro).
=> Der Prime-Kunde bestellt die Brause beim Prime-Händler und bezahlt 19,23 Euro. Der Non-Prime-Kunde würde bei diesem Händler 22,23 Euro bezahlen. Er kauft daher beim Non-Prime-Händler für 21,50 Euro inkl. Versand.
= Der Kostenvorteil für den Prime-Kunden beträgt 2,27 Euro.
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Gut dass wir darüber sprechen :-). Die Tücke liegt auch bei Amazon im Kleingedruckten.

"Wenn der Prime-Kunde für den Technisat-Fernseher (?) 97,97 zahlt der Nicht-Prime-Kunde hingegen 108,50 Euro zahlen muss, scheint auch mir der Vorteil bei über 10 Euro beim Prime-Kunden zu liegen."

An dem Beispiel kann man es gut durchspielen:
- Der günstigster Anbieter ohne Prime-Option bietet den Fernseher für 108,50 Euro an.
- Der günstigster Anbieter mit Prime-Option bietet den Fernseher für 97,97 Euro an.
- Bei Produkten ab 29 Euro werden keine Versandkosten fällig.
=> Der Prime- und der Non-Prime-Kunde können den Fernseher beim gleichen Händler bestellen und bezahlen jeweils 97,97 Euro inkl. Versand.
= Es gibt keinen Kostenvorteil für den Prime-Kunden

Anders verhält es sich dagegen bei der Brita-Filterkartusche
- Der günstigster Anbieter ohne Prime-Option bietet sie für 28,90 Euro an.
- Der günstigster Anbieter mit Prime-Option bietet sie für 24,99 Euro an.
- Bei Produkten unter 29 Euro muss der Non-Prime-Kunde drei Euro Versandkosten bezahlen.
=> Der Prime-Kunde bestellt die Kartusche beim Prime-Händler und bezahlt 24,99 Euro. Der Non-Prime-Kunde kauft sie ebenfalls beim gleichen Händler und bezahlt inkl. Versand 27,99 Euro.
= Der Kostenvorteil für den Prime-Kunden beträgt 3 Euro.

Drittes Beispiel Hansgrohe Croma 100 Vario Handbrause:
- Der günstigster Anbieter ohne Prime-Option bietet sie für 21,50 Euro an.
- Der günstigster Anbieter mit Prime-Option bietet sie für 19,23 Euro .
- Der Non-Prime-Kunde muss 3 Euro Versandkosten zahlen (Warenwert unter 29 Euro).
=> Der Prime-Kunde bestellt die Brause beim Prime-Händler und bezahlt 19,23 Euro. Der Non-Prime-Kunde würde bei diesem Händler 22,23 Euro bezahlen. Er kauft daher beim Non-Prime-Händler für 21,50 Euro inkl. Versand.
= Der Kostenvorteil für den Prime-Kunden beträgt 2,27 Euro.
Hans-Jürgen Wieneke
Von: Hans-Jürgen Wieneke ,  hjw-digital
Am: 13.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Die Berechnung ist schon in Ordnung, aber ich vermisse die Betrachtung der Prime-Videoangebote. Ich habe bereits sehr viele Serien und Filme komplett kostenfrei anschauen können. Diese kann ich dann meist auch in der amerikanischen Originalversion ansehen, statt mich über die lausige Dialogqualität ärgern zu müssen. Wenn man das mitrechnet lohnt sich Prime doppelt und dreifach!
Horst D. Deckert

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Interessant. Unter dem Aspekt, dass ich Geld spare, habe ich Prime noch nie gesehen. Mir ist die schnelle Lieferung bisher am wichtigsten gewesen. So wird es wohl auch anderen Amazon-Kunden gehen.
Horst D. Deckert

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Interessant. Unter dem Aspekt, dass ich Geld spare, habe ich Prime noch nie gesehen. Mir ist die schnelle Lieferung bisher am wichtigsten gewesen. So wird es wohl auch anderen Amazon-Kunden gehen.
Horst D. Deckert

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Interessant. Unter dem Aspekt, dass ich Geld spare, habe ich Prime noch nie gesehen. Mir ist die schnelle Lieferung bisher am wichtigsten gewesen. So wird es wohl auch anderen Amazon-Kunden gehen.
Horst D. Deckert

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Interessant. Unter dem Aspekt, dass ich Geld spare, habe ich Prime noch nie gesehen. Mir ist die schnelle Lieferung bisher am wichtigsten gewesen. So wird es wohl auch anderen Amazon-Kunden gehen.
Horst D. Deckert

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Interessant. Unter dem Aspekt, dass ich Geld spare, habe ich Prime noch nie gesehen. Mir ist die schnelle Lieferung bisher am wichtigsten gewesen. So wird es wohl auch anderen Amazon-Kunden gehen.
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 14.05.2016

Zu: Die Prime-Lüge: Warum Amazon-Kunden immer draufzahlen ...

Gerade das ist ja aus Händlersicht das Tolle an Prime: Die Händler können für Prime-Artile einen höheren Preis erzielen wie die Tabelle zeigt und die Kunden sind (aus gutem Grund) trotzdem zufrieden.

Amazon hat geschickt so attraktive Services gefunden, dass die Kunden bereit sind, einen Aufpreis für die Artikel zu zahlen. Nach so einer Lösung suchen andere Händler händeringend.
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