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Yahoos Strategiewechsel: Abspecken und Öffnen

01.12.2008 Nicht nur beim Personal wird verschlankt: Das Portal will nicht mehr als Gemischtwarenladen auftreten. Stattdessen hat die Öffnung hin zu anderen Websites nun Priorität. Doch Microsoft sitzt schon in den Startlöchern.

Bereits heute ist der Wandel sichtbar: Yahoo schenkt seinen Kooperationspartnern den ein oder anderen Link. Die Nutzer sollen schneller die für sie relevanten Inhalte finden - und doch den Tag mit Yahoo beginnen. Konkret wird Yahoo externe Inhalte seines Portals - beispielsweise im Nachrichtensegment - künftig direkt zur Quelle verlinken. Exklusiver Content wird also nicht mehr redaktionell bearbeitet. Gegenüber der Financial Times Deutschland   bekräftigte nun Deutschland-Chef Terry von Bibra die neue Strategie.

Die verschenkten Klicks an andere Websites sind natürlich nicht ohne Risiko, wie von Bibra gegenüber dem Blatt erklärt. "Der Schaden kann sofort eintreten, der Nutzen für Yahoo dagegen erst später deutlich werden", so der Yahoo-Manager. Doch das Risiko geht von Bibra ein, um den Surfern Yahoo als nutzwertbringende Plattform schmackhaft zu machen.

 (Bild: Yahoo)
Bild: Yahoo

Derweil dreht sich das Personalkarussell weiter. Nachdem sich Jerry Yang von der aktiven Vorstandsarbeit zurückzieht, hat nun auch der bisherige Europa- und Kanada-Chef Toby Coppel sein Ausscheiden im ersten Quartal des kommenden Jahres bekannt gegeben. Seine Position als Managing Director für Europa und Kanada wird dann Rich Riley übernehmen.

Unklar ist nach wie vor, ob die Allianz zwischen Yahoo und Microsoft nicht am Ende doch zustande kommt. Im Web geistern Gerüchte, dass Microsoft   sich jetzt nach der an Yang gescheiterten Übernahme für eine Übernahme light fit macht und das Filetstück Yahoo-Suche kauft. In der vergangenen Woche wurde immerhin bereits der langjährige Chef der Yahoo-Suche Sean Suchter von Microsoft abgeworben.

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