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Geschäftsmodell: Googles sechs Säulen
04.12.2008 Wie funktioniert Google? Eine neue Studie von faberNovel erklärt die sechs Faktoren, auf denen der Erfolg des Konzerns aufbaut. Doch jetzt sind die Säulen in Gefahr.
- Skalierbarkeit
- Netzwerkeffekte
- Data Mining
- Offenheit
- Co-Kreation
- Geschäftsmodell
Für die Skalierbarkeit ist es wichtig, bei möglichst geringen Kosten wachsen zu können. Die Infrastruktur der Firma muss angewandt sein, das heißt: Ihre Größe muss schnell anpassbar sein. Auch beim Business Modell sollen möglichst viele Nutzer angesprochen werden, um die Monetarisierung zu starten oder verbessern.
Bei den von den Beratern identifizierten Netzwerkeffekten ist die Anzahl der Nutzer entscheidend für den Wert der Dienstleistung. Eine kritische Masse muss her, um Mitbewerber durch eine Barriere des Marktzugangs außen vor zu lassen.
Ohne Data Mining gibt es nach Überzeugung von faberNovel keinen Erfolg. Die Werkzeuge, um Nutzerdaten im Web zu analysieren sind wichtig für eine Monetarisierung - Stichwort 'Tracking'.
Die vierte Säule in Googles Erfolgsmodell ist Offenheit. Freier Zugang zu Content und weiteren Services halten die Studienautoren für eine wichtige Stütze eines funktionierenden Business.
Mit Co-Kreation umschreiben die Consultants die Einbindung nicht-traditioneller Akteure für die Wertschöpfungskette. Dazu zählen Nutzer, Contentproduzenten und externe Entwickler. Wer ihnen Tools zur Verfügung stellt, könne so neue Märkte erschließen und die angebotene Dienste bereichern.
Unter dem Punkt Geschäftsmodell wird das Axiom verstanden, Werbung nicht als Markt, sondern als ein Business Modell zu verstehen. Alles, was Advertising und Werbungtreibende anzieht, ist nach dem Modell Google ein Ziel.
Bei aller Euphorie und Sympathie für das Modell Google gibt es jetzt erste Analystenwarnungen. Eric Savitz schreibt im Barron's Blog , dass Googles Erlöse und die Gewinne je Aktie sinken werden. Er zitiert als Quelle den Analysten Trip Chowdhry , der für Global Equities Research errechnete, dass die Erlöse in diesem Jahr 15,71 Milliarden Dollar betragen werden, im kommenden Jahr aber nur noch 15,23 Milliarden Dollar erreichen, um 2010 auf 14,57 Milliarden Dollar abzusinken.
Analyst Chowdhry wird auf Barron's auch mit einer Warnung zitiert, die den SEM-Markt betrifft. nicht näher bezeichnete Quellen hätten ihm verraten, dass die Anzahl der verkauften Keywords um zwei bis fünf Prozent gesunken sei, die Gebote auf manche Suchworte gar um bis zu 20 Prozent. Trotz der Umschichtung von Werbebudgets hin zu Online würden die derzeitigen negativen volkswirtschaftlichen Effekte diese Zugewinne zunichte machen.

